Von Medien, Krisen und richtig schlechten Nachrichten

senseOFhumorMedienvielfalt kann einem schon mal auf die Nerven gehen in Zeiten, in denen die Nachrichtenlage ausschließlich skandaldurchzogen und krisengeschüttelt zu sein scheint. Gibt es denn gar keine positiven Nachrichten mehr? Ob im Netz, im TV, in den sozialen Netzwerken – überall geht es nur noch um Legionen und Religionen, um Intervention und Vertreibung. Der Intelligenzquotient der Menschheit – noch ist er aber wohl doch vorhanden, oder? Ich frage das nur besorgt, weil er immer kleiner wird. Und ich dachte immer, was ich früher in Staatsbürgerkunde über den Kapitalismus gelernt habe, müsse ich mit Vorsicht genießen, es könne doch nicht alles wahr sein. Ist es scheinbar doch: Abhängigkeiten, wohin man schaut: Industrie und Wirtschaft steuern die Politik, welche wiederum die Journalisten großer Zeitungen und Sender kauft, in denen längst auch Geheimdienste Meldungen lancieren und so Propaganda nach Wunsch machen. Wobei es nicht um den Wunsch der Leser/Zuschauer geht. Die sind ja ohnehin mit Demonstrieren beschäftigt – wenn sie nicht lieber Maibret Illner oder Günther Jauch schauen.
Fast kommen Haushaltstipps und Gesundheitsmagazine ein wenig zu kurz – selbst im Frühstücksfernsehen gibt es derzeit mehr Politik als kalten Kaffee. Belanglosfernsehen mit Nostalgiecharakter gibt es fast  nur noch in den Abseitssendern der Öffentlich-Verächtlichen Anstalten, und wenn die Werbung nicht wäre, würde den Privaten auch das Geld ausgehen… Pro7 hieße dann höchstens noch Pro4 und würde sich unter den Rettungsschirm der GEZ-finanzierten Anstalten wünschen, die dann die GEZ-Millionen nicht mehr so ohne weiteres privat verschleudern könnten und außer Tatort und Fernsehgarten als Alibi nur noch ein paar schnelle Betroffenheitsfilme zu brisanten Themen drehen.

Aber leider ist es noch nicht soweit… Nicht, dass ich gegen schlechte Nachrichten aus aller Welt allergisch bin, und weder die Medien noch die Geheimdienste können wirklich was gegen Kriege tun, wie wir gelernt haben. Aber ich vermisse jemanden, der uns allen ein kleines wenig Motivation und Verantwortungsgefühl vorlebt und sich nicht auf das gebetsmühlenartige Nachplappern schlechter Nachrichten und alter Schlagzeilen beschränkt, um dann nach seinem Rücktritt – vom Rednermikrofon – wieder in geschäftiges Nichtstun oder die allseits bekannte Beamtenstarre zu verfallen.

existenzgruend featEs gibt derzeit überall so viele Krisen, dass deren Preis schon rapide gefallen ist. Ich überlege schon, ob ich mir auch eine für gute Zeiten zulege. In Zeiten wie diesen reich zu sein, muss wirklich nicht zu ertragen sein – stell dir vor, du fährst in den Süden, und die Schergen des dortigen Finanzministers entführen dich, um an dein Geld zu kommen…

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