Authentische, lyrische Denkanstöße (Rezension)

„Zeilen des Augenblicks“ Valerie le Fiery, Frank Böhm
augenGedanken, Empfindungen und Erfahrungen, die unsere Seele prägen, lassen sich mitunter schwer in ein Korsett aus Worten zwängen. Deswegen tun es die beiden Autoren Valerie le Fiery und Frank Böhm auch nicht auf Biegen und Brechen – und das bekommt den Gedichten gut. So individuell die einzelnen Texte sprachlich und lautmalerisch gestaltet sind, so persönlich erscheinen einem die zugrunde liegenden Erfahrungen. Darin genau findet sich auch der Leser wieder. Ohne altkluge, kompliziert ausgedrückte Binsenweisheiten und ohne erhobenen Zeigefinger reflektiert dieses Buch das, was das Leben und der alltägliche Umgang miteinander in den Autoren auslöst. Das macht die Authentizität dieses Buches aus, bei dessem Lesen ich mich einerseits hin und wieder bei dem Gedanken ertappt habe, ja – das hast du auch schon erlebt und so ist es.

Augenblicke … sie können traurig sein oder fröhlich. Manche scheinen ewig zu währen, andere wiederum huschen an einem vorbei. Jahreszeiten können Gefühle ebenso auslösen wie Liebe, Trauer, Glück und Unglück. Um all diese Emotionen geht es in dem vorliegenden kleinen Band mit poetischer Lyrik – oder eben lyrischer Poesie. Zwei verschiedene Autoren – und doch ein und dasselbe Empfinden – Die Magie des Gefühlten mündet in „Zeilen des Augenblicks“. (Zitat Klappentext)

Andererseits gibt es Gedichte wie zum Beispiel „Broken Heart“ von Valerie le Fiery, die den Leser mit Fragen zurücklassen und so an einen Film mit offenem Ende erinnern. Frank Böhm greift zum Beispiel in seinem Gedicht „Ein Lied“ das wichtige Thema des Nicht-Gehört-Werdens auf und umreißt so den ständigen Kampf um soziale Anerkennung, zeigt auf, wie wichtig es ist, mehr aufeinander zu hören und füreinander dazusein und hat mit dem Gedicht einen Text geschrieben, der in knappen Worten also ebenfalls Denkanstöße in alle möglichen Richtungen auslöst.

Es ist dieses Lyrikbändchen aber auch ein Buch, in dem in poetische Weise Geschichten erzählt werden. Ob von einer „Alten Liebe“, einer „Leeren Stadt“ oder einer offensichtlich bestandenen „Probezeit“.
Gefühlvoll und mitten aus dem Leben servieren beide Autoren hier einen anregenden Cocktail poetischer Emotionen in lyrischem Stil. Mir hat das Lesen neben Denkanstößen und Unterhaltung auch hin und wieder Erinnerungen an Selbsterlebtes beschert, und weil es sicher Anderen Lesern ähnlich gehen wird, gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung.

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