Archiv der Kategorie: Schreibgedanken

Erste Kurz-Lesung als MP3 geplant

Zunächst wollte ich eine Umfrage starten und fragen, woraus ich lesen soll. Zur Wahl hätten folgende Werke gestanden:

  • Gedichte
  • Der Boshafte Verblichene
  • Bevor die Welle bricht (in Arbeit)
  • Gespenster sind nicht feige
  • Es begann mit einem Anruf (Neu überarbeitete Version von „Der Anrufer“)
Arbeitsversuch für ein zukünftiges Buchcover

Jaja, ich weiß, momentan macht eher der Autor (und nicht mal eines seiner Werke) einen überarbeiteten Eindruck. Welche Geschichte ich euch hier am Ende auftische – ich weiß es noch nicht. Ich werde mal den Link dieses Postings auf FB verbreiten und dann mal schauen, ob jemand eine Meinung dazu hat. Falls nicht, entscheidet eben das Los. Oder ich verschiebe die Produktion eigener kleiner Hörbücher auf später.  Obwohl: Ich kann es ja erstmal offline versuchen und die Nachfrage abwarten.

Was taugen Buchempfehlungen von Autoren?

Diese Frage stellt sich mitunter deswegen, weil heutzutage (nicht nur)  Selfpublisher und Hobby-Autoren gut miteinander vernetzt sind und sich – z.B. auf Facebook oder Instagram – gegenseitig unterstützen, Projekte ( also gemeinsame Bücher oder Anthologien) zusammen realisieren  und mehr oder weniger aktiv auch Marketing betreiben.  Wem kam nicht schon mal beim Lesen einer

Buchempfehlung, einer begeistert klingenden Rezension, oder gar beim Lesen und Teilen der persönlichen Leseliste für den Urlaub der Gedanke, dass der Urheber dieser Lesetipps damit z.B. einem ihm nahestehenden Verlag oder einem Autorenkollegen und lieben Freund  einen Gefallen tun und ihn unterstützen möchte?  Präsentiert hier jemand seinen wahren Lesegeschmack, oder katzbuckelt er nur auf der Jagd nach dem senkrechten Daumen? Vielleicht ist es ja ehrlich gemeinte Hilfe, und unterstellen wir mal ein klitzekleines Quentchen ebenso ehrliche  Begeisterung.

Wie dem auch sei, das alles spricht nicht dagegen, trotzdem mal diese Tipps zu checken. Auf diese Weise hat schon mancher Zeitgenosse (s)ein neues Lieblingsbuch entdeckt.

Nichts fällt leichter, als einen Tipp auf Facebook oder Twitter zu teilen. Man teilt und verlinkt  und fertig.  Oft – und dabei erwische ich mich auch schon mal- geschieht das in aller Eile und kommentarlos. Notfalls noch ein freundliches Emoticon dahinter, und das war´s.  Diese kleinste gemeinsame Stufe der Empathie, ein kommentarloses Teilen, kann durchaus lieb und ehrlich gemeint sein.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Grenzen zwischen kalkulierendem Marketing und freundschaftlichen Lesetipps sind fließend, wie ich finde. Nicht alles muss so gemeint sein, wie es zunächst wirkt. Auf der Suche nach guten Büchern und hilfreichen Tipps ist mir die Absicht des Tippgebers ( oder des Weiterleitenden) egal.  Und wenn ich andererseits mal eben einen Buchtipp kommentarlos teile, dann in der Hoffnung darauf, dass vielleicht eine Person wenigstens mal einen Blick riskiert und sich eine eigene Meinung bildet.

Ja, gut: Meinetwegen darf sie meinem Tipp dann auch ein „Like“ verpassen.

 

Was das Schreiben betrifft …

,,, arbeitet es sich zunächst nicht schlecht mit der Autoren-Software, die ich mir da zum Testen heranorganisiert habe, weswegen ich auch nachts mitunter am Schreibtisch sitze. Noch ist Luft nach oben, was die Auslastung des Programms betrifft. Das wird sich einem Autodidakten wie mir erst nach und nach alles erschließen.  Ich mache mir selbst immer wieder zu viel zitlichen Druck und ärgere mich, wenn andere Pflichten mich von meinem Hobby abhalten.  Aber eines steht fest:  Dieser Tage werde ich die alte Fassung der ersten 12 Kapitel des DDR-Krimis offline nehmen,

Das war mal meine Facebookseite zu dem Buch

Die neue  Fassung soll wie gesagt nach Möglichkeit auch für Buchhandlungen jenseits des Internets bestellbar sein und muss daher sehr gut lektoriert werden.  Gut, dass die sinnvolle und hilfreiche Duden-Prüfungsfunktion dabei gute Dienste leistet. Allerdings ist das lediglich die Vorarbeit und ersetzt kein Lektorat. Aber ich bin und bleibe am Ball.  Den lasse ich mir auch von Jogis Jungs nicht wegnehmen.  Sollen die mal schön ihr eigenes Spiel verlieren.  Für mich gilt frei nach Sepp Herberger: Der Kulli schreibt blau, und eine Geschichte dauert 200 Seiten.  (Im Ernst, so viele werden es wohl.)

Aufrüsten in Richtung Professionalität

Nach einem Fehlgriff, den ich meiner unwissenden Unvorsichtigkeit zuordne, musste mein Rechner komplett neu konfiguriert werden. Man sollte eben nie verdächtige Dateien und plötzlich erscheinende Systempartitionen voreilig löschen. Gefühlt ca. 50 Prozent meiner Daten (hauptsächlich Musik, Coverbilder und Texte) hatte ich noch (nicht) als Backup gespeichert. Wenn schon von vorn, dann richtig: Auf Anraten einiger Autorenkollegen teste ich u.a.  nun Papyrus Autor, plane ernsthaft die Anschaffung des Programms und jage meiner persönlichen „To-Write“-Liste weiter unbeirrt hinterher.

Genug Zeit werde ich ab jetzt haben, weil und auch wenn ich eine zweite solche Liste abzuarbeiten habe, auf der ausschließlich Stellenausschreibungen stehen. Solche Nebensächlichkeiten wie Arbeiten und Geldverdienen halten mich jetzt also nicht mehr auf.  Diese Veränderungen hätten mich ruhig einen Tag früher ereilen können,  dann nämlich wäre ich wie geplant zu  einer Lesung von zwei tollen Autoren und Woandersmitschreibern  nach Hamburg gefahren.

Nächstes Projekt nach dem Leuchtturmkrimi

Gegenwärtig sammle ich Einfälle und bereite ein Büchlein mit Alltagslyrik vor. Habe aber gerade erst angefangen damit. Plattenbau-Weisheiten und Proletenreime   wechseln sich mit tiefsinnigen Betrachtungen ab, immer durchzogen von einem Augenzwinkern, einem Schmunzelvers und Lebensweisheiten, die Ihnen als Hartz4-Begünstigter kein Arbeitsvermittler in einem Job-Center  je verraten würde. Und der erste Cover-Entwurf offenbart schon einen rüüchtich motivierenden Titel, oder?  Mehr möchte ich noch nicht verraten. Ganz ohne Humor geht es also auch diesmal wieder nicht … So gerne, wie´s mir leid tut, aber manchmal kann man nicht anders, obwohl man so gern auch mal anders wär … dann wiederum denkt man ach,  was soll´s.  Reicht ja, wenn die Anderen anders sind. Bin ich eben wie immer.  Halt die einzige verlässliche Konstante in meinem Umfeld.  Wie jetzt, was für eine Tante?  KONStante. Das ist weder ein Mädchenname noch ein  weiblicher Verwandtschaftsgrad!  Herrejeh! Ich glaube, ich habe es hier bereits mit der Zielgruppe für das geplante Buch zu tun … Menno!!

 

Vom Krimi-Genre bleiben nur Anleihen

Das, was vor nunmehr Jahren mal als Leuchtturmkrimi zu entstehen begann, entpuppt sich nun mehr und mehr als Sozialstudie der damaligen Zeit. Belletristisch gesehen würde ich es eher als Erzählung einordnen denn als Krimi. Etwas Fiktion und Humor füge ich derzeit auch noch hinzu und arbeite die Dialoge noch mal nach. Gleichzeitig lektoriere ich weitestgehend selbst und rechne damit, jetzt im Urlaub den letzten, entscheidenden Schritt in Richtung Veröffentlichung vollziehen zu können. Lange genug hat mich das unfertige Projekt geplagt. Es wird auf alle Fälle länger als das Buch „Fritz Plaschke – Der Boshafte Verblichene“.

Die Tatsache, dass ich merklich motivierter, aber auch merklich aufgeregter werde, wie das Buch so einschlagen wird, deutet darauf hin, dass es ein neues Themenfeld ist, auf dem ich mich versucht habe.  In welche Schublade der Leser das Werk dann steckt, genremäßig gesehen, überlasse ich ihm. Einmal mehr steht fest, dass der Weg, den die Handlung nimmt, erst während des Schreibens entsteht und der Autor quasi dem Schicksal der Protagonisten hinterherschreibt.  So jedenfalls empfand ich den Entstehungsprozess über mehrere Kapitel.

Es geht in der Geschichte sowohl  um den Umgang staatlicher Behörden mit Katastrophenopfern und deren Hinterbliebenen wie auch um die nervenzerrende Ungewissheit, wenn Ermittlungen konspirativ geführt und politische Motive eine Involvierung der Betroffenen vergindern. So erfährt die Familie Kowalski nicht, ob ihr Oberhaupt Hans Kowalski tatsächlich ums Leben kam. Hat er sich oder wurde er vielleicht sogar gerettet und beantragte irgendwo Asyl?  Ungereimtheiten in den Ermittlungsergebnissen und der Berichterstattung säen Zweifel an der Ernsthaftigkeit der geführten Nachforschungen und schüren Hoffnung …

Anbei mal eine kleine Fotogalerie mit darauf einstimmenden DDR-Fotos.

 

Einige kritische Anmerkungen. Leider war es mir nicht möglich, einen interessierten Verlag für diese Geschichte zu finden, so dass ich einmal mehr als Selfpublisher dieses Buch selbst verlegen und herausgeben werde. Das lektorierte Manuskript wird wohl am oder zum 4.April diesen Jahres in Druck gehen, und diesmal verzichte ich darauf, kostenlose Exemplare zu versenden. (Ich verkaufe ohnehin so wenig von meinen Büchern, da möchte ich wenigstens meinen investierten Aufwand symbolisch vergütet haben.)

Damit geht die jahrelange Arbeit an diesem Projekt endlich zu Ende.  Neue Ideen für neue Werke gibt es genug, geplant ist zunächst nichts Konkretes.

Von Serien-Ermittlern und Serien-Killern

Krimis im Überfluss – Der Krimi-Freund hat heutzutage die Qual der Wahl, weil der Krimi scheinbar des Deutschen liebster Zeitvertreib gleich nach dem Auto zu sein scheint. Da zählt schon die Abgefahrenheit der Idee, die Schrägheit der Protas odwr die Zeit, in der die Story spielt, wenn es um Leser oder Zuschauer geht. Zugegeben, mit Serien-Ermittlern kann man sich besser identifizieren, sich auf sie einlassen und lernen, sie zu mögen. Dennoch scheint mir diese dauerermittelnde Sippschaft ein Ausdruck dafür zu sein, dass Ideenreichtum und Kreativität
einem kommerziellen Gewohnheitsverhalten Platz machen. Der Leser will, was der Leser kennt. Oder eben der Zuschauer, Hörer oder Theaterfreund. Bekannte Ermittlerhelden á la Schimanski kann man einordnen, sieht man gern wieder, erscheinen vertrauenswürdig und trotz oder wegen ihrer Art liebenswert.


Was ich hier in meiner Rolle als Krimi-Konsument anprangere, liegt mir als Autor allerdings schon näher: Auch ich könnte mir vorstellen, Protagonisten mehrfach antreten und auftreten zu lassen. Es ist schon reizvoll, eine Figur nach und nach zu einer vollständigen, möglichst einzigartigen Persönlichkeit zu entwickeln und das in mehr als einem Buch/ einer Geschichte/ einem Film. Als Konsument hingegen weiß ich nicht, ob mich der siebenundzwanzigste Fall des Kommssars XY immer noch so interessieren würde wie der elfte oder der zweite. Okay, es gibt genug Beispiele, die funktioniert haben und immer noch funktionieren: Sherlock Holmes, Stephan Derrick, Oberleutnant Fuchs, Horst Schimanski, Miss Marple, Starsky und Hutch, Jan Fedder alias Dirk Matthies und, und, und.

Was macht den Reiz an einer Fortsetzung aus mit Charakteren/ Protagonisten, die man schon kennt? Muss da nicht die Story umso raffinierter, origineller sein, damit man diesen Leuten weiter folgt?
Genügt der Sympathiefaktor, um seinem Haupthelden überallhin zu folgen?

Nun, man hat so seine gewissen Kulthelden aus alten Büchern und Fernsehserien, aber macht es dass heutzutage nicht umso schwerer, neue, länger währende Begeisterung bei Serien und Fortsetzungen von der Fortsetzung zu empfinden? Und zwar eine, die mindestens die ganze erste Staffel lang anhält. Oder die ersten drei Bücher, je nachdem.

Ist nicht oft eine Idee nur dann originell und fesselnd, wenn sie zum ersten Mal realisiert wird? Mir hätte ein Film „Jurassic Park“ durchaus genügt, den ersten Streifen habe ich noch offenen Mundes im Kino bestaunt, die Fortsetzung war nur noch ein versuchtes Übertrumpfen des ersten Filmes – in wirtschftlicher Hinsicht.

Deswegen möchte ich heute mal die einzelne Geschichte, den einzelnen Roman oder den Film ohne Fortsetzung und nachproduzierte Serie würdigen und unterstreichen, dass die darin erzählten Geschichten für sich stehen und dem Konsumenten es überlassen, sich seine eigene Serie mit den Charakteren weiter auszumalen.

Dauer-Krimireihen wie „Tatort“ oder „Polizeiruf 110“ sind kommerzielle Unterhaltung nach Schema F, wobei der Buchstabe leider viel zu oft nicht unbedingt für Fantasie steht. Obwohl es in der Tat Ermittler-Duos gibt, die in der Publikumsgunst weit oben stehen, weil sie sich mit flapsigen Sprüchen und Nörgeleien durch die Fälle hangeln. Zugegeben, das ist bisweilen unterhaltsam und mag seine Daseinsberechtigung haben, was wohl die Einschaltquoten belegen, aber vieles wiederholt sich, und es werden lediglich die Leichen und die Mörder ausgetauscht, manchmal auch die Motive und die Tatwaffen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe versucht, mir darüber eine Meinung zu bilden, ob ich je einen Kommissar oder Ermittler mehrfach einsetzen würde in meinen Geschichten. Die Antwort lautete eigentlich nein, aber jetzt, wo ich so drüber nachdenke – in Ausnahmefällen, also wenn mir eine besonders originelle Person als Protagonist, vielleicht auch eine seltene Konstellation – gelänge, dann würde ich es vom Erfolg der Geschichte abhängig machen.

Blogger sein auf der LBM – vielleicht, wenn ich groß bin

Auch als literaturbegeisterter Blogger ist eigentlich die LBM ein interessanter Ort, um Autoren, Verlagsvertreter und ähnliche bibliophile Zeitgenossen zu treffen und zu interviewen. Die Bloggerlounge auf der Leipziger Buchmesse erfordert eine Akkreditierung und einen in der Branche etablierten Blog, auf dem regelmäßig Fachbeiträge oder dergleichen erscheinen. Also müsste ich erst einmal anfangen, an dieser Stelle öfter Interviews oder Rezensionen zu schreiben und/ oder  über Selfpublishing und DKZV´s schwadronieren. Vielleicht genügen auch Autorentipps ( achgott, wie innovativ) oder Buchempfehlungen?

Man kann wohl kaum dieses sporadische Schreibgebrabbel hier auf der Seite, unterbrochen von vereinzelten Fotogalerien und ein wenig MP3 (und damit meine ich keinen neuen betörenden Autorenduft) als fachlich schwer bedeutsames Philosophieren bezeichnen, das leuchtet selbst mir ein. Andererseits würde das bedeuten, nicht mehr so zu schreiben, wie mir der Schnabel gewachsen ist, oder zumindest immer an bestimmte Themen zu denken. Ob ich das will und durchhalte auf Dauer?

Natürlich würde ich gern mir bekannte und verhörenswerte Schriftsteller und Autorenkollegen zu einem BlogTalk auf die von ihren Werken umsäumte Couch bitten, hätte auch einige originelle Fragen parat, gleichwohl bleibt mir dieses Jahr mangels gehaltvollem und tiefgründigem Blogging  zwar der Versuch einer Akkreditierung unbenommen, aber noch ist er nicht die Mühe wert.

Trotz alledem: Auf nach Leipzig!

Wenigstens sieht es bisher so aus, als führe ich wenigstens als Besucher nach Leipzig. So kann ich wenigstens mal an der Bloggerlounge vorbei huschen oder Fotos machen. Und Leute treffen ist auch eine Option. Ich würde ja hier darüber berichten, aber dann liefe das ja auf eine angestrebte Versachlichung dieses Blogs hinaus und röche doch zu sehr nach gekünstelt-seriöser Fachlichkeit mit dem Bestreben, für die nächste LBM als Blogger akkreditiert zu werden.  Nee, meine Fachkenntnisse gehen keinen was an, der  mich nicht danach fragt.  Mein Humor schon. Wieso? Ach, fragense mich lieber nicht.

Weitere Textprobe und Schreibgedanken zum Leuchtturmkrimi

„Bevor die Welle bricht“, ist sie am stärksten. Es sammelt sich allmählich an, das Wasser, Tropfen für Tropfen. Es ist, als wenn das Fass überläuft, die ganze Wut, dieser Zorn sich entlädt und alles kippt. Man müsste diesen Moment abpassen und nutzen, etwas daraus machen. Aufstehen, aufbegehren. Was aber, wenn die Welle trotz ihrer Wucht nicht groß genug ist, oder wenn sie vorher gebrochen wird?

Das ist der Kerngedanke der Geschichte, die mal Leuchtturm des Verderbens heißen sollte und nun einfach kein Ende findet – es gibt viel zu erzählen über die Menschen an der Ostsee in den Siebzigern, und ich selbst bin mit dem bisherigen Resultat noch nicht so zufrieden. Die Politik spielte damals in Wirklichkeit eher eine unscheinbare Rolle, wenngleich sie auch durchaus den Alltag bestimmte. Sie war aber nicht so vordergründig präsent, wie in der Erzählung dargestellt.
Andererseits denke ich, dass das eben der Stil dieses Romans ist. Das Gesamtbild stellt sich aus meiner Sicht durchaus so dar, wie ich es erreichen wollte. Hoffentlich war ich einerseits empathisch genug in der Sprache, ohne andererseits zu wertend und be- oder verurteilend zu sein. Habe nach mehrwöchiger Schreibabstinenz wieder den roten Faden der Handlung aufgenommen und spinne das Werk nun möglichst schnell zu Ende, auch wenn es wie gesagt noch viel zu erzählen gäbe. Ich könnte noch … aber egal. Kann ja immer noch eine Fortsetzung geben. Muss aber nicht.

Ich veröffentliche dieser Tage hier im Blog eine weitere Textprobe in der Hoffnung auf Manöverkritik …

Noch paar Schreibgedanken

Mittlerweile werden sogar schon jetzige und ehemalige Kollegen auf meine Schreiberei aufmerksam, und das, obwohl ich kein Freund lauter Werbetrommeln und megamarketingischer Aktionen bin. Ein ehemaliger Kollege, den ich dieser Tage zufällig traf, hat sich nach meinem aktuellen Schreibprojekt erkundigt, ohne meine bisherigen Sachen zu kennen – ihm war zu Ohren gekommen, dass ich schon etwas veröffentlicht habe.  Das hat mich angenehm überrascht, weil mir sein Interesse echt schien und so etwas leider heutzutage  nicht mehr selbstverständlich ist.

Klar wäre es schön, vom Schreiben leben zu können, aber das Schreiben und die Kreativität ohne Vorgaben und Einschränkungen durch Andere ausleben zu können und mich selbst entscheiden  zu dürfen, wann ich was und mit wem schreibe, ist mir eminent wichtig. Auch investiere ich keine Mittel in Verlage, die einem ein Marketingkonzept für viel Geld versprechen, ohne Erfolgsgarantien geben zu können – erfahrungsgemäß orientiert sich deren Qualitätsanspruch an ein Manuskript oft nur an der Lesegewohnheit der breiten Masse. Ein Manuskript von mir hätte ein Buch werden können bei einem solchen Zuschussverlag – mit begrenzter Auflage und bundesweiter Bewerbung in den Medien. Für die 11.000 Ocken, die es kosten sollte, hätte ich mir allerdings einen eigenen kleinen Verlag einrichten können.  Das habe ich übrigens auch vor, wenn ich mal zu Geld komme. Das – oder ein kleines Tonstudio zum Produzieren witziger Kurzhörspiele und Jingles.  Der Mensch braucht eben Ziele im Leben (… sagte der Heckenschütze und drückte ab. Die Hecke war sofort tot, haha.)

Marketingmaßnahmen für Autoren und Selfpublisher, die auch ich mir vorstellen und evtl. realisieren könnte, wären höchstens das Herantreten an die (Kultur-/Feuilleton-) Pressemedien mit eigenen Pressemitteilungen, wobei diese nicht zu sehr auf „Eigenwerbung“ gemünzt sein sollten, ebenso das Durchführen zunächst kleiner, kostengünstig zu organisierender Lesungen in Cafés oder Kulturhäusern und die gelegentliche Veröffentlichung von Leseproben über soziale Netzwerke. Das Anschreiben seriöser Verlage hilft ebenfalls, Kontakte aufzubauen. Dafür allerdings muss Zeit investiert werden. Das ist dann der Punkt, der mich phlegmatischen Hobbyautoren immer mal wieder aus der Bahn wirft. Obwohl ich quasi fürs Schreiben einen Dauerfahrschein habe. Menno.

 

 

 

Leseproben zur DDR-Erzählung im August

Auch wenn ein endgültiger Titel für den mittlerweile 100Seiten umfassenden Leuchtturmkrimi noch nicht feststeht, bin ich doch froh, verkünden zu können, dass es nun im August mit ersten Leseproben losgeht. Geplant ist meinerseits, die Erzählung möglichst ordnungsgemäß und gut lektoriert selbst herauszugeben. Auch wenn self publishing von einigen Verlagen belächelt wird, für Hobbyautoren wie mich ist es nach wie vor nicht unattraktiv. Meine Geschichten taugen zum Glück nicht unbedingt zur Weltliteratur; was mir eine gewisse Entspanntheit beim Arbeiten garantiert.  Der Weg ist das Ziel, Schreiben um des Schreibens Willen, darum geht es in erster Linie.

Und vielleicht erreichen mich ja Vorschläge, nachdem alle Leseproben aus der Geschichte online sind, wie das Werk heißen könnte … Die Handlung steht (fest), und aufgeschrieben ist die Geschichte, die ich nun nicht unbedingt als Krimi einordnen würde, eher als Erzählung und Studie jener Zeit und jener Gesellschaft, in der sie angesiedelt ist, nun etwa zu 75%.  Möglich sogar, dass es dazu auch ein ebook geben wird. Sagen wir mal, dafür stehen die Chancen 50:60  🙂