Warum nicht auf Deutsch – Who knows?

SD530410aSchreibgedanken. In vielen Buchtiteln und natürlich in den Geschichten selbst fällt dem kritischen und wachen Leser eine Anhäufung von Anglizismen auf, die so mancher des Englischen kundige Mensch sogar schon „neudeutsch“ nennt. Was aber macht die Faszination der „Verenglischung“ aus und warum erreicht man scheinbar auf Deutsch nicht dieselbe Aussagekraft? Ist es nicht so, dass man auf diese Weise als Autor möchglichst (zielgruppen-)breit aufgestellt sein möchte und auf dadurch bessere Verkaufszahlen hofft? Diese provokante Frage ist aber ebenso legitim wie die Antwort: Ja sicher – na und? Schade ist nur, dass es keine probatere Mittel gibt. Wer hier seine Prinzipien hat und anders verfährt, der muss dafür bezahlen – trägt aber zur Pflege der deutschen Sprache bei. Nur, er hat davon nicht viel, in materieller Hinsicht.

Bei manchen Genres ist es schon ewig und drei Tage üblich, Fantasiesprachen und/ oder andere Weltsprachen anzuwenden. Sicher hat das auch seine Berechtigung, und die Leserschar stimmt ja mit ihrem Kaufverhalten dafür oder dagegen, aber so bleibt die Hoffnung, dass sich das durch sinkende Nachfrage mal rückläufig entwickelt, nur Augenwischerei.

Ich meine jedenfalls nur: Dieser Trend nimmt auch da Überhand, wo es nicht zwingend nötig ist, um gute Geschichten zu erzählen. Aber diesen Eindruck habe vielleicht nur ich. Handverlesene Beispiele aufzulisten, spare ich mir. Letztendlich muss das jeder Autor nach wie vor selbst für sich (und die Leser) entscheiden.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s