Gääähhhn – schon wieder Jahresrückblicke

ggggggDie kabarettistischen Jahresrückblicke haben nun also wieder tüchtig mit der Politik abgerechnet. Warum auch nicht – vieles im Jahr 2012 war zu Recht kritikwürdig. Sei es die inkonsequente und immer wieder sich selbst revidierende oberste Frau des Landes, die „Hü!“ sagt und „Hott!“ meint, Deutschlands Ansehen im Ausland ebenso wenig verbessert hat wie unser Außenminister Westerwelle, und von Innenpolitik gar nichts wissen will, alle Staaten zum Sparen auffordert und selbst die Staatsverschuldung vorantreibt, oder seien es die Katastrophen, Ereignisse und Sterbefälle, Jubiläen und Unternehmenspleiten, die jedes Jahr dazu gehören – alles wurde angesprochen und kommentiert, auf die eine oder andere Weise.

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Abstrus und aberwitzig – Sterbeberger Stadtzombie wird zum Güllegott

sarg_0003„Der boshafte Verblichene“ formally known as Fritz Plaschke findet einfach in seinem Klärgrubengrab keine Ruhe. Im zweiten Buch der makaberen Reihe um den cholerischen Untoten findet er immer wieder einen Weg und einen Grund, seinem durchgeweichten Presspappesarg unter dem Fäkaltümpel der offenen Klärgrube Sterbebergs  zu entsteigen und das Städtchen und seine Bewohner aufzumischen. Hier in Sterbeberg-Trauerfeld, der Zeitschrift grab_0005„Schöner Sterben“ zufolge die Heimat des Erlebnissterbens schlechthin, wo die Sterbeberger Friedhofsschwalben schon mal Livekonzerte auf Beerdigungen geben und das Dahinsiechen noch Format hat, buchen Zu-Ende-Lebende bereits Wochen vor ihrem letzten Atemzug ihre Grabstätte.

Das hatte auch Plaschke gemacht, doch durch widrige Umstände wurde der potenzielle Grubenschläfer in der frisch ausgehobenen Klärgrube in einer Ecke des Friedhofsgeländes beigesetzt. Grund genug für eine geisterhafte Abrechnung mit den geizigen Bestattern und seinen Hinterbliebenen.  Welche Rolle dabei ein Gullitunnel spielt und wen er alles fasziniert, schockiert, erschreckt, hereinlegt und konfrontiert – das steht in Band 2 der Reihe „PLASCHKE UND DER GULLITUNNEL“. 

( Anmerkg. Links folgen, Buch ist derzeit auf bx in Bearbeitung und daher nur für bx-Freunde sichtbar)

Schubladendenken in der Literatur

Verlegte Erstlingswerke von jungen, noch unbekannten Autoren erzeugen nicht selten auch seitens des Verlages eine gewisse Erwartungshaltung für die Zukunft: Beginnt hier schon das oft als typisch deutsch charakterisierte Schubladendenken? Was, wenn der Autor nun auch in anderen Genres zur Höchsform aufläuft – spielt der Verlag da in jedem Fall mit? Wer macht da am Ende Kompromisse – nur eine Seite? Der Autor?

Nun fehlt mir selbst die Erfahrung, das aus eigener Sicht beurteilen und erklären zu können. Es gibt aber nicht wenige Schriftsteller und Autoren, die sich in „ihren“ Genres etabliert haben, zu Hause fühlen und denen sich diese Frage daher so nicht stellt. Ohne die Kategorisierung der verschiedenen Schreib- und Erzählstile würde ein wichtiger Gesichtspunkt zur Strukturierung der Literaturlandschaft fehlen. Darin sind sich viele der Schreibenden scheinbar einig.
Aber wie hält es die einzelne Person mit den Genres – werden Texte den Genres (und damit vielleicht den Verlagsvorgaben) angepasst? Oder spielt tatsächlich die Wirkung und die Qualität der Werke die übergeordnete Rolle?
Wer in welcher Sparte und mit welchem Genre Erfolg hat, entscheidet immer noch die Qualität. Autoren, deren verschiedenste Werke verlegt werden und auf dem Buchmarkt präsent sind, müssen es sich dann wohl auch künftig gefallen lassen, dass der Leser durch die Verkaufszahlen die Prioritäten setzt und so im Laufe der Zeit möglicherweise ein Genre favorisiert.

Immer wieder traf ich bei Nachfragen und dem Sammeln von Wortmeldungen auf die Aussage, dass Autoren während des Schreibens zumindest nicht bewusst an das Genre denken. Die Entscheidung für einen Erzählstil wird nicht selten aus dem Gefühl heraus getroffen und letztendlich der Handlung, dem Inhalt und einer eventuell im Werk enthaltenen Botschaft untergeordnet. So findet so mancher Schreiberling sein Lieblingsgenre. Und letztendlich steht es ihm frei, mit verschiedenen Genres an verschiedene Verlage heran zu treten. So gesehen ist das Schubladendenken in der Literatur, auch wenn es manche Schriftsteller und Autoren immer wieder beschäftigt, nicht viel mehr als der Versuch einer strukturierten Katalogisierung nach Rubriken, um so als Orientierungshilfe für den Leser zu dienen.

Und das ist auch gut so. Denn mit diesem Gedanken im Hinterkopf schreibt es sich nochmal so gut über Genregrenzen und antikreatives Schubladendenken hinweg.


Adventsphobie und Weihnachtsallergie

engelAuf jeder zweiten Webseite, in jedem Portal weihnachtet es derzeit. Ich entziehe mich dem, soweit es mir möglich ist und meine Umwelt das zulässt, so wie ich die Verandatür nachts, denn dieser Tage ist es nachts kälter als draußen. Das soll heißen: Ich vermeide hier weitestgehend das jinglebellen und das christmassen und versuche in gewohnt eigensinniger Abart meine Ein-, Aus- und Abdrücke per Blog zu widerspiegeln. Und dazu muss ich nicht raus in die Kälte; naja, nur manchmal, um am Telekomkasten die Sicherung wieder reinzudrücken…

Schließlich muss ich meine oben genannten Wehwehchen auskurieren… Immerhin habe ich heute mein weißes Auto vom Schnee befreit – Notiz an mich: Schwarz fällt besser auf unter den Schneemassen. Wenigstens mit Rallyeband könnte ich die Karre bekleben…Je oller, je proller. Nach getaner Arbeit bete ich, dass Pan Tau sich mit seinem Fön des Schnees annimmt und ihn vor Gram möglichst bald zerfließen  lässt….

Bis dahin hänge ich erstmal die Billiglichterkette über meine Kunststoffpalme und mixe mir einen Südseedrink mit eindeutig zweideutigem Namen.  Happy New Year, Miss Sophie, und – Aloha hee. -dh-

Mit Kaffee, Licht und Internet

zeitgtasseEin knappes Drittel der Bundesbürger besucht regelmäßig Öffentliche Bibliotheken. Das zeigt die aktuelle Nichtnutzungsstudie des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. und der Stiftung Lesen. Für die Verantwortlichen ist das Erfolg und Herausforderung zugleich.

Kurz vor Weihnachten lesen sich die Empfehlungen, als wären sie für eine Wunschliste geschrieben: Neue Bücher – auch elektronische – stehen da, CDs und DVDs sowie Computer und frische Farbe für eine Renovierung. Diese Auflistung stammt nicht von artigen Kindern. Sie findet sich in der aktuellen Studie zur Nichtnutzung Öffentlicher Bibliotheken: Mit Investitionen in diesen Bereichen könnten diese neue Nutzergruppen erschließen, heißt es.

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Tannenbäume sind teuer…

..und werden sowieso im nächsten Jahr als Heizmaterial gebraucht, wenn die Heizkosten steigen. Und bis zum Weltuntergang tut es auch ein kleiner Tannenstrauch, danach werden die Weihnachtsbäume eh´billiger.  Deswegen habe ich mich nicht in Unkosten gestürzt und einfach sowas hier zusammengezaubert. Reicht auch. Lasst erstmal in Ruhe die Welt untergehn. Oder glaubt ihr dran, dass Tim Benzko sie rettet?  Ich nicht…. Irgendwer wird uns dann schon die Tannenbäume hinterher räumen. Und wer nach dem Weltuntergang die Heizkosten kassiert – das werden wir sehen. Der Klimagipfel in Katarr hat also ungeachtet des nahen Endes  allen Ernstes über die Erderwärmung nachgedacht… und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes auf die lange Bank geschoben…..Also ist es auch nach der Apokalypse immer noch erlaubt, Tannenbäume zu verheizen… 🙂

Nikolaus brachte gute Nachricht

Bild: anubis46@deviantart
Bild: anubis46@deviantart

Demnächst wird meine Domain (dirkharms.de) wieder funktionieren. Dann werde ich endlich die Mailadresse mit meiner eigenen Domain im Namen wieder nutzen können. Und vermutlich wird dieses Blog hier dann entweder einfach so gelassen oder sogar gelöscht.  Der Serverumzug macht, wie ich heute am Nikolaustag erfuhr, große Fortschritte.  Ansonsten hatte ich heute neben einigen Naschereien auch eine Mischung aus Schneewasser und Fußschweiß in meinen Schuhen –  das natürlich vor allem, nachdem ich sie auszog.

Ich hoffe, ihr hattet auch einen fleißigen Nikolaus…:-)

Sekte oder Selters – Jehova 2.0

Schutow03 fenster blickAm 21.Dezember geht also die Welt unter. Soso. Und? Sind wir noch zu retten? Lohnt es sich dann überhaupt noch, bis dahin den Müll runter zu bringen? Wenn dann sowieso alles vom Universum verschluckt wird und im All verglüht, warum soll man dann frisch gewaschen und gescheitelt dem Ende der Welt ins glühende Auge blicken – inmitten einer aufgeräumten blitzsauberen Wohnung? So oder ähnlich denke ich gerade, als es klingelt – und zwei fleischgewordene Rollkragenpullover möchten mit mir über Gott und die Welt reden. Das ist meine Chance, denke ich aufgeregt- die wollen mich in ihren Kreis aufnehmen, dann komme ich um den Untergang herum, bestimmt…Sollte ich am Ende doch auch einer der Auserlesenen sein? In ihrer Gemeinschaft übersteht man bekanntlich jeden Weltuntergang, also warum nicht auch den diesjährigen – und warum nicht auch ich?

„Ja, redet mit mir über Gott und die Welt“, bitte ich sie aufgeregt, füge ein „Hare Krishna“ hinzu und lächle mein bestes Sonntagslächeln. Die Beiden blicken mich verdutzt und völlig überrascht an. Damit hatten sie nicht gerechnet. So kann ich dem Weltuntergang entgehen, das ist die Verheißung, ich sehe Licht am Ende des Tunnels! Die Rettung naht….Und während der eine Staub saugt, wäscht der andere meine Wäsche, danach staubt er die Regale ab, während der eben noch Staub saugende Rollkragen-Jehova von mir auf den Abwasch aufmerksam gemacht wird…Und nebenbei reden sie mit mir über Gott und den Weltuntergang, und auch für mich gäbe es eine Rettung, ich müsse mich ihnen nur anschließen… Und während sie erzählen, putzen sie Fenster, hängen die Wäsche auf, bringen den Müll raus, machen mein Bett…Warum auch nicht?

Man muss doch seine Wohnung in aufgeräumtem und sauberem Zustand Bdtx6mECcAA-BWjverlassen, oder? Und sollte ich inmitten meiner neuen Gemeinschaft dann wirklich den Weltuntergang überleben, na schön: Dann soll es sich die Apokalypse eben in meiner sauberen Wohnung so lange gemütlich machen. Aber wehe, die Wohnung ist auch nur ein bißchen dreckig, wenn ich nach dem ganzen Bohei wiederkomme!!

Wie lange dauert eigentlich so ein Weltuntergang? Kann ich hinterher meine Mitgliedschaft bei den Saubermännern mit dem Rollkragen beenden? Oder gehe ich durch meine Errettung vor dem Ende der Welt irgendwelche finanziellen Verpflichtungen ein, etwa ein lebenslanges „Wachturm“- Abo? Wer weiß da Näheres? Also ich dachte, ich frage lieber jetzt schon, nachher ist es ja zu spät, ich meine, dann ist ja keiner mehr da….Die Maya haben ja schon vor Jahren die Kurve gekratzt, diese Feiglinge….

 

Nun geht es los – ich werde gedruckt.

Diese Anthologie erschien im November 2012 beim net-Verlag. Zum Bestellen – auf die Abbildung des Covers klicken!

Der Reigen meiner Veröffentlichungen ist nun  – mal abgesehen von diversen ebooks auf bookrix- endlich eröffnet. Für´s Erste freue ich mich über  den Abdruck eines Gedichtes im Rahmen einer Ausschreibung in der Anthologie „Gedichte, Gedichte, Gedichte“, die im net-Verlag als Printausgabe erschienen ist. ( Siehe Cover-Abbildung)  

Der Herbst ist die Jahreszeit der fallenden Blätter. Das kann ich bestätigen. Ich muss nur mal auf den Teppich unter meinem Schreibtisch und in den Papierkorb gucken. So viele Blätter… Da ich zu Hause schreibe, nennt sich das wohl Schreibhauseffekt…:-)

Dann werde ich wohl nicht darum herum kommen, mir einen e-Reader zuzulegen. 🙂 Gerade hörte ich im Deutschlandradio, dass eine bayerische Vampirgeschichten-Autorin  770.000 Dollar allein über den Download ihrer e-Books in den USA verdient hat. Na, wenn das nicht anspornt…. Aber als Schreiberling, Kritzelfink und Autor will ich ja helfen Herzen mit Freude, Hirne mit Kopfkino und Bücherregale mit guten Büchern zu füllen, soweit es in meiner Macht liegt. Bei der heutigen Energiesparhysterie kann ich mir jedoch nicht vorstellen, dass so ein Kindle-Nerd seine Regale mit akkubetriebenen E-Bookreadern vollstellt. Was will er denn unter seinen wackelnden Couchtisch legen? Womit will er dann im Sommer  nervende Mücken erschlagen?

Damit hier keine Missverständnisse entstehen: Ich mache das natürlich nicht mit Büchern. Neeeeeiiiiin…*kopfschüttel*  Ich nehme dafür nur Tageszeitungen, und zwar ausschließlich alte Ausgaben nicht mehr erscheinender, weil pleite gegangener Blätter. Die sind auch viel sanfter beim Insektentöten als so ein Nachschlagewerk, welches man, wie der Name schon erkennen lässt, auch erst beim zweiten Versuch benutzt. Das gehört sich so. -©dh-

die erklärung manchen dinges aus sicht eines schreiberlinges