Vorwort für eine „alte“ neue Rubrik: KLARTEXT.

Hin und wieder regt mich diese scheinbare Nutzlosigkeit mancher politischer Schachzüge und die gefühlte Erfolglosigkeit beim Lösen internationaler diplomatischer Konflikte auf. Angesichts der vermehrten Kriegsbesessenheit mancher Nationen, der diktatorischen Selbstverliebtheit anderer Politprimaten, des chronischen Terrors gegen Unschuldige und der stoisch-flegmatischen Dauerignoranz eigener innenpolitischer Baustellen, und das auch in Deutschland, schreibe ich mir nun hin und wieder hier als politischer Laie mit ein paar gelegentlichen Zeilen „Zur (P)lage der Nation“ meinen dicken Hals mit Klartext etwas dünner. Das tat ich manchmal auch schon in der Vergangenheit, aber ich hielt es für notwendig, explizit mal darauf hinzuweisen, dass ich angesichts mancher (welt-)politischer Ereignisse und der ständig anhalten Negativnachrichten in den Medien nicht 24Std fröhlich herumironisieren und persönliche Belanglosigkeinn posten mag und kann.

Dabei geht es mir nicht um Zustimmung und Likes, sondern darum aufzuzeigen, dass es Bürger gibt, die sehr wohl mit offenen Augen statt mit offenen Händen durch die Welt gehen.  Jüngst hörte ich im Bekanntenkreis den Vorwurf, das die Deutschen angesichts ihrer Sattheit und ihres meistens zufriedenstellenden Lebensstandards über vieles hinwegsehen und Dinge wie Machtbesessenheit, Korruption und soziale Ungerechtigkeit wortlos und kommentarlos hinnehmen würden,

Ich weigere mich, dieser Verallgemeinerung zuzustimmen und will ein kleines von hoffentlich mehreren lebenden Gegenbeispielen sein.

Verlinkung und Reblogging zum Karina-Verlag

Habe einen interessanten Link mit einer PM ( Pressemitteilung) über den und vom Karina-Verlag gefunden. Deswegen möchte ich euch, meinen Bloglesern und -followern,  mit dieser Verlinkung den Verlag, mit dem ich auch immer wieder gern zusammenarbeite,  mal etwas näher vorstellen.  Ich habe dort bei verschiedenen Anthologien mitgearbeitet. Ein Taschenbuch mit einer schrägen Geschichte, die nichts für zartbesaitete Gemüter ist, wurde dort auch verlegt. 

Nur noch ein BookRix-Account

Zukünftig benötige ich keine 2 Accounts mehr auf dem E-Bookportal BookRix. Der Woandersmitesser-Account wird ab sofort nicht mehr genutzt, die 2 Verkaufsbücher und die beiden kostenlosen E-Books (Die Kuh MIAU und Zeilengeflüster) bleiben erstmal stehen. Ein vollständige Löschung ist zunächst noch nicht vorgesehen. Man findet mich unter meinem Klarnamen auf dem Portal. Eine sehr viel kürzere Leseprobe meines Langzeitprojektes Leuchtturmkrimi als bisher wird dort auch erscheinen, nachdem die Geschichte mit Papyrus Autor überarbeitet und der Plot etwas griffiger gestaltet wurde.  Für alle anderen bisherigen angefangenen E-Books wie die Überarbeitung des ANRUFERS gilt nebenstehender Spruch. Achso: Da oben, das ist ein altes, unverwendetes Cover vom „ANRUFER“.

Nochmal zur Kommentarfunktion (DSGVO-Hinweis)

Wer bei WordPress als Nutzer angemeldet ist, kann übrigens hier nach wie vor einen Kommentar hinterlassen. Diese Einstellung war wegen der anhaltenden Spamflut notwendig.  An dieser Stelle weise ich gern nochmal drauf hin, dass ich die hinterlassenen Daten ( Benutzername, Mailadresse, gegebenenfalls Webseite) nur aus Sicherheitsgründen erhebe  und sie nicht weiter verwerte. Alle anderen von WordPress erhobenen Daten wie IP-Adresse und Standort interessieren mich selbst nicht und werden daher ebenfalls durch mich als Blogbetreiber nicht eingesehen oder verarbeitet.

Auf Foto-Tour

Warum eigentlich heißt es unterwegs, wenn man doch über die Wege und nicht unter ihnen geht? Es sei denn, man ist ein Maulwurf. Dann würde man aber derzeit das insgesamt tolle Sommerwetter versäumen unter der muffigen, kühlen Erde. Und weil Leute wie ich noch oberhalb des vertrockneten Rasens unterwegs sind, machen wir das Beste draus und ziehen mit Getränken und Sonnencreme bewaffnet durch die blühende, aber durstige Botanik, so wir die Zeit dafür haben. Was mich betrifft, ist das der Fall. Ich war also auf Motivjagd und habe auch gleichzeitig mein neues Bildbearbeitungstool ausprobiert, von dem ich schwer begeistert bin. Hier ein paar Ergebnisse.

Aufrüsten in Richtung Professionalität

Nach einem Fehlgriff, den ich meiner unwissenden Unvorsichtigkeit zuordne, musste mein Rechner komplett neu konfiguriert werden. Man sollte eben nie verdächtige Dateien und plötzlich erscheinende Systempartitionen voreilig löschen. Gefühlt ca. 50 Prozent meiner Daten (hauptsächlich Musik, Coverbilder und Texte) hatte ich noch (nicht) als Backup gespeichert. Wenn schon von vorn, dann richtig: Auf Anraten einiger Autorenkollegen teste ich u.a.  nun Papyrus Autor, plane ernsthaft die Anschaffung des Programms und jage meiner persönlichen „To-Write“-Liste weiter unbeirrt hinterher.

Genug Zeit werde ich ab jetzt haben, weil und auch wenn ich eine zweite solche Liste abzuarbeiten habe, auf der ausschließlich Stellenausschreibungen stehen. Solche Nebensächlichkeiten wie Arbeiten und Geldverdienen halten mich jetzt also nicht mehr auf.  Diese Veränderungen hätten mich ruhig einen Tag früher ereilen können,  dann nämlich wäre ich wie geplant zu  einer Lesung von zwei tollen Autoren und Woandersmitschreibern  nach Hamburg gefahren.

Hab wieder Blog drauf …

Good News! Meine rechtlichen Erklärungen sollten dem neuen Gesetz Genüge tun, und nachdem ich auch auf FB eine Datenschutzerklärung gepostet habe, wird auch wieder vernetzt. Nun also schlittere ich frisch, fromm, fröhlich, frei in das Risiko hinein und blogge mich um Kopf und Kragen. (Obwohl, ist alles halb so schlimm mit dem neuen Gesetz … )

Zum Ende der Buchstabendiät hier auf der Seite befindet sich (nach Werbefreiheit und Musikdateien) eine weitere Überraschung in Vorbereitung. Nicht umsonst gibt es hier die Rubrik „Vorgelesenes“ oben im Header. Getaggt unter „Vorgelesen“, soll demnächst die eine oder andere Kurzgeschichte von mir vor- (und wieder zurück-) getragen werden, gern auch auf Wunsch Auszüge aus veröffentlichten und entstehenden Projekten.

Damit wird ein weiterer unserer fünf Sinne angesprochen, nämlich nach dem optischen der akustische Sinn.

Anbieten würden sich jeweils ein Auszug aus Plaschke oder dem Gespensterbuch, eine kleine Auswahl von Gedichten und/oder Kurzgeschichten, die dann wirklich kurz sein müssten. „Der Fluch des Menschenvogels“ zum Beispiel wäre evtl. etwas zu lang. Die Episode darüber, was Die Obstfälscherin“ so angestellt hat, würde sich von der Länge her als Audio-Einstieg auch eignen.

Selbst editierte und aufgenommene Musikdateien wird es weiterhin sporadisch geben, wie schon bisher. Tja, allmählich holt selbst mich die moderne Technik ein, bin ja auch nicht mehr der Schnellste. Von eigenen Videos, einem eigenen Podcast oder so will ich aber nun wirklich nichts wissen. Falls sich das ändert, steht es hier an dieser Stelle. Und damit dann auch im Social Net, wie wir wissen.

WM im Blick: Menschen, die auf Pixel starren

Das Öffentlichkeitsgucken erreicht nun bald wieder eine neue Dimension. Alle Nichtfußballfans rollen nur noch mit den Augen, wenn der Ball rollt. In jeder zweiten Kneipe, an jeder vierten Straßenecke, im Strandbad und auf jedem Marktplatz, in Fastfoodrestaurants und auf Hochhausdächern, in Straßenbahnen, Kleingärten, auf Mülldeponien, in Behörden und am FKK starren Menschen mindestens 90 min lang auf Bildschirme und Leinwände.

Einige halten sogar Smartphones hoch, wahrscheinlich in Ermangelung einer Fernseh-App, die ihnen das Programm ja gleich direkt auf das Telefon zaubern könnte. Könnte, Könnte, Witwenrente. Es geht aber um das gemeinsame Abhängen, das Wir-Gefühl, den gemeinsamen Torschrei und den Belohnungsschluck Abseitsbier danach. Beispiel: Bar oder Kneipe. Dazu muss man aber schon einen halben Tag vor Übertragungsbeginn bis zur Theke vorgestürmt sein und die Bestellung zielsicher platziert haben, vorbei an all den anderen raumdeckenden Mitbestellern. Hat der Wirt das zugeworfene Geld mit einem Hechter gehalten und das dribbelstarke Eckstoßbräu eingeglast, braucht er nicht mal mehr einen Abstoß zu machen – es wird ihm bereits aus den Händen gerissen, so dass er sich schon auf die nächste Bestellung stürzen und den Zapfhahn erneut zum Röcheln bringen kann. Hinter ihm auf der Bank wartet der Auswechslungskader in Gestalt von zwei weiteren Fässern.

Schwierig wird es, wenn dem geneigten WM-Fan  in unserer Ballspielkneipe Beispielkneipe nach dem zwölfunddrölfzigsten Bier dann die Blase drückt- wer hätte auch ahnen können, dass es Verlängerung gibt? Aber in einem Stadion ist die Quote von Zuschauern pro Toilette bedeutend höher, andererseits ist hier die Zuschauerdichte auf kleinstem Raum das Problem … 

Wohl dem, der die Stadionatmosphäre inklusive russischer Bandenwerbung in kyrillischer Schrift auf einer riesigen Freilichtleinwand draußen in einem Park genießen kann.  ( Na gut, der nächste Getränkestand ist dafür gefühlt einen Kilometer entfernt, aber irgendein durstiger Strauch wird sich auf dem Weg zum Dixie-Clo schon finden, hier ist also der Weg das Ziel.) Soweit, sogut:

Ich breche mal meine Beweisführung dafür, dass man auch einfacher an die Ergebnisse der WM-Spiele kommt ab und verweise darauf, dass es neben Apps auch TV-Geräte und Rundfunkempfänger für den Hausgebrauch gibt … Ich werde nicht so viel Zeit investieren und ein Spiel lang irgendwo aushäusig auf dessen Ergebnis warten. Daheim habe ich die Getränkelage im Griff und eine Toilette ganz für mich allein. Mir genügt ein Zusammenschnitt der Spiele, zumal mich andere Verpflichtungen umtreiben, die mir das nächtliche Fernsehen erschweren würden.

Außerdem: Der Torjubel, der mitunter aus einigen Wohnungen zu hören sein wird, ist ein Säuseln im Vergleich zu dem, was mir dann meine Stehplatznachbarn im Fuselschuppen mit TV-Anschluss ins Ohr brüllen würden.

Blogpause beginnt noch im Mai

Auch wenn ich jetzt in die angekündigte Blogpause gehe, um ganz einfach zu prüfen, ob das Blog den Anforderungen der DSVGO jetzt genügt (und um evtl die ersten rechtlichen Lockerungen  per Urteil abzuwarten), so werde ich die Seite zunächst nicht in den privaten

Ich zieh den Stecker.

Modus umstellen, so dass sie weiter aufrufbar bleibt.  Hinsichtlich einer erneuten Vernetzung mit Facebook und Twitter verspreche ich nichts.  Spätestens ab 24. Mai 2018 beginnt meine selbstauferlegte Blog-Abstinenz. Günstigenfalls schaffe ich es bis 1. Juni,  die neue Verordnung zu lesen und abzuwägen, ob die damit einhergehenden Einschränkungen auf Dauer für mich tragbar sind. Ich beeile mich, versprochen. Aber bis dahin ist wie gesagt Pause.

Sonntagsgeschichte (12): SALZSTANGEN

Ob sie ihm verziehen hatte? Würde er es jemals erfahren? Es war zu spät. Für so vieles im Leben war es zu spät. Nachdenklich rührte er die Suppe um. Porreesuppe mit süßer Schärfe, das hatte sie immer geliebt. Er zwang sich, nicht in Schwermut zu verfallen. Die Sojasprossen kannte er nur aus der China-Pfanne vom Imbiss, aber seine Carina wusste, wie man eine leckere Suppe komponiert. Komposition traf es auf den Punkt, denn auf de Zutaten kam es an, das war es, was sie immer gepredigt hatte. Nun war sie schon ein Jahr nicht mehr von dieser Welt. Lilli platzte mitten in seine Grübeleien hinein, und das war auch gut so.

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die erklärung manchen dinges aus sicht eines schreiberlinges