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Keine zweite Auflage für „Gespenster sind nicht feige“

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Nach Rücksprache mit zwei Verlagen steht fest, dass die im Handel nicht mehr erhältliche Gespenstergeschichte nicht erneut aufgelegt wird. Mir lag zuviel an dem lustigen Abenteuer, als dass ich es nur digital und als Selfpublisher ins Netz stellen wollte, womöglich noch für 0,99€ oder so. Sie war beim Zuschussverlag SARTURIA® erschienen, der keinen Überblick über Verkaufszahlen und eingenommene Erlöse hatte und sich bei Anfragen dazu stur stellte. Nach wiederholter Nachfrage meinerseits flog das Buch unverzüglich und stillschweigend aus dem Programm wegen -Zitat – „Erfolglosigkeit“. Aber ich will die alten Kamellen nicht wieder aufwärmen.

Fakt ist: Die Geschichte hat mir auch einige Fans und viel Lob eingebracht. Es gab sogar jemanden, der sie vertont hat, Mütter lasen sie ihren Kindern vor und gaben mir das begeisterte Feedback weiter – also kann sie so übel nicht sein.

Vielleicht lese ich sie selbst mal auf MP3. Dann würde ich sie theoretisch hier einstellen können. Erstmal aber bleiben die Abenteuer von Glibberbauch und Schlotterbein in Fiesland in der von mir vielzitierten Schublade.

Mal wieder ein Wochenrückblick oder wie schwarzer Humor entsteht

Eben hatten wir noch Wochenende.  Und, was soll ich sagen, zahlreiche Überstunden und eine Autopanne später ist auch diese Woche schon wieder vorbei. Ja, das Los der Autopannen verfolgt mich von Arbeitgeber zu Arbeitgeber. Es hilft ungemein, wenn man schon über Erfahrung verfügt und dann weiß, auch wenn man bei -2 Grad im kalten Auto sitzt, am Ende wird alles gut, und bei einem Kantinenmuggefugg werden die blauen Glieder langsam wieder warm.  Schön, wenn man die angestaute  Wut und den Ärger dann nach Feierabend bei einem Vanille-Zwiebelpunsch oder heißer Radieschenmilch abbauen kann, indem man blutig-aggressive Stories schreibt und die Protagonisten gleich im Dutzend leiden lässt. Dann packt man noch seinen Frust darüber mit in die Worte, dass einem eigentlich nicht wirklich einfällt, wo die Handlung hinführen soll.  Und um jegliche Aufregung zu vermeiden, betrachtet man das ganze Dilemma mit einem wilden milden Lächeln und trägt es mit Humor. Das Resultat ist ein ironischer, manchmal sogar sarkastischer  Zungenschlag in den Geschichten – und schon hätten wir ein Beispiel für die Entstehung schwarzen Humors beleuchtet, der gewöhnungsbedürftig für Leser, aber therapeutisch – wohltuend für den Autor zu sein scheint.

Nein, schwarzer Humor blüht und gedeiht nicht am Wegesrand wie eine Pflanze. Psychologen bescheinigen schwarzhumorigen, zynischen Leuten, dass sie sich vom Leben zurückgesetzt und vernachlässigt fühlen und mit dieser Art von verniedlichender Vebalaggressivität auf ihre Umwelt reagieren – zum eigenen Schutz. Ich erinnere hier an die fiktive Serienfigur Gregory House M.D.  aus „Doctor House“.  Es gibt übrigens eine charmante, dunkelwitzige, um nicht zu sagen, schwarzhumorige inoffizielle Biografie, die ich gerade lese. By the way: ist „schwarzhumorig“ eigentlich ein rassistischer Ausdruck?  Ähm, aber zurück um Wochenrückblick.

Siebeneinhalb Flocken Schnee später haben wir endlich Winter. Es soll bitterkalt werden, bitter mit 5 Tee bitte! Richtig so. Die Glühweinumsätze stagnieren, das muss anders werden. Kaffee hingegen läuft immer. Das bisher war ja auch kein Winter, hallo? Mal kalt, dann mild, hin und her, Schnee ja, aber nicht mal bis Mittag, dann Sonne, plötzlich Wolken, aber welche die es gut meinen und nur Nieselregen absondern. Dann wieder  Sonne.  Und ein paar Flocken, ach nee, Petrus lässt sie dann in Regen übergehen. All das läuft genauso unentschlosssen ab wie die GroKo-Verhandlungen. Das aber ist ein anderes Thema, das aber auch langsam schon flockt. Denn das Haltbarkeitsdatum des letzten Wahlergebnisses droht abzulaufen – in gut drei Jahren ist wieder Wahl! Und Deutschland kommt, wie wir gerade merken, auch ohne Regierung klar.

 

Darüber sollten wir in der nächsten Woche mal nachdenken, wenn wir in 2 Meter hohem Schnee mit dem Auto festsitzen und die Kälte genießen, die eine Fahrzeugpanne mitunter mit sich bringt.

 

Es schiffte auf der Hanse Sail

Zum 27. Mal fand in Rostock und Warnemünde das traditionelle Stelldichein für Segel- und andere Schiffe statt. Auch wenn das Wetter sich nicht so trocken wie der Humor mancher Besuher präsentierte, die es sportlichnahmen, so gehen die Medien bereits seit Samstag schon wieder von Besucherrekoren aus. Sollte der wirklich erreicht werden – vielitierte Zahl ist die 1 Million – liegt das vielleicht auch daran, dass neue Gesetze manchen Schiffseigner in den folgenden Jahren davon abhalten könnten, eine Teilnahme zu erwägen.

Es ist immer amüsant, wie schon im Zuge der Berichterstattung über die Eröffnung der Sail sehr optimistisch von starkem Besucherandrang gesprochen und über das Erreichen der magischen Millionengrenze spekuliert wird. Die Anzahl der gemeldeten Schiffe wurde in den Medien mit 190 angegeben und ist damit bereits in diesem Jahr leicht rückläufig.

Müssen nun zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen, eine Aufstockung des Personals und weitere Maßnahmen vorgenommen werden, um den neubeschlossenen Gesetzen gerecht zu werden, schafft das in finanzieller Hinsicht schlechte Voraussetzungen für die weitere Existenz mancher alter Schiffe, deren Instandhaltung und so weiter.

Was also wird aus der Hanse-Sail, wenn die Schiffe wieder zur Randerscheinung werden und man die Besucherzahl wieder wie einst einzig durch die Umsätze der vielen Fress- und Karussellbuden ermitteln kann, nicht aber anhand mitsegelnder Gäste?

Der Dauerregen hat einmal mehr bewiesen, das Schiffen zur Hanse Sail gehört. Bleibt zu hoffen, dass sich dieses Event nicht thematisch neu erfinden muss, weil selbst Stammbesucherschiffe wie die „Sedov“ oder die „Frieden“ dann nicht mehr vorbeischauen. (Foto: © D.Harms)

Kommen und Gehen in Europa – Löst Albanien Brexitannien ab?

Ironisches Streiflicht der Woche. Aha. Albanien ist also noch Europa. Vor der EM 2016 hat man in der Schule etwas Anderes gelernt, aber- egal. Wenn auf dem Mond ein Volk leben würde – wäre es denn teilnahmeberechtigt an einer WM? Knifflige Frage, oder? Und paradox wäre doch auch, wenn Brexitannien bald nicht mehr zu Europa gehören würde – aber es doch geografisch doch tut. Offenbar sind die Dinge nicht immer so, wie sie scheinen. Außer die Sonne. Wo sie scheint, ist immer Tag. Wenigstens etwas, worauf man sich verlassen kann. Jedenfalls bis zur nächsten Apokalypse. Und falls dann nix mehr ist wie vorher, dann dürfen die überlebenden Erdenmenschen vielleicht an der ersten MM – der ersten Fußball-Mondmeisterschaft teilnehmen.

Die Woche in der Nachbehandlung (1)

KalenderblattIn dieser Rubrik gibt es künftig ironische Schlagzeilen der gerade verstreichenden oder verstrichenen Woche. Möglicherweise wird aus der einen oder anderen Überschrift auch noch eine Glosse… Mal sehen.

  • Mit Hexerei gegen den Abstieg? Hansa Rostock droht „Geisterspiel“ nach Fan-Kloppereien
  • Plaste im Schokoriegel, Holz im sauren Drops: Von der inneren Stabilität unserer Genussmittel
  • Paketboten freuen sich über Asylpaket II – Abgeschobene Asylanten kriegen nun Retour-Aufkleber
  • Glyphosat im Bier beugt Pilzbefall der Leber vor
  • ESC-Vorausscheid: Kaum Stimmen in doppeltem Sinne
  • USA: Trump für Ferngespräche gerüstet – Vorwahl gewonnen
  • Geschmacklos: Zigaretten künftig nur ohne Aroma erlaubt

Statt einer Jahresendstatistik

word-cloud-639317_640Vergleicht man die Jahre von 2012 bis heute miteinander, nehmen Blogbesucher und Klicks auf dieser Seite tendenziell langsam ab. Diese allgemeine Einschätzung bezieht sich nicht auf deren Gewicht, sondern auf die Anzahl ihrer Präsenz. Von durchschnittlich 12 auf 6 Besucher pro Tag hat sich der Traffic halbiert im Laufe der Zeit, wobei es Aufs und Abs gab. Dabei darf man nicht vergessen, dass dieses Blog mit Facebook vernetzt ist, so dass Interessierte gezielter auswählen können, wann sie die Beiträge auf dem Blog zu Ende lesen wollen.

Unabhängig davon danke ich an dieser Stelle allen Followern, Lesern und sporadischen Besuchern hier für die Treue. Vielleicht ist es die abnehmende Tendenz, aus deren Grund WordPress diesmal keinen Jahresendbericht generiert hat. Na wenn schon, dies ist kein Wettkampf, sondern Hobby. 🙂

Zwei Systeme zu je einem Vierteljahrhundert – ich hab´s erlebt.

https://youtu.be/D-87_gM6Ov4

Mach ich nicht... Ich blogge lieber.
Mach ich nicht… Ich blogge lieber.

25 Jahre habe ich nun jeweils eines der zwei bedeutendsten globalen Gesellschaftssysteme kennengelernt. Und mein Fazit ist: Das Manko des einen Systems waren bzw. sind die Vorzüge des anderen. Diese Schlussfolgerung lässt sich aus beiden Richtungen treffen. Insofern hat der 25.Jahrestag der Deutschen Einheit für mich eine besondere Bedeutung. Jetzt gibt es einen Zugewinn an Freiheit und Demokratie, die früher beschworene Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik wurde zwar auch nicht umgesetzt, aber wenigstens die medizinische Grundversorgung und die Bildung waren weitab von jeglichem Wettbewerb, was dem kapitalistischen System auch gut tun würde. Das wäre meine Vision von einem Deutschland der Zukunft. 0003Rassismus und Gewalt, das ist meine Überzeugung, wären dann weniger ausgeprägt und leichter bekämpfbar. Klingt ein wenig verträumt, ich weiß. Aber angesichts dessen, was wir seit 1989  geschafft haben, darf man auch mal träumen, solange man noch Ideale hat. Auch wenn es noch manche bedeutende Baustelle gibt, unbestritten.

Leute, die meckern und herumnörgeln, hetzen und diffarmieren gibt es ohnehin schon zu viele. Ach und noch eins: Vielleicht würde bei mehr Bildung fürs Volk auch das Programm im TV besser werden? Aber dass die Boulevard-Zeitung mit den großen Buchstaben dann pleite geht, das glaube ich dann doch nicht. Eher wird das grüne Ampelmännchen FDP-Mitglied und erscheint künftig in blaugelb in der Öffentlichkeit.

Schönfärberei und tolle Dinge zum Aufregen

KalenderblattWochenrückblick. Nichts, aber auch gar nichts kann den Bayern die Wiesn vermiesen… auch keine Krisen, gell? 6Mio Besucher werden heuer erwartet, wie jedes Jahr. Und nein, Münchens alljährliche Oktoberbräurevolution ist diesmal kein Willkommensfest für die internationalen Neuankömmlinge, die aus den Zügen und Bussen steigen. Nicht, dass am Ende ein Refugee denkt, der ganze Bohei gilt ihm und seinesgleichen – iiwo. Auch wenn es so aussieht – alles Schönfärberei.

Auch VW hat es auswärts gerade schwer. 18 Mrd Dollar Strafe drohen dem Konzern in den USA, weil er eine Software benutzte, welche bei Dieselfahrzeugen Abgastestes erkennt und die Werte so weit drosselt, dass sie die strengen Kriterien der USA-Umweltbehörde erfüllen. Auf der Straße, also on the road again, da geht die Lucy dann aber ab: 10-bis 40-mal höher sind die Schadstoffwerte dann. Betrug? Naaein… allenfalls Schönfärberei.

Dabei kam mir in den Sinn, dass es ja längst auch ein System gibt, welches einen Ölwechsel beim Auto überflüssig macht, weil es die Schwebeteilchen und Rußpartikel herausfiltert und so eine ständige Weiterverwendung des einmal eingefüllten Öls ermöglicht. Ein deutscher Autokonzern kaufte das Patent für sehr viel Geld und ließ es im Giftschrank verschwinden. Auf dass niemand auf einer Ölbohrinsel arbeitslos werde. Alles nur Schönfärberei? Ich wollte, es wäre so.

Nein, wie wohnlich... so muggelig...fehlt nur noch ein Ölteppich
Nein, wie wohnlich… so muggelig…fehlt nur noch ein Ölteppich

Ai Weiwei zeigt New York-Fotos in Berlin

Während meiner Stippvisite in Berlin war ich unter anderem in einer Ausstellung mit Fotos aus New York. Als Motiv für Bilder und Fotos mag ich diese Wolkenkratzer-Metropole sehr. Die Fotos, die ich mir in Berlin angesehen habe, stammen vom bekanntesten chinesischen Künstler der Gegenwart, AiWeiwei. Leider hat er kaum seine künstlerischen Werke fotografiert, ebensowenig wie die typischen Motive der Stadt New York. Aber bei näherem Hinsehen hat er mit seinem Blickwinkel sicher auch einen bestimmten darstellerischen Zweck verfolgt… Hier steht nun, wie ich die Ausstellung fand.

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