Archiv der Kategorie: Verlag und Druck

„Shakespeare´s Enkel“ haben einen Buchladen

Dieser Buchladen für kleine und unabhängige Verlage,  der jüngst in Dresden eröffnete, und in dem VerlegerInnen selbst hinter der Ladentheke stehen, bietet bestimmt auch Chancen für talentierte Selfpublisher. Ich hoffe, dass dieser Beitrag, den ich vom Podcast der Webseite von DeutschlandfunkKultur habe, hier unter Nennung der Quelle urheberrechtlich veröffentlicht werden darf. (Schließlich ist er genauso auch auf der dortigen Seite hörbar)

Verlinkung und Reblogging zum Karina-Verlag

Habe einen interessanten Link mit einer PM ( Pressemitteilung) über den und vom Karina-Verlag gefunden. Deswegen möchte ich euch, meinen Bloglesern und -followern,  mit dieser Verlinkung den Verlag, mit dem ich auch immer wieder gern zusammenarbeite,  mal etwas näher vorstellen.  Ich habe dort bei verschiedenen Anthologien mitgearbeitet. Ein Taschenbuch mit einer schrägen Geschichte, die nichts für zartbesaitete Gemüter ist, wurde dort auch verlegt. 

Keine zweite Auflage für „Gespenster sind nicht feige“

anklicken und vergrößern!

Nach Rücksprache mit zwei Verlagen steht fest, dass die im Handel nicht mehr erhältliche Gespenstergeschichte nicht erneut aufgelegt wird. Mir lag zuviel an dem lustigen Abenteuer, als dass ich es nur digital und als Selfpublisher ins Netz stellen wollte, womöglich noch für 0,99€ oder so. Sie war beim Zuschussverlag SARTURIA® erschienen, der keinen Überblick über Verkaufszahlen und eingenommene Erlöse hatte und sich bei Anfragen dazu stur stellte. Nach wiederholter Nachfrage meinerseits flog das Buch unverzüglich und stillschweigend aus dem Programm wegen -Zitat – „Erfolglosigkeit“. Aber ich will die alten Kamellen nicht wieder aufwärmen.

Fakt ist: Die Geschichte hat mir auch einige Fans und viel Lob eingebracht. Es gab sogar jemanden, der sie vertont hat, Mütter lasen sie ihren Kindern vor und gaben mir das begeisterte Feedback weiter – also kann sie so übel nicht sein.

Vielleicht lese ich sie selbst mal auf MP3. Dann würde ich sie theoretisch hier einstellen können. Erstmal aber bleiben die Abenteuer von Glibberbauch und Schlotterbein in Fiesland in der von mir vielzitierten Schublade.

Leseprobe auf BookRix jetzt für alle

Auf der Suche nach Feedback ist mir kein Weg zu seltsam – deswegen habe ich die 12 Kapitel der Geschichte jetzt für alle, auch für nicht BookRixler freigeschaltet. (Exklusivität kann ich mir bei meinen Verkaufszahlen nicht leisten.) Aber Obacht:  Spätestens Ende der Woche endet die Freischaltung.  Dann gibt es wie nun mehrfach schon angekündigt, die ganze Geschichte als Buch und e-book käuflich zu erwerben.

Letzte Bemerkung vor Druck des Leuchtturmkrimis

Selten entsteht einer meiner Texte aus einem konkreten und detaillierten Plot heraus. Beim Schreiben pflege ich mehr auf mein Bauchgefühl zu hören und schreibe so, dass ich Spaß dabei habe. So ist das vorliegende Resultat der Leuchtturmgeschichte auch nicht so vertrackt und verstrickt, dass jede kleine Begebenheit später irgendwo noch nachträglich einen tieferen Sinn erhält. Vielmehr soll es ein Gesamtblick in jene Zeit sein, so gut und so schlecht es eben aus dem Bauch und der Erinnerung heraus geht.

Irgendwann später mache ich mir Gedanken zur Handlung, wobei ich manchmal meine ursprüngliche Absichten und Prioritäten durchaus zu ändern pflege.

Der Klappentext entstand dummerweise schon sehr früh, was das Risiko einer notwendigen Überarbeitung maximiert hat. Wie ich gerade merkte.

Unabhängig davon geht die Geschichte in der kommenden Woche nun in Druck. Ich will sie endlich weg haben. Deswegen werde ich sie selbst herausbringen und dann das Tempo bei den nächsten Projekten mal etwas anziehen. Also, nur dass wir uns richtig verstehen: Richtig beendet worden ist „Bevor die Welle bricht“ schon von mir.
Aber eben mit ziemlicher Verspätung.

Protagonistische Neuschöpfung

Anlässlich einer bevorstehenden Anthologiebeteiligung meinerseits habe ich die Ehre, die Geburt eines neuen Protagonisten bekannt zu geben. Wie er heißt, steht in der Überschrift der Kurzgeschichte. Er trägt einen Doppelnamen, avancierte vom ABV in der DDR zum Pförtner in Scotland Yard und löst aus Versehen einen Mordfall. Na, wenn das keine Vita ist. Mehr dazu spätestens in der Adventszeit ( muss etwas recherchieren) in der Kurzgeschichte „Ein Knochenjob für Jochen-Bob“  Aber was viel wichtiger ist: DAS hier ist die Anthologie-Ausschreibung:

Marketingüberlegungen und Spendenidee

Angesichts des schleppenden bis stagnierenden Verkaufes meines oben abgebildeten Buches hinterfrage ich für mich gerade die Ursachen. Nun existierten ja bereits mehrere kürzere Varianten der Geschichte längere Zeit im Netz. Das mag dazu geführt haben, dass die „wahren Interessenten“ sich schon beizeiten an der Story sattgelesen haben. Auf einer Live-Lesung (meiner allerersten, siehe Foto)) wurde die Geschichte noch mit „Was möchten Sie hören, wenn Sie tot sind?“ angekündigt.  Diese nicht so günstigen Voraussetzungen führten vielleicht dazu, dass das (erst nach Jahren) erschienene Taschenbuch im letzten Quartal nur sieben Mal, davon nur einmal direkt über den Verlag verkauft werden konnte. Bis jetzt.

Na gut, ich habe nie den Anspruch erhoben, mehr als ein Hobbyautor zu sein. Demzufolge wäre es vermessen, von diesem meinem Hobby, dem Schreiben, leben zu wollen. Würde ich das ernsthaft anstreben, müsste ich mehr Zeit und Ehrgeiz investieren. Dennoch ist sicher jeder Autor auf seine Werke stolz und wähnt sich auf gewisse Weise am Ziel, wenn seine Bücher  (wo auch immer) gekauft werden und er etwas Honorar verdient.

Also, NOCH ist das Buch im Karina-Verlag erhältlich … Gern versende ich auch portofrei Leseproben, das sind drei verschiedene Textstellen aus dem Buch auf ca 20 Seiten, und das ganze als gedrucktes Heft mit inneliegender Bestellkarte. Das Buch selbst ist mit 8,90 € vergleichsweise günstig und dient sicherlich der (Lachfalten-)Bildung.  😉  Hinzu kommt, dass ich in diesem Fall mein Honorar dem Karina-Verlag für wohltätige Zwecke zu spenden beabsichtige, da er sich für Gewaltopfer in Österreich und Deutschland engagiert. Gern würde ich hier bald eine Summe als Spende nennen können, die der Verkauf des Buches eingebracht hat.

Auf der Verlagsseite gibt es auch weitere liebevoll gestaltete Bücher und Anthologien, die sehr kurzweilig und spannend geschrieben sind. “ RESPEKT FÜR DICH – Autoren und Autorinnen gegen Gewalt“ lautet das Motto der Anthologiereihe „Jedes Wort ein Atemzug“ mit Geschichten aus aller Welt. Zu der Reihe gehören ebenfalls nach Genres sortierte Krimi-, Reise- und mystische Geschichten. Daneben finden sich auch ein Gemeinschaftsprojekt als Triologie, an deren 3 Bücher jeweils sechzig Autoren mit je einem Kapitel beteiligt waren und es so in beispielgebender Zusammenarbeit schafften, Hochspannung und Tiefgang in einen packenden Fortsetzungs-Thriller zu packen.  Teil1:“ Vergessene Flügel“, Teil2: „Verborgene Flügel“, Teil3 „Vollendete Flügel“

Es ist müßig zu erwähnen, dass ich hier und da in den Anthologien auch mitgewirkt habe. Nähere Infos dazu finden sich unter „Veröffentlichungen“.

Self Publishing heißt auch Selbstmarketing

Das ist sicherlich keine neue Erkenntnis und eine Erfahrung, die viele im Eigenverlag veröffentlichende Autoren auch immer wieder machen: Wenn ihr Buch bei den Händlern gelistet ist, dann muss es irgendwie der Öffentlichkeit nahe gebracht werden.  Die sozialen Netzwerke sind nur ein Instrument, mit welchem Marketingmaßnahmen wie Lesungen und Händlerakquise publik gemacht werden sollten. Hilfreich ist es immer, wenn Buchhandlungen nicht nur virtuell, sondern auch ganz real einen Platz in ihrem Verkaufsregal zur Verfügung stellen – sei es auf Kommission, für eine zunächst vereinbarte Dauer, oder zu anderen auszuhandelnden Konditionen.

Bisher habe ich aus Zeitgründen kaum Marketingaktivitäten unternommen. Als Autodidakt schreibe ich derzeit in meiner Freizeit. Da ist die Chance, systematisch und ausdauernd auf Erfolg hinzuarbeiten, aufgrund der begrenzten Freizeit relativ gering. Dennoch ist Selfpublishing für gute Autoren die Chance, auf diese Weise und über diesen Weg an Kontakte zu Verlagen zu kommen, ohne dauernd unverlangte Manuskripte an vermeintlich erfolgreiche Verlagshäuser zu senden und dann Monate oder Jahre lang auf irgendeine Reaktion zu warten. Auch und gerade wenn es kleine Verlage sind, ist  das ein besseres Verkaufsargument und wirkt seriöser für Buchhändler und Leser gleichermaßen , die man für das Werk später zu begeistern gedenkt.

Wiedererkennungswert: Selbstveröffentlichungen werden künftig wieder meine Initialen tragen

Texte und Ideen, die man als Autor auf Gedeih und Verderb nicht verändern, den Lesegewohnheiten der Leser anpassen oder nach Vorstellungen

 

eines Verlages umsetzen möchte, weil einem viel an ihnen liegt, eignen sich gut für eine Selbstveröffentlichung.  Lyrik zum Beispiel ist leider immer noch ein Stiefkind auf dem Büchermarkt.  Bis auf wenige Ausnahmen reagieren Verlage sehr wählerisch und  veröffentlichen nur wenige Lyrikbände.

Vernetzt zu sein, das bedeutet, dass man als Autor  von wie vielen Schreiberkollegen und Lesefans auch immer – nachund nach zumindest wahrgenommen wird. Kritik bleibt nicht aus, aber man hat so den Grundstein für einen gegenseitigen Austausch gelegt – viel mehr anfangs noch nicht. Nach und nach erst ergibt sich daraus zum eigenen Erstaunen das Eine oder Andere: Kontakte, neue Ideen, gemeinsame Projekte, erste Stammleser.

Und ich bin sicher, dass (auch renomierte) Verlagshäuser hin und wieder online gehen und die Selfpublishingszene beobachten. Dass man eines Tages aufwacht und bekannt ist, wird so sicher nicht passieren. Es ist ein langsamer Prozess dahin, ein langer Weg. Für viele wird er niemals enden – aber wer sagt denn, dass ausgerechnet man selbst nicht irgendwann mal ans Ziel gelangt?

 

Insel-Premiere besonderer Art – 1. Rügener Buchmesse steht bevor

regal001Deutsche und österreichische Autoren und Verlage treffen sich erstmals am 27. und 28. Mai in Prora auf Rügen zur „Rügener Buchmesse“. Im dortigen Naturerbe Zentrum steht die Veranstaltung unter dem Motto „Buch und Baum“, wie die lokalen Medien vor wenigen Tagen berichteten. Die Rügener Autorin und Verlegerin Janet Lindemann zeichnet für die Organisation verantwortlich und wird mit ihrem Inselkinder Verlag natürlich vertreten sein. Ein weiterer Rügener Autor – der Tourismuskaufmann Frank Meierewert unterstützt sie bei den Vorbereitungen.

books-608984_640Bereits Ende Januar gab es schon mehr als 30 Aussteller für die Messe. Die Organisatoren freuen sich über ein lebhaftes Interesse verschiedenster Verlage. Neben großen regionalen Verlagen – genannt wurden der Hinstorff-Verlag und der Demmler-Verlag, sind auch Verlage und Autoren anwesend, die Belletristik, Mystery, Krimis, aber auch gesellschaftskritische Themen präsentieren werden.

Die Messe will vor allem weniger bekannten Autoren ein Podium bieten, um sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und ihre Bücher zu präsentieren und direkt verkaufen zu können. Marketing und Vertrieb erfordern einen finanziellen Aufwand, den zu leisten viele von ihnen nicht imstande sind. Der Eintritt zur „Rügener Buchmesse“, die an beiden Tagen von 10-18 Uhr geöffnet sein wird, ist frei. Inzwischen dürften allerdings nur noch wenige Tische frei sein – wenn der letzte vergeben ist, endet die Anmeldefrist automatisch. Außer unter oben genanntem Link können sich interessierte Autoren und Verlage auch per Mail  (janet(minus)lindemann(at)t(minus)online(Punkt)de)  informieren oder anmelden – soweit noch Plätze vorhanden sind.

Quelle: „BLITZ AM SONNTAG“ 29.1.2017, S.4

Das AUS für Glibberbauch und Co.

Die aus meiner Feder stammende Gespenstergeschichte „Gespenster sind nicht feige“ wird für längere Zeit nicht mehr im Handel und im Netz erhältlich sein. Vor einigen Monaten hat SARTURIA stillschweigend entschieden, sowohl das Buch, als auch mich als Autor aus ihrem Programm zu nehmen. Als Gründe führte ein Sprecher mangelnde Aussichten auf Erfolg und fehlende Förderwilligkeit meinerseits an. Es mangele mir an Engagement.

Ob und wann das Buch erneut erscheint, weiß ich nicht. Nach Abschluss des jetzigen laufenden Buchprojektes werde ich von weiteren Veröffentlichungen online und in Verlagen vermutlich erstmal Abstand nehmen.