BER: Und täglich grüßt der Brandschutz-Obmann…

Spitzfindigkeiten
Alles nur Spitzfindigkeiten!

SATIRE. Ob der Berliner Großflughafen nun 2014 eröffnet wird oder 2040, ob er nun 1,2 oder 2 oder nun doch 4 Mrd. € kostet, er wird zweifellos eine unvorstellbare Menge an Urlaubern, Touristen und Geschäftsreisenden abfertigen im Laufe seines Bestehens. Angesichts dieses neuen künftigen, Geschichte schreibenden Großobjektes fragt doch dann niemand mehr nach solchen Lappalien wie Bauzeit, Brandschutz oder gar Kosten… Nicht die bedeutenden Staatsmänner und Politker, die auf ihm ankommen oder abfliegen, nicht der Otto Normalurlauber, oder die Film- und Showsternchen aus Hollywood und Bollywood, die dort abgefertigt werden –  warum also diese Aufregung allenthalben?  

Berlins sinnierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) habe  im  Dezember schon gewusst, dass sich der Eröffnungstermin erneut verschieben wird. Und dass die Sache noch teurer wird als veranschlagt.  So behaupteten und vermuteten, spekulierten und ereiferten sich die Medien und fragen sich und uns, uns! *an die Stirn tippe* –  uns  kleine Steuerzahler ganz besorgt: “ Wer befreit uns von Wowereit?“ Seine Partei hält mangels Alternative zu ihm, und böse Zungen behaupten nicht nur das, sondern auch, er habe heimlich  auf den 21.12.2012 gehofft, den Tag des vermeintlichen Weltunterganges, damit er die Akte Großflughafen schließen und nach der Apokalypse einen Neuanfang machen könne.

Ja, nee, is´klar… aber es klingt, als sei da etwas dran, wenn man mal darüber nachdenkt:  Er reist zurück in die Vergangenheit, besticht den Stammesältesten der Maya, den Kalender am 21.12.2012 enden zu lassen und das Ende der Welt zu prophezeien,  die Maya setzen sich mit dem vielen Geld ab (vielleicht auf einen anderen Planeten?) um sich das Schauspiel von dort aus in aller Ruhe anzusehen – soweit macht alles Sinn, aber dann:  Kein Weltuntergang!  Kein neuer Baubeginn, kein Neuanfang von Null…  und Wowereit in der Zwickmühle.  Also schlägt er das Bestechungsgeld für den Maya-Stamm kurzerhand auf die Baukosten drauf, aber für die gestiegenen Kosten muss eine Begründung her…  Da war doch was mit Brandschutz?  Okay, passt – dann muss die Brandschutzanlage nochmal herhalten. Fertig ist der Lack. 

So ungefähr wird die Zeitung mit den großen Buchstaben das ganze Tohuwabohu  entwirren und Wowereit für seinen Einfallsreichtum vermutlich in den Himmel über Berlin loben…  Weswegen dann sämtlicher Flugverkehr umgeleitet werden muss und Tempelhof notdürftig wieder eröffnet wird… Und nun die gute Nachricht: Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemals ein Feueralarm auf dem neuen Großflughafen ausgelöst werden muss, nahezu gebannt. Toll, oder? Okay, nur einem brennt in Wirklichkeit der Frack: Uns Wowi.  Naja, wo gehobelt wird….-znk

2 Kommentare zu „BER: Und täglich grüßt der Brandschutz-Obmann…“

  1. da man ja festgestellt hat, dass die absaugung der verbrauchten luft mittels klimaanlage bestens funktioniert, nur leider der transport von frischer, unverbrauchter luft ins innere nicht, könnte man so ja ein gigantisches vakuum erzeugen…etwas was unser gelebter wowi sonst ja eher im kopf hat…
    ansonsten ist der bau des großflughafens das berliner pendant zur elbphilharmonie…ist das etwas vetternwirtschaft???…ein schelm der böses dabei denkt….und überhaupt…wozu auch nach bauplänen bauen?…kreativität ist gefragt…

  2. da er ja bewiesen hat, dass er ruhig bleibt, wenns brenzlig wird, kann er dann ja immer noch brandschutzobmann werden und querfeldein über sein lebenswerk patroullieren…

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