Beschwerde eines Lesers

Ich muss als Leser mal meckern. Es langweilt doch, immer nur nahezu perfekte, am Ende aufgeklärte Kriminalfälle zu lesen. Das vorhersehbare Ende lautet viel zu oft: Auf den Bösewicht wartet die Strafe, und es folgt die Aufklärung über den Tathergang. Warum nicht mal einen scheiternden Aufklärer, einen tolpatschigen Täter/ Verbrecher/Möchtegern-Gangster und/oder Kriminalfälle, die am Ende einfach unaufgeklärt bleiben? Das scheint eine Marktlücke zu sein … Da mache ich mir mal Gedanken, vielleicht ändere ich das mal mit einer entsprechend angelegten Geschichte.  Mir sind zu wenige Krimis untergekommen, die mit den gängigen Klischees zu brechen versuchen, auch wenn viele von ihnen durchaus spannend und packend geschrieben sind – dennoch führt die Handlung zielstrebig zum alles erklärenden Ende. Das Buch endet, wenn der Fall endet. Das kennt man. Auch wenn man miträtselt und falsch liegt – es gilt als sicher, dass ein Schuldiger gefunden wird, noch vor dem Epilog. Aller spätestens aber währenddessen. Und schlimmstenfalls wird am Ende dann auch noch verziehen, geschmust oder sogar geheiratet,  lösen sich handlungsbegleitende Probleme und Konflikte gerade noch auf, bevor der Platz auf der letzten Buchseite zu knapp wird.

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