Archiv der Kategorie: Kolumnen und Glossen

Schon über 60 Zitate in meiner Sammlung

cropped-dscf7349b.jpgAuch wenn die Seite hier derzeit scheinbar in den Winterschlaf zu fallen droht – in  Wirklichkeit bin ich während meines Offline-Daseins ständig auf der Suche nach neuen Themen und Anregungen zum Bloggen. Einstweilen habe ich inzwischen die Zitate-Seite etwas ergänzt und wie man merkt, den Gedanken an einen Blog-Umzug verworfen. 64 Zitate finden sich inzwischen hier auf der Unterseite, und ich sammle weiter.

Was mich aber momentan umtreibt … 

Derzeit fehlen mir doch tatsächlich paar Ideen und Anregungen für gepfefferte Glossen oder Themen, über die ich gerne bloggen möchte. Bin auch für Anregungen und Vorschläge offen, die mal nicht skurril und schräg sind – das werden sie dann schon, wenn ich mich drüber hermache …

Ausnehmend männerfeinlich

… kommt die Werbung in dieser unserer überfeministischen Medienwelt immer öfter daher. Wahrlich unruhige Zeiten brechen also für den mit Verzweiflungs-Sixpak ausgestatteten Yuppieschnösel und Familiendelinquenten mit Dreitagebart und perlodontem Grübchenlächeln an. Seine Familienpräsidentin sitzt kackfrech am Frühstückstisch (neben ihm!) und behauptet zwischen zwei Bissen ins Dinkelbrot, keiner mache sie mehr an als ihr Lieblingsjoghurt. (Pech allerdings auch für den Spanner von der anderen Straßenseite.)

Und sie bleibt bei dieser Aussage, auch als ihr Feierabendprinz sich auf einen verschnupften Anruf von ihr seine Freunde im Stich lässt, sich die Erkältungsmedizin schnappt, den nächsten Hubschrauber unterhakt und ihr das Zeug fliegenderweise in Superheldenmanier durchs Wolkenkratzerfenster ihres Appartements schmeißt. Das nützt ihm gar nichts.

Statt sich alle elf Minuten quer durch eines der Singleportale zu lieben, hat der Ärmste längst seinen Frieden mit dieser Art eindimensionaler Beziehungdemokratie gemacht. Immerhin hat er jemanden im Bett neben sich, auch wenn sein Liebesjoghurt nicht gegen diesen einen Bewussten und dessen Anmache anstinken kann. Sorry für das Kopfkino.  Es gibt da übrigens einen Joghurt mit der Ecke, um die er seine Angebetete bringen könnte, falls er es eines Tages satt hat … Vergesst das. Ist eh alles Quark.

Wahlkampf und viel Abgas um nichts

Merkel sei sauer auf die Autoindustrie, stand heute im Videotext. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die ihrer Lieblingsuntergebenen das Eingeschnapptsein verzeihen wird. Denn schließlich ist Wahlkampf.

Endlich läuft wieder Wahlkampf und fröhliche Sprüche unter gut gelaunten, optimistischen Politikergesichtern grinsen uns Autofahrern quer über den Fahrbahnrand ins Auto. Zwischen jeder Baumlücke an Alleen, neben, an und vor jeder Straßenlaterne und an Wartehäuschen von Haltestellen lauert die Plakat gewordene Überredungsakquise auf die sekundenlange Gelegenheit, kitschig-allgemeine Spruchstücke in unser Bewusstsein zu schleudern und so uns Tagesschaugucker um ein Kreuz vor dem Gang zur Urne anzubetteln. Weil sie sich aber von ihren Versprechen nach der Wahl höchstens eines aussuchen, dass sie dann auch einlösen, wobei auch schon der gute Wille ausreicht, heißen diese griffig formulierten Absichtsbekundungen Wahlversprechen. Es wirkt schon, als gehe ein Ruck durch die sitzungsgeschundenen Gremiumskadaver mancher Bundestagler, wenn sie sich laut wehklagend und jammernd über einander aufregen und sich gegenseitig Versagen und Inkompetenz im Rahmen des Wahlkampfgetöses attestieren. Und gemeinsam schießt man sich dann auf andere (vom Dieselruß) schwarze Peter ein, nämlich zum Beispiel auf VW, Audi und Co. Die Kanzlerin selbst sei sauer auf diese Dieselsünder, las man heute im Videotext. Immer habe die Automobilindustrie erklärt, was alles nicht gehe, maulte sie. Recht hat sie, denn all die heimlich regierenden Lobbyisten und Konzernleitungen sollten wenigstens im Wahlkampf mal der einen oder anderen Koalitionspartei wenigstens zum Schein eine Art TüV-Plakette auf das Banner kleben. Bei all den durchgewunkenen konjunkturfreundlichen Wunschgesetzen und Gesetzentwürfen wäre das das Mindeste.

Und während die Autoindustrie vom Klassenprimus zum herumpfuschenden Dreckspatz avanciert, weil sie zu blöd und zu geizig ist, Elektroautos auf den Markt zu bringen und es ebenso ablehnt, betroffene Dieselmotoren umzurüsten, was ohnehin rückwärtsgewandt wäre, baut beispielsweise die POST-Tochter DHL kurzerhand eigene Elektrofahrzeuge. Bravo, das ist die Initiative, wie sie Politiker nur alle 4 Jahre erkennen lassen – im Wahlkampf. Und die Marktführer der Automobil-industrie nur, wenn es um PS-Zahlen und Abgaswertfrisierung im Sinne des Profites geht. Denn die Autokonzerne sehen Kunden nur als notwendiges Übel, die Anleger und Shareholder aber als die wahren Könige des Abendlandes an. Die sind irgendwie schon weiter als wir im Denken, auch wenn es da eine Gemeinsamkeit gibt: Denn wer den größten Mist absondert, ohne dass andere es merken, dem gehört die Welt – oder anders gesagt, der wird auch schon mal Wahlsieger. Nach Schema F zu arbeiten, bringt niemanden wirklich voran.

Sollten wir daher nicht einfach die Abgasnorm wieder senken und alle wieder mit einem Zweitakter a la Trabant durch die noch viel zu intakte Umwelt tuckern? Die Nostalgiker unter uns würde es freuen, und die Autobauer könnten nochmal einen Neustart hinlegen. Und in Berlin könnte man mit dem Ignorieren aller Probleme und Betrügereien fortfahren wie bisher – es sei denn es ist wieder Wahlkampf.

Nochmal hervorgekramt: Die anderen Kulturnachrichten

Bielefeld. Bei dem Versuch eines Bielefelder Autoren, ein Buch zu schreiben, kamen gestern eine Schreibblockade und eine abwegige Idee ums Leben. Trotz eines Blutalkoholwertes von 0,8 Promille und eines mittelschweren Fingerkrampfes konnte der 35jährige zwei A4-Seiten zu Papier bringen. Für die Schreibblockade kam jede Hilfe zu spät, sie erlag den zahlreichen Einfällen, als der Autor auf dem Weg vom Kühlschrank zum Bett plötzlich an seinem Schreibtisch Halt machte. Damit sank die Zahl der allein in Bielefeld lebenden Schreibblockaden unbekannten Schätzungen zufolge auf 325.

New York. In einem Krimi des Schriftstellers TOD D. UNFALL kamen nach jüngsten Angaben des Verlages 7 Menschen ums Leben. Drei weitere Personen, fünf Stubenfliegen, ein Spürhund des N.Y.P.D. sowie das Michelinmännchen wurden schwer verletzt. Wie ein Sprecher des Verlages in einer Stellungnahme erklärte, sei UNFALL nunmal die häufigste Todesursache auf der Welt. New York mache da keine Ausnahme.

Stockholm. Der bekannteste unbekannte Autor und Schriftsteller wurde heute traditionsgemäß durch den CIA der Literaturszene, den BuchClub65, in Stockholm gekürt. Im Rahmen einer Feierstunde wurde die begehrte Auszeichnung, der “Unsichtbare Füllfederhalter”, in diesem Jahr an den 71jährigen Ghostwriter I.R.GENDWER verliehen. Gendwer schrieb unter anderem mit Geheimtinte für den schwedischen Gruselautor S.K.ELETT und die deutschen ehemaligen Fernsehköche PETER SILIE und TOM ATE. Die Deutschen hatten 2012 mit dem Küchenschocker “HACKE-PETER UND DER FLEISCHWERWOLF” Erfolge gefeiert.

So viel Regen auf der Welt

So sollte eigentlich ein Essay, also eine aufsatzartige, philosophisch angehauchte Betrachtung an dieser Stelle heißen, deren metaphorische Überschrift dann mindestens im Text als zwei- oder dreideutig entlarvt wird. So wollte ich zunächst einen meteorologischen Bezug herstellen, dann auf das Schlechte im Menschen zu sprechen kommen ( was nicht bedeutet, dass er etwas Verdorbenes gegessen hat) und am Ende in eine melancholisch-trübsinnige Zukunftshellseherei verfallen. Aber das schien mir am Ende doch zu düster. Deswegen mache ich mich nun lediglich über mich und meinen regenschirmlosen Ausflug in diesen Herbst der kleine Leute lustig- tiefsinnigen Pessimismus überlasse ich dann doch lieber anderen. Besonders lustig finden übrigens die wenigen in freier Wildbahn lebenden Wetterfrösche das nasse Wetter. Das stachelt auch die Wanderlust bei den Unken und Kröten an. Auch mein Portemonnaie fühlt sich wegen der ständigen Krötenwanderung irgendwie so ausgelaugt und leer. Ich muss aufpassen, dass es am Ende nicht depressiv wird.

Foto oben: Nicht nur in London ist dieser Tage schlechtes Wetter. Obwohl – was schert uns London, das ist ja nicht mehr Europa. 😉

Optimisten – eine gefährliche Randgruppe

Glosse. Immer mehr Optimisten infiltrieren Deutschland und untergraben die so berühmte deutsche Quengeligkeit. Galten froh gestimmte, optimistische Menschen bislang in unserer Gesellschaft als Randgruppe, die von den Medien gern totgeschwiegen wurde, so greift in letzter Zeit eine gefährliche Beschwingtheit um sich. Optimisten infizieren sich mit Zuversicht und setzen ihre Mitmenschen gefährlicher Strahlung aus – denn sie strahlen vor Lebensfreude. Diese Pandemie soll neuen Erkenntnissen nach aus dem Ausland stammen, Das Deutsche Egozentrik- Institut für Antioptimismusforschung (DEFA) erklärte in seinem Jahresbericht, Wanderer schleppten sie ein. Deswegen nenne man diese auch Einwanderer. Ob es sich um einstmals ausgewanderte und nun zurückkehrende miesepetrige Grummelgermanen mit Meckersyndrom, also Deutsche handelt, erwähnt das Institut nicht. Na klar: Es ist ein deutsches Institut, also viel zu sehr mit sich beschäftigt…. Dabei hat jeder deutsche Bürger ein Recht auf seine eigene schlechte Laune! Ansteckendes Lachen und eigene Ziele seien ein Anzeichen von Ehrgeiz und somit ein Quarantänegrund, schreiben die „ Runzelsheimer Sorgenfalten“ in einem wohltuend populistischen Gastkommentar.
Immer seltener sieht man im Stadtbild jene so beruhigenden Gesichtsausdrücke, die so manche unscheinbare Hackfresse zu einer finsteren Nörgelfratze werden lassen. Blicke wie Pfeile treffen den alarmierenderweise schon leicht beschwingt dahinhopsenden Pfandflaschensoldaten immer seltener, und nach und nach nimmt sogar eine grausame Verzerrung seiner Mundwinkel Gestalt an – es droht ein Lächeln.
Und dann der Gipfel: Ein Verseuchter grüßt ihn freundlich – er wünscht einen „Guten Tag“, und die Fachwelt streitet sich, was genau er damit sagen will.
Angesichts dieser bedenklichen Entwicklung in dieser unserer kurzlebigen Zeit bekomme ich gerade glücklicherweise so richtig schlechte Laune.

Herrentagsgedanken

Wieder steht der Tag des Bollerwagens vor der Tür, die 24stündige Dauerausrede dafür, dass man uns Männer immer und überall mit einem Bier in der Hand oder einem Grill vor dem beschürzten Bauch erwischt. Zumindest an diesem Tag. Grillen an sich ist aber keine reine Männersache: Am Frauentag dürfen dann natürlich mal die Frauen grillen. Und noch ein weit verbreiteter Irrtum: Herrenschokolade darf man selbstverständlich  ganzjährig essen. Auch, wenn man eine Frau ist. Sicher heißt sie nur so weil sie von (oder etwa aus?) Herren hergestellt wird. Also, die Schokolade, nicht die Frau natürlich, was für ein Quatsch.

Kann ja auch sein, dieser Herrentag, auch Männertag genannt, ist eine Erfindung der Kohleindustrie. Wer grinst da? HALLO! Holzkohle? Grill?  Na bitte.  So wie hinter dem Frauen- und dem Muttertag die Blumenhändler stecken, hinter dem Kindertag die Spielzeugindustrie und all die Süßigkeiten eine Erfindung eines Bielefelder Zahnarztes sind. Na gut, außer vielleicht die Gummibären. Weiß doch jeder, dass da der Gottschalk hinter steckt!

Betrachten wir die Sache mit dem Ehrentag mal philosophisch: Es gibt einen Männer- bzw. Herrentag und einen Frauentag. Sind Männer und Frauen wirklich die einzigen Geschlechter, die einen solchen Tag verdienen? Wenn wir angeblich im Zeitalter der Geschlechtervielfalt und Gleichberechtigung leben, dann hat hier der Ehrentagserfinder noch eine Menge Arbeit vor sich … Und was bitte ist mit Ehrentagen für Tiere und Pflanzen?

Ich habe mich an dieser Stelle schon über die kuriosesten Gedenktage ausgelassen. Darüber nachzudenken, wie man die alle innerhalb eines Kalenderjahres unterbekommt, wenn es noch mehr werden, das lasse ich jetzt auch mal aus.

Englisch ist nicht gleich Spam

Englische Kommentare, deren Verfasser eine anonyme Mailadresse nutzt, sind nicht automatisch Spam. Nicht, wenn sie nach Lobhudelei klingen und keinen Viagra-Link enthalten. Deswegen steht einer Freischaltung meinerseits nichts im Wege. Auch wenn WORDPRESS sie automatisch in den Spamordner schiebt. That´s why I wonna thank the writer of  the english comment to my blogpost concerning the „Verspäteter Aprilscherz“ – even if I know, that he wasn´t serious with his compliments. But it sounded good to me. So I took the comment online  *smile* It goes down like oil 😉 

Ein wenig nachösterliche Kultur gefällig?

Die langjährige First Lady der DDR, Margot Honecker wäre am 17.April 2017 90 Jahre alt geworden.  Aber eine andere, viel großartigere Frau wäre am 25. April 2017 schon 100 Jahre geworden : nämlich die Jazz-Sängerin Ella Fitzgerald, die 1996 im Alter von 79 Jahren starb. 3Jahre zuvor wurden ihr übrigens aufgrund ihrer Diabetes beide Unterschenkel amputiert.

Ja und was gabs diese Ostern noch so? Die gestrigen und heutigen Ostermärsche stießen nur auf moderates Interesse – und das lag nicht nur am Wetter. Die Friedensbewegung kriegt heute niemanden mehr wirklich lange hinterm Ofen hervor oder von der kuschelgen Couch neben dem vollen Kühlschrank und dem TV mit 50 Programmen herunter…. Wir sind einfach übersatt und desinteressiert und leben in unserem eigenen Mikrokosmos, dessen Tellerrand zu hoch ist, um mal erhobenen Hauptes drüber weg zu schauen.  Ich schreibe bewusst „wir“, denn auch mir gelingt es nicht immer so, wie es angemessen wäre.

Angesichts der nun zu Ende gehenden Ostertage kann ich schon keine Eier mehr sehen – und ich bin sicher, auf Erdogan hat man heute keine geworfen.  Nicht mal assoziale … also faule, nicht wahr. Der hat sich seine Mehrheit fürs Referendum nun gerade so  zusammengekauft und darf nun endlich so tun, als sei er der Osterhase. Als erstes möchte er seinem Volk die Todesstrafe wieder ins Nest legen – soviel Nächstenliebe passt doch zu Ostern, oder? Überhaupt ist er ja ein ganz ein Lieber, und sooo umweltbewusst, auch sehr naturverbunden – sogar bei Waffen achtet er darauf, dass es BIO-Waffen sind, jahaa, siehste wohl, nur das Beste für sein Volk. Und dennoch hätte es ihn fast im Stich gelassen. Einundfünfzigkomma Hastdunichtgesehn Prozent – das ist eine hauchdünne Mehrheit … aber es hat ja funktioniert, dank des rechtzeitigen unfairen Umgangs mit den Nein-Wählern.  Das hat er vorausgeahnt, dass man da rechtzeitig gegenhalten muss.  Und? Sühst? Seine Majestät hat es geschafft.  Et hätt ja nooch maa jout jejange …

Frau Honecker hingegen hätte darüber nur müde gelächelt … Sie kannte noch richtige Mehrheiten von damals, da ging nix unter 97 %.  Überhaupt würde sie sich mit Erdogan wohl ganz gut verstehen. Bestimmt würde er sie prompt zur türkischen Bildungsministerin machen, und schon bald gäbe es die Pionierorganisation Atatürk am Bosporus … naja. Oder er hätte nüscht zu melden, würde zum Angsthasen verkommen und hoppelte nur noch mit angelegten Löffeln durch seinen 1150 Zimmer großen Riesenbunker.

In diesem Sinne: Frühliche Üstern gehabt zu haben, wünsche isch allahseits.

Politik aus Sicht eines Idealisten

Sollte auch dieses Jahr wieder gekürzt werden: Armutsbericht 2017

Vor einiger Zeit gab es ja von mir schon mal eine Glosse zum damaligen Armutsbericht der Bundesregierung. Diesmal aber bleibt mir der Spott in der Feder stecken. Auch in diesem Jahr stellte Arbeitsministerin Nahles nun mit Erstaunen fest, dass nur 10% der Bevölkerung 90% des Vermögens besitzen. Die Bundesregierung, (insbesondere die regierenden Parteien,) gefällt sich darin, die zunehmende Armut zwar zu beschreiben, nimmt sie aber billigend in Kauf und beschränkt sich auf das Hochreißen der Hände und jammervolle Vergießen von Krokodilstränen. Sie kann ihre Abhängigkeit von der Wirtschaft nicht verhehlen.

Wen wunderts vor diesem Hintergrund, dass Trump´s Angriff in Syrien den Blick der großen Koalition zwar auf den Rüstungshaushalt lenkt, aber nicht auf andere drohende Katastrophen wie zum Beispiel Flüchtlingsschicksale wie auseinder gerissene Familien oder die an der nächsten Ecke drohende Hungersnot in Jemen und Südafrika, die Experten zufolge bis zu 20 Mio.Tote fordern könnte. Dass Waffen aus Deutschland in die Hände des IS gelangen, nehmen die Exporteure billigend in Kauf und wachen streng darüber, dass Deutschlands Exportüberschuss ja nicht abebbt. Auch nicht bei Waffen, egal wer sie ordert. Stattdessen peitscht man schnell noch banal wirkende Gesetze vor dem anstehenden Wahlkampf durch, um Initiative vorzutäuschen. Die Rede ist vom Verbot der Kinderehe in Deutschland und weiteren mühsam vereinbarten Zweitrangigkeiten, die angesichts drängender Herausforderungen wie dem erneut aufbrandenden Kalten Krieg Aufschub geduldet hätten. Wen wunderts weiterhin, wenn dann einerseits die gefühlte Hilflosigkeit mancher Wähler in Politikverdrossenheit mündet oder sie zum Protestwähler solcher Populisten wie der AfD avancieren. Letztere hat allerdings  ihre Chance auf eine wirklich sinnvolle, erfolgreiche Bürgeropposition dadurch kläglich  vergeben, dass sie keinerlei Inhalte, sondern nur rechtspopulistische Phrasen und provozierende Halbwahrheiten von sich gab. Sie räumte eben nur Proteststimmen ab, und zwar aus allen politischen Gesinnungsrichtungen und wusste dann nicht weiter – weswegen sie innerlich bald zerstritten war.

Vielleicht führen uns die Medien ja an der Nase herum und unsere Regierung plant in Wirklichkeit schon den Kommunismus?

Es bleibt nur zu wünschen, dass sich mal eine Partei findet, die allen etablierten, vor sich hin dämmernden und wirtschaftshörigen Regierungsangehörigen klar zu machen versteht, dass ein süffisantes “Wir schaffen das!” allein für eine bürgerorientierte, sozial gerechte Innenpolitik – auch für die aufgenommenen Flüchtlinge – nicht ausreicht. Schon gar nicht, wenn man nach dem Aussprechen dieser Worte schweigend abwartet und versucht, alle Probleme auszusitzen.  Hauptsache Machterhalt.

So gesehen ist es schade, dass nur alle 4 Jahre eine Legislaturperiode zu Ende geht. Manche Abstrafung kommt dann nicht zeitnah genug, und es vergeht ungenutzte Zeit.

Der Blick für globale Zusammenhänge fehlt der Bundesregierung ebenfalls noch, wage ich zu behaupten. Sie hat gerde mal Europa im Blick, nicht viel mehr. Deutschland geht es gut, aber anderen Ländern dafür umso schlechter, auf deren Kosten wir uns den Wohlstand sichern. Stichwort Exportüberschuss.

Wenn ich schreibe wir, kommt mir dabei erneut in den Sinn, dass nicht alle sozialen Schichten diesen Wohlstand in der Lohntüte spüren. Aber das hatten wir ja schon. Wie überschaubar schien die Welt noch mit den zwei sich konkurrierenden Systemen Sozialismus und Kapitalismus gewesen zu sein.

Auf die Gefahr hin, falsch verstanden zu werden – die Zeit war eine ruhigere. Nicht, dass sie wieder angestrebt werden sollte – aber ich wage die These, richtigen Sozialismus hat es bisher noch nirgends auf der Erde gegeben. Was ich damit sagen will: Wir sollten wieder anfangen, zumindest nach Alternativen für diesen die Gesellschaft spaltenden aggressiven Wirtschaftskapitalismus von heute  zu suchen. Oder uns solchen zumindest nicht verschließen.

Aber da werden wohl all die Multimillionäre, Lobbyisten,  superreichen Sportwagenküsser und Schlossalleekäufer nicht mitspielen. Wo kämen wir denn da hin, wenn keiner mehr arm wäre und hungern würde? Das hieße ja, keiner hätte mehr Bedürfnisse, es gäbe Absatzschwierigkeiten, der Gewinn bräche ein. Natürlich müsste man dann Arbeitsplätze streichen, aber den Leuten ginge es dennoch gut, auch ohne Arbeit, nicht auszudenken! Dann gäbe es bald 5 Milliarden (zufriedene!) Arbeitslose auf der Welt …
Der Rest wären wohl bankrotte Unternehmer.

Na, deren Lieblingspartei möchte ich dann mal sehen. Jede Wette, dass dann niemand mehr weiß, wer zum Teufel mal diese komische CDU war?

Von Verkehr, Blüten und falschem Schein

Vor einigen Wochen kündigte die „Ostsee-Zeitung“ im Lokalteil für den Herbst 2017 umfangreiche Sanierungsarbeiten auf der A20 ab dem Kreuz Rostock an. Allen grünenden und blühenden Frühlingsboten draußen in der sonnebeschienenen Natur zum Trotze stellte ich nun fest, dass wir uns bereits im Herbst befinden – denn die Baustelle  tummelt sich schon an ihrem vorbestimmten Platz – oder döst sie dort den ganzen Sommer über neben schleichenden Autofahrern vor sich hin und beobachtet die einzig verbliebene Fahrspur in beide Richtungen gelangweilt, rückt sich ihre rot-weißen Verkehrshütchen zurecht und schießt mit Leuchtpfeilen  um sich wie ein bekiffter Indianer?

Aber apropos Blüten: Der neue 50€-Schein sorgt für Geldentwertung. Klingt unglaublich, oder? Man erhält nämlich die Blüten  seines noch geltenden Vorgängers für immerhin 1,95€ pro Stück beim Ganoven seines Vertrauens, oder im Darknet. Also dem unbeleuchteten Internet. 😉  Aber Anlegern rate ich, noch zu warten, denn der Preis dürfte angesichts der bald endenen Gültigkeit des „alten“ Fuffis noch weiter fallen. Na das schreit doch dann nach Schnäppchenalarm, oder?  Insider munkeln, dass man noch ein Jahr, nachdem der alte Fuffi aus dem Verkehr gezogen wurde, die alte 50€-Banknote bei der Zentralbank tauschen kann.  Bis dahin dürften die Blüten dieses Erfolgsexemplars nahezu nix mehr kosten! Geil, oder?

Okay, man weiß nicht, ob die Bank sie nicht erkennt, wenn man sie zu tauschen versucht … Aber man hat ja dann schließlich nix verloren, wenn das in die Hose geht, oder ??

Wie Abnehmen Reichtum verhindert

Ich nehme ja gern Tipps an. Aber wenn ich mal einen abgebe, liege ich sowas von daneben. Und dennoch bin ich diesbezüglich Wiederholungtäter. Worum es geht? Letzte Woche füllte ich mal wieder einen Antrag auf Reichtum im Multiple-Choice-Verfahren aus. Also, einen Lotto-Tippschein. Und was soll ich sagen, ich hatte unglaubliche vier Zahlen …. äähm…

… um jeweils nur eine Zahl verfehlt. Wieder mal! Ich musste erstmal richtig Dampf ablassen und fragte mich, was mit meinem Bauchgefühl nicht stimmte. Ob das an meiner Kohlsuppendiät lag? Ohne die wäre mein Bauchgefühl okay gewesen und ich nun Lottogewinner. So hält einen dieser Schlankheitswahn vom persönlichen Glück ab. Ich hab es langsam dicke!  Außer in der Brieftasche. Also sind doch die Politiker mit ihren Diäten auch ganz arme Schweine, oder?