Abend am Meer

Knitterfrei liegt das Meer
glatt gebügelt und wellenarm
ausgebreitet bis an den Horizont
scheinbar nicht weiter

Jener unnahbare Saum
zwischen Wellen und Wolken
flüchtet vor sich ihm Nähernden,
obliegt es doch einzig der Sonne
sie am Tagesende
fließend zu verbinden.

©2016

Anmerkungen: Gemeint sind sowohl Wellen und Wolken, als auch wir, die sich dem Horizont Nähernden… Die beabsichtigte Zwiedeutigkeit kommt hier leider nicht so richtig zum Ausdruck, fürchte ich. Nun ja.  Sollte es heißen: „sie am Tagesende fließend miteinander  zu verbinden“?  Im Sinne einer Verknappung kann das Wort doch weggelassen werden, denke ich. Soweit ein paar Zeilen zum Saisonausklang, der ja nun bevorsteht.

Ein Gedanke zu „Abend am Meer“

  1. Dirk, auf dem Schiff stehend, in den Horizont blicken, sich fragend, ob das Wasser am Ende abfließt, wie bei einem Wasserfall, wohl wissend, dass es nicht so ist. Die Hände dem gefühlten Ende entgegenstreckend, wohl wissend, es nicht zu erreichen.
    Ebensowird es ein wundervoller Traum bleiben, dass sich die Menschen einander annähern. Denn viele Menschen nehmen sich viel zu wichtig, Religionen nehmen sich viel zu wichtig und so verbleibt uns nur das Gebiet des goldenen Teppichs, den du auf einem deiner Fotos in der Koppenhagener Foto Reihe auf dem Wasser eingefangen hast, übrig, unsere Träume teilen zu können, Uta.

    Falls mein Kommentar doppelt und dreifach erscheint (schmoll) dann …

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