Griechisches Selbstbewusstsein nervt Europa

SD530009KOMMENTAR. Griechenland und Russland üben den wirtschaftlichen Schulterschluss. Das ist gut so. Wenn Griechenland wirtschaftlich wieder stärker wird, besinnt es sich vielleicht von selbst darauf, aus dem EURO auszutreten und könnte so Vorreiter für weitere gebeutelte EG-Mitgliedsländer werden. Und warum sollte das nicht mit Russlands Hilfe gelingen? Griechenland ist ein eigenständiges Land, dass sich wie David gegen Goliath vorkommen muss, hinsichtlich der Zwänge und Auflagen durch die EU – die das dann auch noch „Solidarität“ nennt. Es ist nachvollziehbar, dass in dieser finanziell schwierigen Situation aus griechischer Sicht die eigenen Wirtschaftsinteressen im Vordergrund stehen und nicht die Europas. Andere EU -Länder würden sich diese Souveränität herausnehmen, nur bei Griechenland vergießen die Brüsselanten und Euronauten Krokodilstränen, zeigen mit den vom Geldzählen gefärbten Fingern auf sie und rufen „Skandal, die machen ja, was sie wollen!“ Nein, ihr Eurokraten. Die Griechen machen, was sie tun müssen. Und dass einem EU-Mitglied in der Krise von anderen EU-Mitgliedern geholfen wird, ist eigentlich selbstverständlich und keine großherzige Almosenüberlassungsgeste. Das ist unverzichtbar, wenn das Modell einer Europäischen Union auf Dauer Bestand haben soll. Nun ist es schon mal übers Knie gebrochen worden, mit vielen immens unterschiedlich entwickelten Mitgleidsländern, nur weil man nach Amerika schielt und den lange gewachsenen und gereiften Staatenverbund USA als Vorbild für eine überhastete Europäisierung diverser Länder nahm – ohne Wirtschafts- und ohne Sozialunion. Hätte man nicht erstmal die Spätfolgen der Deutschen Wiedervereinigung in Ruhe auskurieren sollen?  Und das alles nur, weil ein paar Birnenköpfe noch vor dem Abnippeln „Gechichte“ schreiben wollten. Eine (deutsche) Einheit allein reichte da nicht – und das alles ohne demokratischen Volksentscheid, auf dem Rücken der  Bürger Wähler… Das Kind ist nun mal in den Brunnen gefallen. Nun können wir nur das Wasser abpumpen und es da unten mit Nahrung am Leben halten. Wenn es gut läuft, ist es irgendwann mal kräftig genug, sich allein zu befreien. (Foto: ©extra3)

extra3

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