Leistungsprinzip honoriert nur Schnelligkeit, nicht Qualität

rrDas Gehalt eines Dichters oder ist eine Bezahlung per Vers pervers? Ja ich weiß: Wortspielalarm allerunterster Kajüte. Aber sollte es so etwas wie ein Zeilenhonorar nicht nur für Journalisten, sondern auch für Schriftsteller geben? Dieser Frage ging ich in einer Studie nach ( *ggg*) und habe dazu immerhin 5 Leute befragt.

Davon sagte ein Leut, es gäbe doch bei manchen Verlagen für Stammautoren Vorschüsse, die man aushandeln könne, das finde er besser. Eine weitere Leutin antwortete „Dichter und Schriftsteller pro Zeile oder Kapitel bezahlen? Dann wird nur noch auf Schnelligkeit gearbeitet. Die Idee ist es doch, was ein Buch oder ein Gedicht ausmacht…“
Zwei der Befragten zuckten – der Eine zusammen, bevor er mich mitleidig anstarrte, der Andere mit den Schultern. Und als letztes befragte ich einen Verlagsmitarbeiter, der so vehement den Kopf schüttelte, dass ich mir seine Schuppen von der Sonnenbrille wischen musste.

Fazit: Eine Bezahlung nach Leistung muss immer auch qualitative Parameter berücksichtigen, ansonsten macht es keinen Sinn. Und über die Qualität entscheiden keine Literaturkritiker, sondern die Leser/Käufer. Also- alles ist gut, wie es ist. 🙂

2 Kommentare zu „Leistungsprinzip honoriert nur Schnelligkeit, nicht Qualität“

  1. Ja Uta, das ist einfach eine Bevormundung des Lesers zugunsten des Ertrages beim „großen A“, wie du es nennst. So wie es dort wohl auch schon häufig Schwierigkeiten und Schummeleien mit Genres und den jeweiligen Bestenlisten gibt. Ich höre nun weiterhin, dass bald auch die Preisbuindung für e-books kommen soll, so dass Rabattaktionen und Preisanpassungen im Nachhinein nicht mehr möglich sind. Wer einmal ein e-book kostenlos einstellt, wird das dann nie mehr ändern können. Schnupperpreise um interessierte Leser neugierig zu machen, sind dann passé. Das finde ich schlicht suboptimal…

  2. Guten Tag Dirk,
    das große.“A“ stellt wohl Überlegungen an, Überprüfen zu wollen, wieviel Seiten von einem E Buch gelesen werden und für alle nicht gelesene Seiten, dem Autor wieder in Rechnung zu stellen. So wollen sie sicher stellen, dass es nur noch Geschichten schaffen, die wirklich vom Leser, der nur noch als Verbraucher gesehen wird, angenommen werden. Das wäre für mich ganz einfach gesagt, dass Abschaffen von Geheimnistruhen, von Überraschungsmomenten, tiefgründiger Literatur u.u. .
    Es gruselt mich einfach nur. Denn ich möchte, dass die Vielfalt erhalten bleibt. Ich möchte mich entscheiden können, ob ich mich nach dem stressigen Tag, nicht auch nicht so leichter Kost hin wenden möchte. LG Uta

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