Wie soll die Callcentergeschichte heißen?

 

Ina und Andreas arbeiten neben vielen anderen Kollegen in einem Call Center. Als ein eifersüchtiger Verehrer aus Inas Vergangenheit ihr Kollege wird und seiner angebeten Klassenkameradin von einst umsonst den Hof macht, erwacht seine Eifersucht. Ihm bietet sich die Gelegenheit durch ein Outboundprojekt, ihr näher zu kommen und ihren Freund Andreas auszuschalten. Begünstigt wird sein Vorhaben durch die datenhungrige Marketing-Agentur Gut-und Gernkauf, deren abenteuerlicher Pilot-Versuch für Inas Verehrer gerade recht kommt und Mittel zum Zweck wird. Als er dabei zu weit geht, wird er allerdings von der Agentur im Stich gelassen. Andreas´ Karriere schien indes eben noch an Fahrt zu gewinnen – doch er verbirgt ein Geheimnis. Eines Tages zahlt er einen hohen Preis ….

Ob Krimi oder Thriller oder von beidem etwas – auf alle Fälle ist es eine Geschichte mit Spannung geworden,  die mehr Themen tangiert, als es zunächst den Anschein hat. Datenschutz, Rache, menschliche Schwächen, Geldgier und die gute alte Eifersucht – das alles schimmert zwischen den Zeilen durch. Die Hauptfiguren gehen auf unterschiedliche Weise mit den besonderen gesellschaftlichen Verhältnissen im Mecklenburg- Vorpommern der frühen Neunziger um und lassen den Leser mit der Frage zurück, ob die Möglichkeiten für König Kunde, im Service-Deutschland nach der Wiedervereinigung noch Einfluss zu nehmen und seine Belange zu wahren, nicht langsam und fast unmerklich zur Farce verkommen sind.

Es ist charakteristisch für zum Beispiel amerikanische Literatur, dass Genregrenzen aufgehoben werden. Auch das Werk hier würde ich als Mischung aus Krimi und Thriller bezeichnen. Die Ticks und Schwächen der handelnden Figuren habe ich hier mehr als in meinen bisherigen Geschichten herausarbeiten wollen, um so der Geschichte etwas mehr Tiefe zu verleihen.

Nun zum Titel der Geschichte:

„Es begann mit einem Anruf“ klingt schmissiger und eingängiger als „Outbound nach Feierabend“ oder Outbound-Experimente“. Ebenfalls nicht mehr in Frage kommen “ Das Geheimnis des Anrufers“, „Tendikat am Apparat“ oder „Anrufer reloaded“. ( reloaded von wegen meiner Überarbeitung der Story) „Der Anrufer 2.0“ klingt veraltet,  „Modern Stalking“ trifft es nicht ganz, das hebe ich mir für eine andere Geschichte auf.  Ich werde wohl so auf 50 bis 60 000 Wörter kommen. Ob man das noch als Kurzgeschichte gelten lassen kann? Ich habe es vorsorglich schon mal Erzählung genannt …. Auf Facebook habe ich mal meine neueste Coveridee präsentiert.

  • Woran erkennt man im Callcenter, dass Freitag ist?  Bereits mittags sind die meisten Agenten besser aufgelegt als ihr Telefonhörer. (Ja ich weiß, man trägt dort Headsets, na und?
  • Und was fragt ein Agent seinen neben ihm sitzenden Kollegen, wenn er aus der Pause  kommt und sich wieder am Platz einloggt? „Und? Irgendwelche Anrufe für mich?“ 

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