Peer Scheinzück und das liebe Geld

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Wir haben es doch immer schon gewusst: Politiker sind mitunter schizophren, besonders die in der SPD: Da gibt es einen favorisierten Vorangeher, einen Visionär allererster Kajüte, nennen wir ihn MEHR SCHEINZÜCK, weil er ja mit nur einem Kanzlergehalt seine siebenundzwanzig Kinder nicht ernähren kann, der Ärmste. Dieser kühne charismatische Mensch wirft seine Schatten bis auf die Bundestagswahl am 22. September 2013 voraus. Er wäre gern zwei Kanzler, wenn er dann gewählt wird, was er ja immer noch hofft und wovon sein eines Ich bei Vollmond heimlich träumt. Nicht, das er die doppelte Arbeit machen will – es geht ihm mit seiner multiplen Persönlichkeit um das doppelte Gehalt. Selbst wenn er nüchtern betrachtet – und das fällt mir schwer *hicks* mit der Aussage recht hat, dass ein Sparkassendirektor mehr verdient.
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BER: Und täglich grüßt der Brandschutz-Obmann…

Spitzfindigkeiten
Alles nur Spitzfindigkeiten!

SATIRE. Ob der Berliner Großflughafen nun 2014 eröffnet wird oder 2040, ob er nun 1,2 oder 2 oder nun doch 4 Mrd. € kostet, er wird zweifellos eine unvorstellbare Menge an Urlaubern, Touristen und Geschäftsreisenden abfertigen im Laufe seines Bestehens. Angesichts dieses neuen künftigen, Geschichte schreibenden Großobjektes fragt doch dann niemand mehr nach solchen Lappalien wie Bauzeit, Brandschutz oder gar Kosten… Nicht die bedeutenden Staatsmänner und Politker, die auf ihm ankommen oder abfliegen, nicht der Otto Normalurlauber, oder die Film- und Showsternchen aus Hollywood und Bollywood, die dort abgefertigt werden –  warum also diese Aufregung allenthalben?  

Berlins sinnierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) habe  im  Dezember schon gewusst, dass sich der Eröffnungstermin erneut verschieben wird. Und dass die Sache noch teurer wird als veranschlagt.  So behaupteten und vermuteten, spekulierten und ereiferten sich die Medien und fragen sich und uns, uns! *an die Stirn tippe* –  uns  kleine Steuerzahler ganz besorgt: “ Wer befreit uns von Wowereit?“ Seine Partei hält mangels Alternative zu ihm, und böse Zungen behaupten nicht nur das, sondern auch, er habe heimlich  auf den 21.12.2012 gehofft, den Tag des vermeintlichen Weltunterganges, damit er die Akte Großflughafen schließen und nach der Apokalypse einen Neuanfang machen könne.

Ja, nee, is´klar… aber es klingt, als sei da etwas dran, wenn man mal darüber nachdenkt:  Er reist zurück in die Vergangenheit, besticht den Stammesältesten der Maya, den Kalender am 21.12.2012 enden zu lassen und das Ende der Welt zu prophezeien,  die Maya setzen sich mit dem vielen Geld ab (vielleicht auf einen anderen Planeten?) um sich das Schauspiel von dort aus in aller Ruhe anzusehen – soweit macht alles Sinn, aber dann:  Kein Weltuntergang!  Kein neuer Baubeginn, kein Neuanfang von Null…  und Wowereit in der Zwickmühle.  Also schlägt er das Bestechungsgeld für den Maya-Stamm kurzerhand auf die Baukosten drauf, aber für die gestiegenen Kosten muss eine Begründung her…  Da war doch was mit Brandschutz?  Okay, passt – dann muss die Brandschutzanlage nochmal herhalten. Fertig ist der Lack. 

So ungefähr wird die Zeitung mit den großen Buchstaben das ganze Tohuwabohu  entwirren und Wowereit für seinen Einfallsreichtum vermutlich in den Himmel über Berlin loben…  Weswegen dann sämtlicher Flugverkehr umgeleitet werden muss und Tempelhof notdürftig wieder eröffnet wird… Und nun die gute Nachricht: Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemals ein Feueralarm auf dem neuen Großflughafen ausgelöst werden muss, nahezu gebannt. Toll, oder? Okay, nur einem brennt in Wirklichkeit der Frack: Uns Wowi.  Naja, wo gehobelt wird….-znk

Gute Um- und Vorsätze für 2013

SD530060…das ist wohl das, was man sich für das neue Jahr im allgemeinen und 2013, das Jahr 5 nach Ausbruch der Krise im besonderen, gegenseitig zu wünschen pflegt. Nun ist es mit den Umsätzen so eine Sache, wenn man keinen Geschäften nachgeht – woher sollen sie kommen? Aber die guten Vorsätze knüpfen an eine alte Neujahrstradition an: Mehr Bewegung, weniger Schulden, mehr Kochen, weniger essen (ähm… ist das jetzt etwa ein Gegensatz?) mehr Zeit für Freunde, Kultur und Bildung – weniger Zeit für Fernsehen, Vertreter und anderen unangemeldet auftauchenden Besuch…. Speziell bei mir kommt noch hinzu, dass ich mir vorgenommen habe, neue Genres beim Schreiben auszuprobieren und meine mich von Zeit zu Zeit ereilenden Ideen mal zu archivieren.  Eine Abkehr vom schrägen Humor wäre mal eine interessante Alternative, gern würde ich zum Beispiel mystische, dunkle Stories mit seltsamen Figuren und Charakteren sowie geheimnisvollen und unvorhergesehenen Ereignissen schreiben…

Dann steht die Um- und Überarbeitung der Grundideen von DER ANRUFER und BLUTBANKRÄUBER  an… Nebenbei sammle ich eigene neue Gedichte für einen entsprechenden, thematisch nicht eingrenzbaren kleinen Gedichtband. Jedenfalls, solange mir – und damit sind wir bei meinem Lieblingsthema – nicht wieder irgendein vermalledeiter Weltuntergang dazwischen kommt…

Gääähhhn – schon wieder Jahresrückblicke

ggggggDie kabarettistischen Jahresrückblicke haben nun also wieder tüchtig mit der Politik abgerechnet. Warum auch nicht – vieles im Jahr 2012 war zu Recht kritikwürdig. Sei es die inkonsequente und immer wieder sich selbst revidierende oberste Frau des Landes, die „Hü!“ sagt und „Hott!“ meint, Deutschlands Ansehen im Ausland ebenso wenig verbessert hat wie unser Außenminister Westerwelle, und von Innenpolitik gar nichts wissen will, alle Staaten zum Sparen auffordert und selbst die Staatsverschuldung vorantreibt, oder seien es die Katastrophen, Ereignisse und Sterbefälle, Jubiläen und Unternehmenspleiten, die jedes Jahr dazu gehören – alles wurde angesprochen und kommentiert, auf die eine oder andere Weise.

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Abstrus und aberwitzig – Sterbeberger Stadtzombie wird zum Güllegott

sarg_0003„Der boshafte Verblichene“ formally known as Fritz Plaschke findet einfach in seinem Klärgrubengrab keine Ruhe. Im zweiten Buch der makaberen Reihe um den cholerischen Untoten findet er immer wieder einen Weg und einen Grund, seinem durchgeweichten Presspappesarg unter dem Fäkaltümpel der offenen Klärgrube Sterbebergs  zu entsteigen und das Städtchen und seine Bewohner aufzumischen. Hier in Sterbeberg-Trauerfeld, der Zeitschrift grab_0005„Schöner Sterben“ zufolge die Heimat des Erlebnissterbens schlechthin, wo die Sterbeberger Friedhofsschwalben schon mal Livekonzerte auf Beerdigungen geben und das Dahinsiechen noch Format hat, buchen Zu-Ende-Lebende bereits Wochen vor ihrem letzten Atemzug ihre Grabstätte.

Das hatte auch Plaschke gemacht, doch durch widrige Umstände wurde der potenzielle Grubenschläfer in der frisch ausgehobenen Klärgrube in einer Ecke des Friedhofsgeländes beigesetzt. Grund genug für eine geisterhafte Abrechnung mit den geizigen Bestattern und seinen Hinterbliebenen.  Welche Rolle dabei ein Gullitunnel spielt und wen er alles fasziniert, schockiert, erschreckt, hereinlegt und konfrontiert – das steht in Band 2 der Reihe „PLASCHKE UND DER GULLITUNNEL“. 

( Anmerkg. Links folgen, Buch ist derzeit auf bx in Bearbeitung und daher nur für bx-Freunde sichtbar)

Schubladendenken in der Literatur

Verlegte Erstlingswerke von jungen, noch unbekannten Autoren erzeugen nicht selten auch seitens des Verlages eine gewisse Erwartungshaltung für die Zukunft: Beginnt hier schon das oft als typisch deutsch charakterisierte Schubladendenken? Was, wenn der Autor nun auch in anderen Genres zur Höchsform aufläuft – spielt der Verlag da in jedem Fall mit? Wer macht da am Ende Kompromisse – nur eine Seite? Der Autor?

Nun fehlt mir selbst die Erfahrung, das aus eigener Sicht beurteilen und erklären zu können. Es gibt aber nicht wenige Schriftsteller und Autoren, die sich in „ihren“ Genres etabliert haben, zu Hause fühlen und denen sich diese Frage daher so nicht stellt. Ohne die Kategorisierung der verschiedenen Schreib- und Erzählstile würde ein wichtiger Gesichtspunkt zur Strukturierung der Literaturlandschaft fehlen. Darin sind sich viele der Schreibenden scheinbar einig.
Aber wie hält es die einzelne Person mit den Genres – werden Texte den Genres (und damit vielleicht den Verlagsvorgaben) angepasst? Oder spielt tatsächlich die Wirkung und die Qualität der Werke die übergeordnete Rolle?
Wer in welcher Sparte und mit welchem Genre Erfolg hat, entscheidet immer noch die Qualität. Autoren, deren verschiedenste Werke verlegt werden und auf dem Buchmarkt präsent sind, müssen es sich dann wohl auch künftig gefallen lassen, dass der Leser durch die Verkaufszahlen die Prioritäten setzt und so im Laufe der Zeit möglicherweise ein Genre favorisiert.

Immer wieder traf ich bei Nachfragen und dem Sammeln von Wortmeldungen auf die Aussage, dass Autoren während des Schreibens zumindest nicht bewusst an das Genre denken. Die Entscheidung für einen Erzählstil wird nicht selten aus dem Gefühl heraus getroffen und letztendlich der Handlung, dem Inhalt und einer eventuell im Werk enthaltenen Botschaft untergeordnet. So findet so mancher Schreiberling sein Lieblingsgenre. Und letztendlich steht es ihm frei, mit verschiedenen Genres an verschiedene Verlage heran zu treten. So gesehen ist das Schubladendenken in der Literatur, auch wenn es manche Schriftsteller und Autoren immer wieder beschäftigt, nicht viel mehr als der Versuch einer strukturierten Katalogisierung nach Rubriken, um so als Orientierungshilfe für den Leser zu dienen.

Und das ist auch gut so. Denn mit diesem Gedanken im Hinterkopf schreibt es sich nochmal so gut über Genregrenzen und antikreatives Schubladendenken hinweg.


Adventsphobie und Weihnachtsallergie

engelAuf jeder zweiten Webseite, in jedem Portal weihnachtet es derzeit. Ich entziehe mich dem, soweit es mir möglich ist und meine Umwelt das zulässt, so wie ich die Verandatür nachts, denn dieser Tage ist es nachts kälter als draußen. Das soll heißen: Ich vermeide hier weitestgehend das jinglebellen und das christmassen und versuche in gewohnt eigensinniger Abart meine Ein-, Aus- und Abdrücke per Blog zu widerspiegeln. Und dazu muss ich nicht raus in die Kälte; naja, nur manchmal, um am Telekomkasten die Sicherung wieder reinzudrücken…

Schließlich muss ich meine oben genannten Wehwehchen auskurieren… Immerhin habe ich heute mein weißes Auto vom Schnee befreit – Notiz an mich: Schwarz fällt besser auf unter den Schneemassen. Wenigstens mit Rallyeband könnte ich die Karre bekleben…Je oller, je proller. Nach getaner Arbeit bete ich, dass Pan Tau sich mit seinem Fön des Schnees annimmt und ihn vor Gram möglichst bald zerfließen  lässt….

Bis dahin hänge ich erstmal die Billiglichterkette über meine Kunststoffpalme und mixe mir einen Südseedrink mit eindeutig zweideutigem Namen.  Happy New Year, Miss Sophie, und – Aloha hee. -dh-

die erklärung manchen dinges aus sicht eines schreiberlinges