Weitere Textprobe und Schreibgedanken zum Leuchtturmkrimi

„Bevor die Welle bricht“, ist sie am stärksten. Es sammelt sich allmählich an, das Wasser, Tropfen für Tropfen. Es ist, als wenn das Fass überläuft, die ganze Wut, dieser Zorn sich entlädt und alles kippt. Man müsste diesen Moment abpassen und nutzen, etwas daraus machen. Aufstehen, aufbegehren. Was aber, wenn die Welle trotz ihrer Wucht nicht groß genug ist, oder wenn sie vorher gebrochen wird?

Das ist der Kerngedanke der Geschichte, die mal Leuchtturm des Verderbens heißen sollte und nun einfach kein Ende findet – es gibt viel zu erzählen über die Menschen an der Ostsee in den Siebzigern, und ich selbst bin mit dem bisherigen Resultat noch nicht so zufrieden. Die Politik spielte damals in Wirklichkeit eher eine unscheinbare Rolle, wenngleich sie auch durchaus den Alltag bestimmte. Sie war aber nicht so vordergründig präsent, wie in der Erzählung dargestellt.
Andererseits denke ich, dass das eben der Stil dieses Romans ist. Das Gesamtbild stellt sich aus meiner Sicht durchaus so dar, wie ich es erreichen wollte. Hoffentlich war ich einerseits empathisch genug in der Sprache, ohne andererseits zu wertend und be- oder verurteilend zu sein. Habe nach mehrwöchiger Schreibabstinenz wieder den roten Faden der Handlung aufgenommen und spinne das Werk nun möglichst schnell zu Ende, auch wenn es wie gesagt noch viel zu erzählen gäbe. Ich könnte noch … aber egal. Kann ja immer noch eine Fortsetzung geben. Muss aber nicht.

Ich veröffentliche dieser Tage hier im Blog eine weitere Textprobe in der Hoffnung auf Manöverkritik …

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