Wochenrückblick (Satire): Blatter machte die Flatter

Wochenrücktrittblick. Das war die Woche der Sündenböcke: Griechenland, Ukraine, Putin, Blatter. Was wurde auf Griechenland geschimpft, den Blatter haben sie getreten, über die Ukraine den Kopf geschüttelt. Aber wenigstens Blatter hat sich nichts gefallen lassen; mehr noch, er trat sogar zurück. Oder wurde er zurückgetreten? Niemand weiß das so genau, und keinen schert das noch. Das FIFA-Image ist sowieso im Eimer. Aber dazu später mehr.


wochDie obercoolen G7-Primaner distanzieren sich indes bei ihrem Cliquentreffen von den Schmuddelkindern Russland und Griechenland. Griechenland? Zu arm. Russland? Zu gewalttätig. Die dürfen nicht mitspielen bei den glorreichen Sieben. Da hilft auch alles Selbstbewusstsein der Welt nichts. Wen wundert es dann, wenn sich Griechenland und Russland verbünden? Keinen, außer die EU-Kommission und die heilige Dreifaltigkeit des Schnöden Mammons, die früher Troika hieß. Die heben den Zeigefinger und missbilligen das aufs Schärfste. Griechenland lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen; ja, ich weiß… welche Butter, die haben ja weder das eine noch das andere. Sie haben ein schweres Stück Arbeit vor sich, und damit meine ich nicht den Schuldenabbau, sondern die Überzeugung der unbelehrbaren EU-Dogmatiker, dass ihre Unterwerfungspolitik die Situation erst so zugespitzt hat und deswegen ein Kurswechsel vonnöten ist: Investitionen in die Wirtschaft müssen her, und die Spitzenverdiener (also die Oberschicht) müssen radikal besteuert werden. Stattdessen sollen die von den Geldgeberländern diktierten Sparmaßnahmen weiterhin dem Volk durch Steuererhöhungen und Rentenkürzungen in die fast leeren Taschen greifen.

Wenn Griechenland sich dann aus eigenem Antrieb – und dafür bewundere ich die griechische Regierung, die es nicht ganz leicht hat in dieser ihrer ersten Legislaturperiode und einen guten Job macht – an das wirtschaftlich durchaus interessierte Russland wendet, wer kann es ihm verdenken? Deutschland hätte es an Griechenlands Stelle keinen Deut anders gemacht. (Jaja: hättehätte, Fahrradkette… ich weiß)

Dennoch wird nun auf dem G7-Gipfel über Griechenland und Russland beraten, die dort gar nicht vertreten sind. Das kann auf die Regierungen in Moskau und Athen doch nur arrogant und ausgrenzend wirken. Eine diplomatische, gemeinsame Lösungssuche hätte den Gipfel um einiges effizienter machen können. Die Sieben ist nicht die letzte natürliche Zahl, liebe Eurokraten, wir waren ja auch schon mal bei G8…

existenzgruend featUnd sogar die FIFA wird zumindest am Rande Gipfelthema sein. Blatters Reformen, die er nun beschwört, kommen um ein Jahrzehnt zu spät. Immerhin hat sich einiges an Schmiergeld angesammelt. Das müsste man den Funktionären wieder abnehmen, es ließe sich doch gut verwenden:  Warum löst man die FIFA nicht auf und gibt deren Budget Griechenland? Das bißchen Fussball-WM-Geschachere können doch BND und NSA mitübernehmen, die wissen eh´ am besten Bescheid in der Welt.

2 Kommentare zu „Wochenrückblick (Satire): Blatter machte die Flatter“

  1. stimmt, der hätte auch gut in das politbüro damals gepasst mit seiner starrköpfigkeit…
    lg dirk

Kommentare

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