Archiv der Kategorie: Notiz

Die ABC-Woche

Ja ich weiß, ich hatte da eine Geschichte versprochen. Die ist in Arbeit, so wie ich auch jeden Tag.  Deswegen und weil mein entstehendes Buch Vorrang hat, dauert es noch etwas mit Alwin, dem Reiseblogger. Aber nun gibt es erstmal was Neues: Ich präsentiere die ABC-Woche. Sieben oder sogar acht Tage lang poste ich alphabetisch ein paar Eckpunkte meines Tagesablaufes, und zwar immer vier pro Tag. Heute ist Sonntag, der 28.10.20018. Also geht es heute mit A los.

 

  • Arbeiten gehen
  • Anrufe tätigen
  • Ausruhen
  • Abendbrot essen

Die Fortsetzung gibt es in den Folgetagen auf Facebook.

Diese Steckenpferde kann man stecken lassen (1)

10. Fernsehen

Man wagt es nicht, von der Glotze aufzustehen, weil man denkt, man könnte etwas verpassen, und so ziehen manche bierdurchfluteten Abende dahin. Oder man schaut gezielt einen Film oder eine Reportage an, ohne zu merken, dass man eigentlich Werbung guckt, die von kurzen Filmschnipseln unterbrochen wird, und nicht umgekehrt. Was bleibt, ist am Ende eine erhöhte Stromrechnung, eine Kuhle in der Sitzfläche des Sofas und Chipskrümel auf dem Tisch so wie die Erkenntnis, dass von dem Gesehenen kaum was im Gedächtnis hängen bleibt, weil es so banal war, dass man die schleichende Verblödung oft gar nicht bemerkt.

9. Arbeiten

Wer Arbeit Hobby nennt, dem ist nicht mehr zu helfen, oder es handelt sich um einen Ruheständler mit viel Zeit, einem Gärtchen und/oder  einer Art Heimwerkeritis.  Arbeit beschleunigt die körperliche Abnutzung, die Verbrennung von Kalorien und Eletkrolyten im Körper und bringt meistens nur steuerpflichtiges Geld ein, auch Lohn genannt. Wer einen Beruf ausübt, darf deswegen auch Steuern zahlen. Wer seine Arbeit zum Hobby macht, der hat in Wahrheit keins. Also kann er es auch genauso gut sein lassen.

8.Mit Pflanzen sprechen

Dabei geht es oft sehr einsilbig zu,  ich zumindest habe noch nie eine Pflanze erlebt, die mir bei derartigen Versuchen und Gesprächsangeboten geantwortet oder gar „Halts Maul!“ geschrien hätte.  Einzig der Umstand, dass diese Geschöpfe viel Durst haben, macht sie mir sympathisch. Aber mit ihnen zu quatschen ist ein Hobby, bei dem nicht viel herauskommt.

7. Fitness im Studio

Hohe Monatsbeiträge dafür zu zahlen, dass man sich dreimal im Monat nicht dazu  überwinden kann, auf einem Laufband in einem verschwitzten Raum mit Fremden um die Wette zu laufen, schießt für mich den Vogel ab. Oder man rudert auf der Stelle, fährt Rad ohne sich vom Fleck zu bewegen und dergleichen mehr. Diese Absurditäten strengen sehr an, weswegen man, um sich nicht zu  sehr zu verausgaben, mit dem Auto die acht Minuten hin und zurück zu dem Fitnessstudio fährt, wobei anzumerken ist, dass man 4 Minuten davon im Ampelstau steht.

6.Speed Dating

Längst sind die Zeiten, in denen Singlebörsen etwas mit kleinen Schallplatten zu tun hatten, vorbei. In unserer kurzlebigen Zeit müssen selbst erste Dates in wahnsinniger Eile abgehandelt werden, was Speed Dating heißt und eine umfangreiche Vorbereitungs- und Überwindungsstrategie erfordert, damit man dann maximal 3Minuten einem/ einer Fremden gegenüber zu sitzen vermag, ohne dass einem die Brosche von der Bluse springt vor Aufregung. Meistens steht am Ende die Erkenntnis, dass man nun einige Menschen mehr kennt, die man garantiert nicht anrufen möchte.

-ENDE Teil1 –

 

Balkonurlaub, wörtlich genommen

Im  Sommer mache ich traditionell bis zu einer Woche lang Balkonurlaub und betrete die Wohnung nur, um zu essen, zu trinken, Morgen- und Abendtoilette zu machen oder mich an- oder umzuziehen.  Das ist jetzt schon das zweite Jahr, wo ich das bei milden Nachttemperaturen von 12-16 Grad praktiziert habe.  Idealerweise sollte ich dann nicht arbeiten müssen, um auch was von den Tagen zu haben.  Das heißt, draußen arbeite ich schon, schreibe,  topfe Blumen und Gewächse um, reinige die Brüstung oder lese und höre Musik. Gegen zu schlechtes und zu heißes Wetter nutze ich immer eine Markise, geschlafen wird zu ebener Erde.

Und schon gibt es da die verrückte Idee, meine „Balkonerlebnisse“ während einer Woche mal in Tagebuchform oder als Kurzgeschichte festzuhalten … wobei dort sicher nicht alles tatsächlich von mir erlebt wurde. Es soll ja kurzweilig werden.

8tung, jetzt kommt ein Karton!

Da fiel mir doch heute beim Aushilfs-Kommissionieren für einen Paketdienstleister ein ebenso schwerer wie witziger Karton in die Hand. Gefühlte 65,79 kg wog er, weswegen ich ihn in Ermangelung eines kraftvollen Frühstücks nur schwer ohne Hilfsmittel aus dem 2m hohen Paketberg in einem LkW zu befreien vermochte.  Zugegeben, ich war am Prusten und Pumpen, zuerst vor Anstrengung, dann vor Lachen, weil mir in warnenden Lettern ein  BITTE NICHT WERFEN! entgegenprangte.  Meinem Teamkameraden und Kollegen erklärte ich nur, ich sei schon am Ausholen für einen Rekordwurf gewesen, da habe  mich  dieser Hinweis plötzlich geradezu angesprungen. Ich bin leicht beeinflussbar, deswegen befolgte ich dann doch den gut gemeinten Rat auf dem Paket und nahm von einem Weitwurf quer über die Bandanlage bis hin zum ungeduldig wartenden  Zusteller Abstand.  Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der nicht gefangen hätte. Was ich hätte rufen müssen? Na, das ist doch klar …. 

Mein Amerika-Reiseboykott

presse_logoskarstenvedderGestern machte die Meldung von einem eventuellen Laptop-Verbot auf Transatlantikflügen von und nach Amerika die Runde in den Medien. Wenn das realisiert wird, ist das ein Grund mehr, für mich als Autor nie zu einer Lesung in die USA zu fliegen. Soll ich im Flugzeug etwa mit der guten alten Schreibmaschine arbeiten? Also bitte. Das Geklapper stört doch die anderen Passagiere beim Whats Appen oder beim Selfietaking mit dem Smartphone. Oder?

Neue Begriffe spannend erklärt (2): Schopfknerzen

Schopfknarz, der, Substantiv, Singular, Plural die Schopfknärzen oder auch die Schopfknerzen, beschreiben den tuckernd-ziehenden Schmerz beim langsamen Drehen des Kopfes unmittelbar nach dem verkaterten Aufwachen bis in die Kopfhaut und den Haaransatz, den sogen. Schopf. Treten selten einzeln auf und ernähren sich von abgestorbenen Hirnzellen, bis die Synapsen nur noch japsen und die Nerven das Handtuch werfen. Nicht zu verwechseln mit Topfkerzen, Tropfkerzen, Klopfherzen.

Vom Kaum-noch-Schreiben in gewohnter Umgebung

Man müsste mal wieder irgendwo ablenkungsfrei und ausgiebig schreiben können. Daheim kommt immer mal wieder etwas dazwischen, so scheint es. Wenn ein Autor die Abgeschiedenheit und Ruhe sucht für seine Kreativität und nicht findet, ist auch das sicher eine Geschichte wert. Aber um sie niederzuschreiben, ist es immer die falsche Zeit und der falsche Ort, ein Teufelskreis eben …

hro berlinUnd wenn´s dann doch mal klappt? Wie kurz erscheint einem da der Jahresurlaub, welcher das triste Arbeiten für einige Tage unterbricht und an den man sich erstmal gewöhnen muss, bevor man richtig loslegen kann. Also nichts wie eine Reise gebucht, die Bahncard gezückt und ab in ein stilles, abgelegenes Zugabteil. Wohin die Reise geht? Egal. Möglichst dahin,wo eine spatanische Übernachtungsmöglichkeit wartet und einen die Stille förmlich erschlägt. Da lässt es sich trefflich plotten und reimen, korrigieren und konstruieren.  Einstweilen beginnt man damit schon mal eben im Zug. Und – wer hätte es gedacht – dank Verspätung geht die Arbeit gut voran … Wenn das kein gutes Omen ist?

book-sculp_guylarameeNoch ist das aber reine Fiktion in meinem Fall. Aber hin und wieder braucht man eben mal einen Perspektivwechsel, also etwas Abstand und eine andere Sicht auf die Dinge. Den vermisse ich derzeit; deswegen geht es mit meinen Geschichten nur schleppend vorwärts. Obwohl von einer Schreibblockade keine Rede sein kann. Wahrscheinlich habe ich die ein für alle mal verschreckt, als ich über sie geschrieben habe. 😉  So, genug gejammert. Eine halbe Stunde Zeit und zwei kleinere Einfälle habe ich jetzt noch, wenn ich schnell bin, macht das etwa 2 A4-Seiten…

Auch das Radio hat einen Gedenktag

 

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Gestern am 13.Februar war Welttag des Radios. Zum fünften Mal wurde er begangen und 2012 ins Leben gerufen, um an das mehrsprachig empfangbare Programm der Vereinten Nationen zu erinnern. Was heute, am 14.Februar für ein Tag ist, das pfeifen ja die Spatzen von den Dächern, das muss man nicht erwähnen … Heute ist Tag der Blumenindustrie und Floristen. Erfunden hat ihn ein gewisser Valentin, nach dem er dann benannt wurde. ( Karl Valentin … vielleicht??)

Statt eines Post-it: Selbsterinnerung

Demnächst bastle ich (mal wieder) meine bisherigen Printveröffentlichungen („Gespenster sind nicht feige“, „Neurosen und andere Schnittblumen“ sowie in Kürze „Der Boshafte Verblichene“ – übrigens nun doch ein Verlagsbuch) in die Widgetleiste – mit Verlinkung. Für die Anthologien lasse ich mir auch noch etwas einfallen…

In Vermeidung einer To-Do-Liste habe ich mal eben diese Art der Selbsterinnerung gewählt.

Nebenwirkung des Sommers

Manchmal fällt das Aufstehen trotz des tollen Wetters werktags schwer. Am Wochenende hingegen nicht. Komisch… So kommt´s dass, man in der Woche schon mal verschläft und am Wochenende ausgerechnet zu der Uhrzeit wach wird, die für das Aufstehen der Woche im Wecker als Weckzeit eingespeichert ist – und das ohne Wecker. Diese Nebenwirkung des tagelang anhaltenden und anstrengenden Sommerwetters (hier im Norden mit fast ohne Niederschlägen) verlängert einem nur scheinbar das Wochenende. Vielleicht hilft ja einmal mehr eine Zeitumstellung?
lokfuehrer