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Spendet Sand für die Sahara – Schafft den Sandmann ab…

…sagt mein Lyrisches Ich, das dazu nochmal eben für ein paar Zeilen in die Kinderschuhe geschlüpft ist, um sich daran zu erinnern, dass es nicht immer so früh ins Bett wollte. (Schon gar nicht im Sommer…) Daher fordert es: Sandmann weg! Es sei denn er kommt später, weil er im Stau steht…

Zwischen Finsternis und Dunkelheit
Beginnt in der Regel die Schlafenszeit –
Das muss man nicht extra erwähnen.
Man erkennt es am einsetzenden Gähnen.

Wenn der Sandmann den Traumsand herbeifährt
Und Papa ihn unterm Fernseher aufkehrt
Dann flucht er dazu ganz rüde.
Aber ich bin trotzdem nicht müde.

Das Traumsandgewerfe, weil es mich nur frustriert
Gehört abgeschafft: Ich fühl mich gähn-manipuliert!

Gegen fremden Hass – oder gegen Fremdenhass?

Rechtschreibkundigen Blitzbirnen wird der Unterschied in der Bedeutung der Überschrift sicher klar. Also ich zum Beispiel bin nicht gegen fremden Hass. Nicht a priori. (Ich weiß nicht, wie man von vornhererein schreibt, außerdem könnte es anzüglich klingen – es gibt Leute die kichern bei dem Wort, hab ich selbst erlebt.) Nein, fremder Hass kann hilfreich sein, wenn man keinen eigenen aufbauen will. Und ist so schön bequem. Wenn andere sich ärgern oder hassen, soll man sie lassen. Ist ja ihr Blutdruck, vielleicht haben sie ja auch einen Grund… 

Fremdenhass jedoch geht gar nicht. Weder von vornherein noch nachträglich noch überhaupt. Auch nicht bei Anderen.

gegenfremdenhass

Wenn ich so an den Feierabend denke…

verstival001Was sich so mancher Berufstätige sicher schon mal gefragt haben mag, ist warum der Feierabend eben genauso heißt, obwohl er – wörtlich genommen – doch etwas anderes bedeutet. Zumal der Feierabend, wie wir ihn gebrauchen, schlichtweg den Arbeitsschluss bezeichnet, der an jeder beliebigen Tageszeit stattfinden darf und dennoch Feierabend genannt wird. Wie aber nennen wir dann ein Fest mit Freunden am Abend? Party, du Depp, mag jetzt mancher Leser denken. Und die Zeit des Vorglühens, und des Chillouts nach der Fete? discokuglAlles zusammen ergäbe doch wohl einen buchstäblichen Feierabend. Na also. Dann plädiere ich jetzt noch für die Einführung des Begriffes „Katermorgen“. Und meinetwegen darf dieses Wort dann auch den Arbeitsbeginn am Morgen danach bezeichnen – zumal Feierabend ja Arbeitsschluss heißt.  (A propos Katermorgen: Früher dachte ich immer,  Menschen die Migräne haben, heißen Migranten – zumal sie dann nicht selten auch tatsächlich grantig waren…)