Nachdenken? Beim Autofahren?

Schnellfahren unter Einsatz der Dauerlichthupe war mal den Rettungsfahrzeugen und der Polizei vorbehalten. Diese Zeiten scheinen lange her – und garantieren im Handumdrehen einen handfesten Stau. Schaut man sich die Fahrweise mancher pöbelnden und drängelnden SUV-Umarmer an, die glauben, die linke Spur von ihren Steuergeldern ganz allein zu finanzieren, kommt man schnell drauf, dass diese Primatengruppe das für einen Widerspruch hält: Nachdenken – beim Autofahren.

traffic-jam-688566_640So aber ließe sich so mancher Stau vermeiden. Was aber nützt das, wenn sich gefühlte 80% aller Fahrzeuge auf der linken Spur tummeln – und diese bis wenige Zentimeter vor der baustellenbedingten Sperre verteidigen? Wenn dann durch die Herannahenden permanent Sicherheitsabstände ignoriert und aufgeweicht werden, müssen deren Nachfolger umso stärker bremsen. So bastelt man sich einen prima Stau. Die Lösung scheint aber unrealisierbar und für die rasenden Sportwagenküsser auch unakzeptabel: Denn das hieße rechts fahren, und nicht ganz so eilig unterwegs zu sein. Abartiger Gedanke.  Solange es aber Autos gibt, die nicht für das Tieffliegen gemacht sind, weil ihre Räder bis zur Erde reichen, wird es Verkehrsteilnehmer geben, die auf der rechten Spur unterwegs sind. Sollen die rasenden Linksträger Linksfahrer sich auf ihrer Spur ihren eigenen Stau basteln – ich verüble es keinem rechtsspurigen Mitdenker, wenn ihm irgendwann dieses ewige Reißverschlussverfahren auf den Senkel geht und er das ständige Vorlassen der von links kommenden, notgedrungen und widerwillig bremsenden Bleifüße irgendwann aufgibt.

So Schluss mit dieser Träumerei. Termindruck, Fahrspaß, Nervenkitzel – das alles autofah1sind Argumente, die diesen idiotischen Straßensputniks recht geben. Leider. Dass sie damit ganz schnell auch das Leben Anderer gefährden, und damit meine ich nicht nur die ihnen verhassten Rechtsfahrer mit Klopapier und Wackeldackel auf der Hutablage, zählt nicht für sie. Dann überholen sie lieber schon mal rechts. Wie sagte einst Comedian Olaf Schubert: „In Wirklichkeit sind sie auf der Flucht vor sich selber. Und wenn man ihnen das sagen will … dann sind sie schon weg. „

 

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