Lesungs-Nachlese

Ein neues, noch nicht veröffentlichtes Gedicht wollte ich als Premiere noch vorlesen – dazu kam es nicht mehr bei meiner Lesung am 18.6. im KOMM DU. Aber wenigstens konnte ich den kompletten Teil 1 von „Was möchten Sie hören, wenn Sie tot sind?“ zu Gehör bringen. (Schlimme Dinge passieren da in Sterbeberg-Trauerfeld… die Stadt mit der maroden Kirche, die „Schöner Sterben“ zu einem lohnenden Geschäft machen will, hat ihren ersten Untoten. Der Anfang von Fritz Plaschkes Ende auf Raten wird im ersten Teil geschildert, dessen Höhepunkt eine versehentliche Beerdigung in der Klärgrube bildet. Und ausgerechnet als dem vermeintlich Toten sein letzter „Musikwunsch“ während der Trauerfeier nicht erfüllt wird, kommt er nochmal zu sich…)


Lampenfieber gehört dazu, sagt man…


Davor gab es mehr oder weniger zeitgenössische Satire in Gedichtform oder als Glosse, ebenso auch als Kurzgeschichte. Glücklicherweise schienen die Zuhörer Gefallen an den Werken zu finden und der Humor war offensichtlich gerade richtig dosiert. Das war zuvor  die Ursache meines Lampenfiebers und zugleich der Punkt, über den ich mir am meisten im Vorfeld Gedanken gemacht hatte – gar nicht so sehr über die Anzahl der möglichen Besucher der Lesung.


Wenn das Eis gebrochen ist..


Bdtx6mECcAA-BWjclappingplzDie positive Reaktion des Publikums kann einen beflügeln, und so wurde ich dann nach und nach sicherer und ruhiger. Und ich begreife dieses so unmittelbare Feedback als keine Selbstverständlichkeit. Deswegen hatte ich besonders Spaß bei der o.g. Kurzgeschichte am Schluss des Abends und glaube gespürt zu haben, dass spätestens dann und zu guter Letzt der Funke gänzlich übersprang. Deswegen schließe ich mal entgegen einer früheren Erklärung von mir weitere Lesungen in Zukunft nicht mehr grundsätzlich aus.

REBLOGGING mit ausführlicherer Nachlese des Abends von einer Zuhörerin

4 Kommentare zu „Lesungs-Nachlese“

  1. Danke sehr für deinen Kommentar, Manfred. Stimmt: Man weiß vorher nicht, wie das Publikum reagiert… Aber ein Indiz dafür kann sein, wenn man sich vorher genügend Feedback über Portale für Selfpublisher eingeholt hat wie bookrix oder so… Da gibt es auch viele „immernette“ Reaktionen, aber das lernt man bald zu unterscheiden. Ehrlich gemeinter Zuspruch im Vorfeld hat mich auch dazu bewogen, es zu versuchen. Und die Atmo dieses kleinen Cafés. Ich war ja gebührend nervös und habe am Anfang echt schnell gelesen… Nun muss erstmal was Neues entstehen.

  2. Ich habe bisher keine eigenständige Lesung hinter mich gebracht, finde es also schon mal von vornherein mutig und ziemlich klasse, sich dem Publikum so ungeschützt auszusetzen. Mit ein paar kleineren Texten ist das eine andere Sache, weil man sofort wieder in den Schutz der Gruppe zurück kann. Der Moment, in dem dann das Publikum anspringt und mehr als nur freundlich oder gar tröstend reagiert, der ist es dann wert und der motiviert, wie es in der Nachlese steht, zu weiteren Versuchen. Feedback, vor allem positives Feedback kann vermutlich süchtig machen.

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