Archiv der Kategorie: Kurzgeschichten

Möglicherweise Buchverlosung?

Das bisherige Leseprobenheft für das Taschenbuch über den Elektriker #Plaschke enthielt einige durch das Formatieren entstandene Fehler. Deswegen habe ich auf einer Selfpublisher-Plattform gleich mal ein neues Exemplar erstellt, aber die Angaben im Impressum beibehalten.  Da mich jedes Heft aber Geld kostet, bitte ich um Verständnis, wenn ich nicht wie Werbematerial damit umgehe, sondern es nur an Interessenten versende, die gern testen möchten, ob der skurrile, schräge Schreibstil und das Thema seinem Lesegeschmack entspricht. Ich empfehle die Rezensionen auf Amazon.de zu lesen, die Leseprobe zu testen und hoffe auch auf weiteres Feedback. Wieder ausgekramt: Oben seht ihr eines der ersten Coverversuche zu dem Werk.

Was nun die Kurzgeschichten in meinem alten dh-Heft betrifft, sind diese in Kürze als kleines Taschenbuch erhältlich. Und natürlich fehlt weder die Weihnachtsgeschichte noch die Anekdote

über den Bankmanager Kleinfred Wechselmann, die erklärt, warum er seinen Job in der Barkasse von Geldingen (so hieß die Bank) schließlich aufgeben musste. Eigentlich schreit das nach einer kleinen Buchverlosung …

Reiseblogger Alwin macht sich auf ins Abenteuer

In der ersten Oktoberwoche, die nun bevorsteht, habe ich mir das konkrete Schreibziel gesetzt, den ersten Teil der geplanten mehrteiligen Fortsetzungsgeschichte, die nur hier erscheinen soll, zu vollenden. Etwas gespoilert hatte ich ja jüngst. Diese und andere hier schon früher geäußerte Ideen will ich nicht umsonst angekündigt haben, soll heißen, ich arbeite an deren Umsetzung. Leider muss ich dadurch aber auf eine Gruselgeschichte, die sich zu Helloween ja immer anbietet, verzichten.  Aber dafür gibt es dann andere Werke von mir zu lesen. So ist auch eine Wiederauflage des Gespenstermärchens aus meiner Feder nach wie vor ganz oben auf meiner Agenda zu finden.

Cover der ersten Auflage

Reisebericht wird zur Erzählung

Ein Reisetagebuch, welches als Grundlage für einen Blogbeitrag dienen soll, kommt dem Reiseblogger Alwin abhanden. Da er eigentlich nur im Hotel entspannen und sich haarsträubende Abenteuer für seine Follower ausdenken wollte, macht er sich kurzerhand auf die Suche. Was er erlebt, wie er dem Tod von der Schippe und der korpulenten Milly direkt auf die Schultern springt und wie er beinahe kriminell wird, schildert seine Erzählung, an der garantiert nichts ausgedacht ist. So verdrehte Einfälle hat kein Reiseblogger, auch Alwin nicht. Ob der Ich-Erzähler aber am Schluss nicht doch geflunkert hat,  als er seine Wiederauferstehung von den Toten schildert, muss der Leser beurteilen.  „Immer dem Notizbuch hinterher“ ist eine schräge Erzählung mit verlorenen Seelen und liebenswerten Charakteren.

Diese Geschichte wird die erste Fortsetzungsgeschichte hier auf diesem Blog! Ihr dürft also gespannt sein.  Geplant ist eine 14tägig erscheinende Fortsetzung, wie lange, wird nicht verraten.

Sonntagsgeschichte (12): SALZSTANGEN

Ob sie ihm verziehen hatte? Würde er es jemals erfahren? Es war zu spät. Für so vieles im Leben war es zu spät. Nachdenklich rührte er die Suppe um. Porreesuppe mit süßer Schärfe, das hatte sie immer geliebt. Er zwang sich, nicht in Schwermut zu verfallen. Die Sojasprossen kannte er nur aus der China-Pfanne vom Imbiss, aber seine Carina wusste, wie man eine leckere Suppe komponiert. Komposition traf es auf den Punkt, denn auf de Zutaten kam es an, das war es, was sie immer gepredigt hatte. Nun war sie schon ein Jahr nicht mehr von dieser Welt. Lilli platzte mitten in seine Grübeleien hinein, und das war auch gut so.

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Die Geschichte von der Kuh MIAU

Jutta E. Schröder vertonte eine Gute-Nacht-Geschichte von mir mit Geräuschen und Tierstimmen,  Sie liest sehr langsam und kindgerecht, und die großen und kleinen Zuhörer erfahren dann , „Wie die Kuh MIAU zu ihrem Namen kam“, der ja in der Tat ungewöhnlich für eine Kuh ist.   Gute Unterhaltung. Das e-book dazu  gibt es auf BookRix, es sollte für alle sichtbar und downloadbar sein.

Kuriergeschichte wird demnächst noch länger

Vollmundige Ankündigungen meinerseits waren noch nie so ganz verbindlich, vor allem nicht in Bezug auf Termine. Aber eine Absichtserklärung schadet nicht und ist an keinen Zeitpunkt gebunden: Mir gefällt mein Ende der Kuriergeschichte nicht. ( „Die Odyssee des Nachtkuriers“) Die bevorstehende Familienplanung des Protas lässt es zu, dass er z.B. seine Freundin nachts mit dem Kurierfahrzeug ins Krankenhaus fährt, als ihre Fruchtblase geplatzt ist. Auch zuvor finde ich die Formulierung: Um es kurz zu machen“ für eine Kurzgeschichte renundant und unglücklich gewählt.

Auch gibt die unbeleuchtete und schlecht gepflasterte Chaussee durch den Wald noch einiges an vermeintlichen Herausforderungen her. Da lasse ich mir sicher noch einige Ideen einfallen, so dass die Fahrt noch kurioser und mysteriöser wird.  (Das ebook gibt es auch jetzt schon auf bookrix)

Buchverlosung: dh-Hefte erscheinen nun doch wieder

Ja ich weiß: rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln, aber so bin ich eben. Genauso wie ich meine bisherigen Gedichte nun in einem Buch
verewigt habe, welches man übrigens bestellen kann und sollte, setzte ich dieses Ansinnen nun mit meinen bisherigen Kurzgeschichten fort, und damit meine ich die wirklich kurzen. „Der Woandersmitesser“, „Ein Buch muss erstmal schön sein“ und andere Episoden erschienen hier im Blog zumeist als Sonntagsgeschichten. Nun gibt es zunächst 6 von ihnen in einem weiteren dh-Heft. Diesmal wird es in Kürze sogar bei den üblichen Online-Händlern erhältlich sein.
Günstiger aber bekommt man es bei diversen zukünftigen Verlosungen meinerseits – oder wenn man direkt bei mir bestellt. Das Indiepublishing Portal ist leider relativ rigoros bei den festzusetzenden Mindestverkaufspreisen. Also, wer bei der Verlosung mitmacht, kriegt das Heft portofrei und zum Nulltarif. Wer bei mir direkt bestellt, zahlt später nur 3,33€ – ein Preis, der für 40 gedruckte Seiten relativ angemessen sein dürfte.

Detailreiches Erzählen um jeden Preis?

chefsesselKurzgeschichten verlangen einem Autor  eine Beschränkung auf das für die Handlung Wesentliche ab. Mit „ES BEGANN MIT EINEM ANRUF“ stand auch eine Kurzgeschichte auf dem Plan,  die sich nun aber langsam zu einer längeren Erzählung entwickelt, eben weil es mir immer wieder wichtig erscheint, bestimmte Ereignisse nicht ganz so temporeich und oberflächlich zu erzählen. Schlimmstenfalls wird es also ein ganzes Buch und keine Kurzgeschichte. Meine Sorge allerdings ist, dass die Spannung darunter leidet. Denn anders als die Ausgangsversion wird der Leser hier die Protagonisten über eine längere Weg- und Zeitstrecke begleiten und sie besser kennenlernen. Und genau das ist eben für eine Kurzgeschichte untypisch.

Ich würde daher gern mal die bisher zu Papier gebrachten knapp 10 000 Wörter irgendwem zum Lesen und Kritisieren Überfliegen und Herummäkeln geben. Ein Lektorat ist  noch nicht erwünscht, also eventuelle Schreibfehler werden gesondert wegrationalisiert. Es geht nur um den Interessantheitsgrad und das Erzähltempo – um nichts weiter.  Die Zusendung per Mail als *rtf, *pdf oder *docx Datei wäre eine Möglichkeit, die ich anbiete – eine weitere naheliegende natürlich die vorübergehende Freischaltung des ebooks.

 

 

Wie soll die Callcentergeschichte heißen?

 

Ina und Andreas arbeiten neben vielen anderen Kollegen in einem Call Center. Als ein eifersüchtiger Verehrer aus Inas Vergangenheit ihr Kollege wird und seiner angebeten Klassenkameradin von einst umsonst den Hof macht, erwacht seine Eifersucht. Ihm bietet sich die Gelegenheit durch ein Outboundprojekt, ihr näher zu kommen und ihren Freund Andreas auszuschalten. Begünstigt wird sein Vorhaben durch die datenhungrige Marketing-Agentur Gut-und Gernkauf, deren abenteuerlicher Pilot-Versuch für Inas Verehrer gerade recht kommt und Mittel zum Zweck wird. Als er dabei zu weit geht, wird er allerdings von der Agentur im Stich gelassen. Andreas´ Karriere schien indes eben noch an Fahrt zu gewinnen – doch er verbirgt ein Geheimnis. Eines Tages zahlt er einen hohen Preis ….

Ob Krimi oder Thriller oder von beidem etwas – auf alle Fälle ist es eine Geschichte mit Spannung geworden,  die mehr Themen tangiert, als es zunächst den Anschein hat. Datenschutz, Rache, menschliche Schwächen, Geldgier und die gute alte Eifersucht – das alles schimmert zwischen den Zeilen durch. Die Hauptfiguren gehen auf unterschiedliche Weise mit den besonderen gesellschaftlichen Verhältnissen im Mecklenburg- Vorpommern der frühen Neunziger um und lassen den Leser mit der Frage zurück, ob die Möglichkeiten für König Kunde, im Service-Deutschland nach der Wiedervereinigung noch Einfluss zu nehmen und seine Belange zu wahren, nicht langsam und fast unmerklich zur Farce verkommen sind.

Es ist charakteristisch für zum Beispiel amerikanische Literatur, dass Genregrenzen aufgehoben werden. Auch das Werk hier würde ich als Mischung aus Krimi und Thriller bezeichnen. Die Ticks und Schwächen der handelnden Figuren habe ich hier mehr als in meinen bisherigen Geschichten herausarbeiten wollen, um so der Geschichte etwas mehr Tiefe zu verleihen.

Nun zum Titel der Geschichte:

„Es begann mit einem Anruf“ klingt schmissiger und eingängiger als „Outbound nach Feierabend“ oder Outbound-Experimente“. Ebenfalls nicht mehr in Frage kommen “ Das Geheimnis des Anrufers“, „Tendikat am Apparat“ oder „Anrufer reloaded“. ( reloaded von wegen meiner Überarbeitung der Story) „Der Anrufer 2.0“ klingt veraltet,  „Modern Stalking“ trifft es nicht ganz, das hebe ich mir für eine andere Geschichte auf.  Ich werde wohl so auf 50 bis 60 000 Wörter kommen. Ob man das noch als Kurzgeschichte gelten lassen kann? Ich habe es vorsorglich schon mal Erzählung genannt …. Auf Facebook habe ich mal meine neueste Coveridee präsentiert.

  • Woran erkennt man im Callcenter, dass Freitag ist?  Bereits mittags sind die meisten Agenten besser aufgelegt als ihr Telefonhörer. (Ja ich weiß, man trägt dort Headsets, na und?
  • Und was fragt ein Agent seinen neben ihm sitzenden Kollegen, wenn er aus der Pause  kommt und sich wieder am Platz einloggt? „Und? Irgendwelche Anrufe für mich?“ 

Nachtkurier erlebt nächtliches Abenteuer

„Die Odyssee des Nachtkuriers“ – so oder ähnlich soll eine Kurzgeschichte heißen, die ich schon mal zu schreiben anfing und unfertig, wie sie noch ist, auf Facebook gepostet habe. Leider komme ich nicht in meinen neuen BookRix-Account, weil ich die dazugehörige Mailadresse versehentlich gelöscht habe, ich Turnbeutelvergesser. Das Team vom Support konnte mir auch nicht weiterhelfen. Gern würde ich dort unter richtigem Namen weiter arbeiten. Geht nicht. Aber dort gehören Geschichten nun mal hin. Dann entsteht sie eben auch unter dem vorhandenen Woanders-Account. Werde sie demnächst dahin übertragen.

Mit der Kuriergeschichte wäre der Anfang gemacht für eine eigene Kurzgeschichtensammlung. Dann könnte ich auch ein altes Cover endlich nutzen. Aber der Abschluss dieser Sammlung erfolgt erst in späterer Zeit, evtl nicht mehr 2017.

 

Schreiben aufs Stichwort: Kurzgeschichte „Verschiedenheit“

„Das fünfte Rad am Wagen“

Traurig blickte sie ihn an. Er tat ihr in diesem Moment leid. „Ich fühle mich geschmeichelt. Aber es geht nicht.“ Diese Worte hatte sie sorgsam gewählt, bevor sie sie flüsterte, aber sie trafen ihn wie einen Donnerschlag.  Er schwieg zunächst. „Hast du gehört, was ich gerade gesagt habe?“, erkundigte er sich schließlich ein wenig beleidigt. „Ich sagte gerade, dass ich dich liebe!“  Sie nickte nur, aber er bemerkte es nicht, denn sein tränenverhangener Blick suchte den Horizont nach einer Antwort ab.

Da saßen sie nun am Strand, vor sich das Meer und die romantischen leisen Wellenschläge der Brandung, und dann das. Plötzlich sagte sie: „Ich mag dich sehr, aber ich liebe dich nicht.“  Ich bedeute ihr nichts, dachte er.

Und was war mit den schönen Sommerabenden beim gemeinsamen Zelten? Das Kuscheln, das Lachen, der Spaß – die letzte Ferienwoche hier an der Ostsee? Dies war der letzte Tag, und er hatte so schön werden sollen. Lautlos rann ihm eine Träne über die Wange. Hauptsache, sie bemerkte es nicht.

„Lutz?“ Er warf einen Stein in die Brandung. Was wollte sie denn nun noch – war nicht alles gesagt? Sie rückte näher an ihn heran. Aus den Dünen kamen Johannes und Claudia angerannt; völlig außer Atem und scheinbar glücklich ließen sie sich neben Charlotte und Lutz in den Sand fallen.

Unter dem Vorwand, zur Würstchenbude zu gehen, erhob Lutz sich, den die Sorglosigkeit der anderen anwiderte. Johannes kannte den Freund aus Kindertagen und spürte, dass ihm etwas zu schaffen machte. Kurzerhand schloss er sich Lutz an. „Was ist denn los mit dir?“, fragte er. Keine Antwort. Finsteren Blickes stapfte Lutz den Strandaufgang hinauf zur Promenade. „Ist alles okay?“ „Ach, es ist wegen Charly. Sie will nix von mir“, erklärte Lutz leise. Sie hockten sich an den Rand des Dünenweges nebeneinander. „Mach dir nix draus. Das kommt schon mal vor“, tröstete Johannes den grübelnden Freund, der mit einem Stock Kreise in den weichen Strandsand zeichnete. „Ist aber ein vollkommen bescheuertes Gefühl.“ „Ich weiß. Tut mir leid, das zu hören.“

Währenddessen saßen die Mädchen am Strand und unterhielten sich ebenfalls. Claudia hatte Charlotte von hinten um die Schulter gefasst, und wie sie beide so auf das Meer und die Schiffe am Horizont blickten, einte sie der Wunsch, diese letzten Ferien mögen noch nicht zu Ende gehen. Charlotte lehnte ihren Kopf an die Schulter der Freundin, und schließlich tauschten die Mädels einen langen Kuss aus.

Das war es auch, worauf Johannes Lutz aufmerksam machte. Ihm war bekannt, dass die Mädchen mehr als nur miteinander befreundet waren und umso mehr hatte er bis eben noch Lutz bedauert, der sich doch solche Hoffnung auf eine Beziehung mit Charlotte gemacht und angesichts der schwindenden letzten Ferien all seinen Mut zusammengenommen hatte.  Später am Abend beim letzten Strandlagerfeuer der vier Urlauber stellte sich dann allerdings noch heraus, dass sogar Johannes mehr als den Hauch einer Chance bei Charlotte haben könnte.

„Yepp, denn ich bin sehr tolerant und für alles offen“, kicherte sie, während Claudia lachend bemerkte, dass aus ihr der Wein spreche.  Sie wollte ab sofort Carlo genannt werden, gab Lutz einen Schmatz auf die Wange – und wandte sich plötzlich auf ungleich vertrautere Weise Johannes zu.

Sie stand also auf beide Geschlechter – aber eben immer noch nicht auf den unglücklich in sie verliebten Lutz. Der fühlte sich, obwohl sie doch zu viert waren, am Rest des Abends wie das buchstäbliche fünfte Rad am Wagen. ©2017