Eine Ära geht zu Ende – Plaschke Adieu.

 Ja, er verschwindet nun endlich von meinem Schreibtisch, der wohl ausdauerndste Protagonist ever: Plaschke. Es muss mehr als drei Jahre her sein, dass die Kurzgeschichte entstand.  Das Buchprojekt wurde nun letztmalig von mir durchkorrigiert, indem ich alle Hinweise aus dem Lektorat einzeln geprüft und die allermeisten von ihnen eingearbeitet habe. Mehrere tausend Randkommentare auf 140 Seiten, dann noch Stress mit Software und Hardware – aber nun ist es überstanden. Mit dem Ergebnis eines guten Lektorats wie in diesem Fall dürfte nun einem baldigen Druck nichts mehr im Wege stehen. Ein wenig Vorfreude kommt auf.

Also, die durch das Lektorieren aufgezeigten Formulierungsalternativen nötigen einem schon

Wenn er nicht so freundlich aussähe, könnte er es sein: Fritz Plaschke
Wenn er nicht so freundlich aussähe, könnte er es sein: Fritz Plaschke

konzentriertes Arbeiten und gewissenhaftes Prüfen ab. In ca 75-80 Prozent der Fälle konnte ich sie direkt übernehmen, manches Mal musste ich jedoch darauf achten, dass der Erzählfluss erhalten bleibt. So ist Umgangssprache und das Verwenden von Füllwörtern in der wörtlichen Rede durchaus nicht immer verpönt. Dabei kommt es z.B. darauf an, wo die Charaktere sozial angesiedelt sind. Auch muss man nicht zu 100% alle Hilfsverben immer vermeiden – es genügt, wenn man sie sehr reduziert, aber gezielt einsetzt. Dennoch empfand ich das rigorose Aufzeigen von Ausweichmöglichkeiten als sehr hilfreich, ebenso natürlich die „losen“ Handlungsfäden und kleinere Ungereimtheiten. Dafür braucht es einfach einen Blick Außenstehender – und so gesehen ist ein gutes Lektorat unausweichlich nötig, wenn ein Buch überhaupt erstmal den Weg in den Handel schaffen soll, und damit meine ich richtige grab_0005Buchhandlungen. Qualität setzt sich eben durch, nichts anderes – und die fängt bei elementaren Dingen an wie Rechtschreibung und Ausdruck. Ich nehme aus den vielen Randkommentaren auch eines mit: Künftig weiß ich von vornherein, worauf ich gleich beim ersten Niederschreiben der Texte stärker achten sollte. In meinem Fall sind das besonders die zu häufige Verwendung von Umgangssprache und Hilfsverben. Ich wiederhole es gern: Weil ich ich für die penible Genauigkeit dieses kompetenten Lektorates und die Vielzahl der Kommentare dankbar bin, prüfte ich wirklich jede einzelne Anmerkung, um dann immer wieder neu zu entscheiden, welche Verbesserung angemessen sein könnte. Dumm war nur, dass WORD vom MAC nicht kompatibel ist mit einer Windows-Version. Daher rührten meine anfänglichen Bearbeitungsprobleme

Jetzt jedenfalls stimmt mich das Endresultat versöhnlich. Vom Verlag war zu erfahren, dass die Druckerei ca 5 Wochen benötigt. Während des Wochenendes der Frankfurter Buchmesse mit dem Ausbessern fertig zu werden – wenn das mal kein gutes Omen ist!

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