(R)auch das noch – die CSU will wieder Dampf machen

Die Bayern können auch Wendehälse sein, wenn sie nur wollen! Beispiel gefällig? Einer aktuellen dpa-Meldung zufolge denkt die CSU in Bayern nach ihrer Wahlschlappe wieder über eine Kehrtwende beim weit reichenden Rauchverbot nach.

Diesmal möchte die bayerische Partei-Elite den armen Rauchern wieder Vergünstigungen einräumen – vor der Wahl waren die Nichtraucher dran. Die Diskussionen müssten dazu schnell und effizient sein, man wolle Spielräume erörtern, um den Vollzug des Rauchverbotes bürgernäher zu gestalten, wie ein Regierungssprecher sich ausdrückte.

Im Klartext: Wegen des „Denkzettels“ bei der Kommunalwahl rudert Parteichef Erwin Huber zurück, denn man sei ja „lernfähig“. Es soll moderate Änderungsvorschläge zum Rauchverbot geben, die es den Rauchern leichter machen.

Der norddeutsche Bauer sagt dazu nur „Rein in die Kartoffeln – raus aus den Kartoffeln“ und meint damit ein heilloses Hin und Her. Gerade hatte man sich daran gewöhnt, das wegen des Rauchverbotes Stehaschenbecher für draußen teurer wurden – nun werden sie wohl künftig für lau im Internet zu ersteigern sein.

Dann geht es in Bayern demnächst wohl genauso und in gleicher Manier hin und her zwischen Dicken und Schlanken, Trinkern und Abstinenzlern, Steuerzahlern und Steuerhinterziehern… Mal sehen, welches Thema den Wendehälsen bei der CSU als nächstes die Köpfe verdreht…
März 2008