Bildgedichte (1)

Foto:(c)René Deter

Auf dem Brocken

Sie scheinen fast in die Schlucht zu kippen:
Schiefersteinartige Gipfelklippen
Als Hexenkanzel und Teufelsaltar
Kennt man sie schon so manches Jahr.

Wenn ich das Haupt des Brockens erstürm´,
Thront stolz dort dieses Gesteinsgetürm
Produkt aus Schiefer und alten Sagen
Geheimnisumwittert an nebligen Tagen

Bestaunt von Touristen, die hier und da zweifeln:
Gab´s wirklich Hexen hier? Was ist mit Teufeln?
Und zu Helloween – immer einmal im Jahr
Schwärmen sie wieder  vom Teufelsaltar.

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Mini Bibel

Foto: (C) Autorengemeinschaft VAseB

Das Buch der Bücher, hier ganz klein
passt so in jede Tasche rein
ob Talismann, ob Glückssymbol –
es spendet Trost, das weiß man wohl.

Die Größe weiß zu überraschen:
So passt es in die kleinsten Taschen.
Doch nun genug mit all dem Lob:
Zum Lesen braucht´s ein Mikroskop.

Schreibblog als Alternative zu Self-Publishing-Plattformen?

Bloggen kann nur ansatzweise eine Alternative zu großen Community-Portalen sein, wenn es um Self-Publishing von Texten geht. Der Bekanntheitsgrad steigt um ein Vielfaches in kürzester Zeit auf Communities wie bookrix und co – im Gegensatz zu einem Blog, welches intensiver und zeitaufwändiger Pflege bedarf und immer nur einzelne Follower zu generieren vermag.

Andererseits macht der Kommentator eines Blogposts seinerseits den Anfang, indem er Kontakt mit dem Autor aufnimmt und wird so schon mal ein begründetes, wie auch immer geartetes Interesse haben – was bei der mannigfaltigen Zahl von Community-Usern schwerer zu kontrollieren und zu überschauen sein dürfte.

Gezieltes Marketing vermag durchaus auch, entsprechende Zielgruppen zu einem Blogpost zu bringen – oder dazu, diesen wenigstens zu lesen – so dass ein gut vermarkteter Blog, mit dem man übrigens auch Geld verdienen kann, durchaus eine Überlegung für manchen Hobby-Autoren wert sein sollte. Allerdings entscheidet hier dann das Marketing, und das Kontaktknüpfen war nie so leicht wie derzeit in Social Networking Communities a lá Facebook, Twitter und Co….

Daraus folgt, dass sich auch beides ergänzen kann, auf die Art der Nutzung kommt es an und die Mischung macht´s…

Wer nicht hören will, muss lesen!

Immer wieder versuchte ich vergebens, ein Hörbuch in meiner virtuellen Bibliothek bereitzustellen. Der Upload wurde abgebrochen. Also lud ich das Buch in geschriebener Form hoch – und siehe da: Meine Geschichte fand so doch noch den Weg in die Online-Welt. Aus Spaß produzierte ich eine MP3-Datei, indem ich den Hörbuchanhörern erzählte, sie mögen doch lieber lesen statt hören, gab der Aufnahme einen spannenden Titel, versuchte diese als Hörbuch hochzuladen – und es funktionierte.

Allerdings klickte scheinbar niemand diesen Wort gewordenen Etikettenschummel an. Hm… Deswegen lasse ich nun die Finger von Hörbüchern. Das schont meine Stimme, meine Nerven und überhaupt… Vorlesen kann ich später immer noch, wenn es Publikum gibt, welches live zuhört. Bitte nicht lachen! Man wird doch nochmal träumen dürfen, oder?

Reimt euch doch ins Knie!!

In meinem Stadtteil findet am 15.Nov. eine Lesung selbstgeschriebener Texte statt, las ich neulich in der kostenlosen Stadtteilzeitung. Dort kann man auch eigene Werke vortragen, aber es stehen wohl schon Autoren und Autorinnen fest, die dort lesen. Nun, ich beschloss diesen Termin mit Ignoranz zu strafen, da ich auf ein eingesendetes Gedicht mit der Bitte um Abdruck – es würden ja ständig Gedichte gesucht, las ich nun schon mehrfach in verschiedenen Ausgaben – keine Resonanz bekam. Darüber kann ich nur lachen… Ätsch: das habt ihr nun davon, ihr Provinzreporter!

Und da meine Abwesenheit am 15.11.12 noch nicht Strafe genug ist, schreibe ich nun auch noch darüber. Nicht, dass ich darüber weiter nachdenken oder mich gar grämen würde: Aber eins wollte ich schon immer mal schreiben, und hier passt es:   Hihihi, reimt euch doch ins Knie! 🙂

Meine To-Do-Winterliste

In diesem etwas kürzeren, nur bis zum Weltuntergang im Dezember andauernden Winter werde ich mehr Kaffee als Glühwein, mehr Tee als Punsch trinken, wenn die dunklen und trüben Tage über uns hereinbrechen, was ja nunmehr schon losgeht – und wir haben erst Anfang Oktober. Wegen der Gesundheit.  Ist es nicht beruhigend, wenn man der Apokalypse bei einem Cappuccino oder Latte Macchiato in aller Seelenruhe zusehen kann, weil man eine gesunde Leber hat? Vielleicht kriege ich bis dahin noch meinen Nagelpilz und paar überflüssige Pfunde weg – falls ich schnell laufen muss am 21.Dezember, was ja sein könnte. Das ist schließlich mein erster Weltuntergang. Ach, und dann muss ich vorher nochmal tanken ( Benzin wird hinterher teurer, hab ich gelesen) und Wasser in die Badewanne lassen – falls die Wohnung brennt…Weihnachtsgeschenke kann ich auch noch hinterher kaufen – vielleicht kann man dann sogar einige Schnäppchen ergattern. Hoffentlich gehen nicht so viele Tannenbäume drauf, die sind eh´schon viel zu teuer…Ärgerlich, dass man vor einer Apokalypse so viel zu bedenken hat und hinterher den ganzen Mist wieder aufräumen muss…

Politisches: Im Schleichgang Richtung Wahlen

Kolumne zur (P)Lage der Nation, Mai 2012.Der Nahe Osten aus Sicht der alten Bundesländer ist ja nichts anderes als Neufünfland, also MV, Brandenburg,Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt. Dort, wo jedes Jahr ab Mai zumindest überall die Landschaften blühen, ganz wie der Einheitskanzler Kohl das vorausgesagt hat, profitiert man immer noch vom Aufbau Ost, was einige Regionalpolitiker insbesondere jenseits des Weißwurschtäquators, aber auch nördlich davon noch immer in Rage bringt. Politisches: Im Schleichgang Richtung Wahlen weiterlesen

Auch das noch – Kein HANF im Glück in Stralsund

av-misc114Anfang Februar 2012 wurde einem 21-jährigen Stralsunder der Wunsch nach Anerkennung zum Verhängnis. Das von ihm in Facebook eingestellte Bild seiner gezüchteten Hanfpflanze wurde bestaunt – jedoch auch von einem Kriminalisten! Der Ermittler des Kriminalkommissariats Stralsund fühlte dem jungen Hobbygärtner kurz darauf auf den Zahn. Während der Vernehmung beteuerte der Ersatz-HANFrey Bogart, die Pflanze nicht wegen der wirkungsvollen Blüte gezüchtet zu haben, sondern als reine Zierpflanze. Ja sicher.

Wie sang ein bekannter Politiker einst ( dank Stefan Raab): „Gebt das Hanf frei!“ Quelle: PI HST

Kommentar zur Neujahrsansprache 2011

Kommentar. Wieder haben – zusammen mit allen anderen Nationen der Welt – auch wir Wende-erfahrenen Deutschen eine Wende hinter uns gebracht- eine Jahreswende. Ob das auch eine Wende zum Besseren wird, bleibt abzuwarten. Es wird ein schweres Jahr, so Angela Merkel in der Neujahrsansprache, aber wie schwer kann es eigentlich z.B. aus der Perspektive eines für 5,-€uro/Stunde arbeitenden,aufstockende Sozialleistungen beziehenden Steuerzahlers noch werden, der kein Geld für irgendeine private Altersvorsorge hat?

Da sagte die Kanzlerin also mal wieder etwas, was der schon längst wusste. Es wird schwer müsste für ihn heißen: Es bleibt schwer. Das ist symptomatisch dafür, wie die Politik in ihrer Lernfähigkeit und in ihrer Erkenntnisgewinnung hinter ihren Bürgern herhinkt. Wieder mal hat die Kanzlerin Probleme und Herausforderungen beim Namen genannt und bereits Erreichtes gewürdigt. Das reißt niemanden mehr vom Stuhl. Mal im Ernst: Gab es wirklich jemanden, der von der Neujahrsansprache auch nur Lösungsansätze oder ein dargelegtes klares Konzept erwartet hat?

Immerhin: die Richtung wurde vorgegeben -Tenor der Ansprache war „Da müssen wir gemeinsam durch“ Gemeint war nicht nur das neue,schwere Jahr 2012. Auch die Schuldenkrise. Aber dererlei Motivationsgelaber verschleiert nur einmal mehr, dass auch Angela Merkel noch kein Konzept für ein wirklich souveränes Krisenmanagement in der Schublade zu haben scheint. Immer nur nach der Devise „Schaunwe mal“ zu re(a)gieren, statt zu agieren, nachdem wieder ein Kind in den Brunnen gefallen ist, macht die Politik manipulierbar und immer mehr von der europäischen Finanzwelt, allen voran Banken und Börse, abhängig.

Eine Kreditklemme für Unternehmen könnte die Folge sein, wenn zum Beispiel die Banken sich schwer damit tun, ihr einmal erwirtschaftetes Kapital wieder aus den Händen zu geben und zu re-investieren. Fast könnte man meinen, sie trauen dem Rettungsschirm nicht. Anzeichen dafür gab es 2011.

Bange machen gilt nicht – Das Jahr 2012 ist kein Gespenst.

Nicht zuletzt auch darum muss Angela Merkel endlich aufhören, mit den bevorstehenden nächsten Wahlen im Blick sich in abwartender Geduld zu üben. Es wäre schön, wenn sie mit dieser überparteilichen Tradition mal brechen würde, zumal die Menschen im Land auch aus dem Verhalten der Politiker lernen…. Und noch etwas: Gute Kommunikation hört auch nicht mit guter Rhetorik auf – es darf dabei ruhig auch um Inhalte und Ideen gehen. Sicher würden die Bürger, die ja auch die Wähler sind, einer Ansprache mit konstruktiven Denkanstößen sehr aufmerksam zu hören. Und sicher wäre die Opposition erstmal von berufswegen „dagegen“ – das kennt man ja. Meistens bleiben dann bei aller Kritik die Gegenvorschläge aus den Reihen der Opposition aus – aber auch das kennt man ja.

Aber stünde ein Konzept auch nur in Ansätzen als Diskussionsvorschlag zur Debatte, oder wäre eine klare Richtung in Sachen europäischer Finanzpolitik erkennbar – manch ein unterbezahlter Arbeitnehmer würde vielleicht Hoffnung schöpfen und eventuell sogar zur Wahl gehen. So gewinnt man Stimmen. Mit der Neujahrsansprache 2011 hat die Bundeskanzlerin die Chance leider vertan. -dh-

Ai Weiwei zeigt New York-Fotos in Berlin

Während meiner Stippvisite in Berlin war ich unter anderem in einer Ausstellung mit Fotos aus New York. Als Motiv für Bilder und Fotos mag ich diese Wolkenkratzer-Metropole sehr. Die Fotos, die ich mir in Berlin angesehen habe, stammen vom bekanntesten chinesischen Künstler der Gegenwart, AiWeiwei. Leider hat er kaum seine künstlerischen Werke fotografiert, ebensowenig wie die typischen Motive der Stadt New York. Aber bei näherem Hinsehen hat er mit seinem Blickwinkel sicher auch einen bestimmten darstellerischen Zweck verfolgt… Hier steht nun, wie ich die Ausstellung fand.

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Kein Westbild, aber Testbild – das waren noch Zeiten!

ggggggFrüher nannte ich ihn schwärmerisch Gernsehapparat, den Plastekasten mit einer Bildröhre drin, dessen dicker, nach außen gewölbter Bildschirm an eine eingebaute Glaskugel erinnerte weil sie stark gewölbt war und etwas nach außen vorstand. Aber heute, wo ich kaum noch etwas gern sehe, wenn ich fernsehe, kommt mir dieses mehrprogrammige Entertainment-Bankett voller drolliger Unterhaltungshäppchen und Spielfilmkrümelchen vor wie eine einzige Wiederholung. Dumm nur, dass die interessante Werbung immer von diesen Programmfetzen arglistig unterbrochen wird.

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die erklärung manchen dinges aus sicht eines schreiberlinges