Nicht direkt ein Bildgedicht

Bald ist Helloween

Wenn Geister um die Häuser ziehn und sammeln eifrig Kalorien dann ist Helloween. Wer ihnen diese je verwehrt wird eines Besseren belehrt Ihm wird gar übel mitgespielt mit fiesen Steichen ganz gezielt. Und sind diese Geister auch Kinder – so Manchen reut´s nicht minder. Drum rückt er, Ei der Daus! schnell Bonbons noch heraus.

Teil 2 der Rankingliste über schlechte Hobbys

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5.Grübeln und Jammern

Zugegeben, es fällt schwer in der heutigen Zeit immer nur positiv zu denken und sich nicht in Grübeleien und melancholische Gedanken zu vertiefen, wenn man die Situation auf der Welt im Ganzen und sein eigenes bisweilen auftretendes Pech im Einzelnen betrachtet.  Dennoch haben nächtliche Heimlichweiner die Angewohnheit, ihre derzeitige Situation ständig zu analysieren und zu hinterfragen, statt mit dem Denken mal weiter zu kommen als bis zu „Mir gehts schlecht, alles Scheiße.“  Ich lasse hier gesundheitliche Herausforderungen mal außen vor, aber bezogen auf den Alltagmeine ich – Grübler kriegen Sorgenfalten, graue Haare – so sie nicht schon barhäuptig sind – und sind anfälliger für Süchte wie Alkoholismus, Sekten wie Scientology und Ersatzbefriedigungen wie Ein-Personen-Sex, Home Shopping, Überstunden im Job ( siehe auch oben „ARBEITEN“)  oder Eiscreme, Suizid und RTLII

4.Briefmarken sammeln

„Nur echt mit 52 Zähnen“ lautete mal ein Werbeslogan, der aber nicht etwa einer wertvollen Briefmarke oder Stefan Raab galt, sondern einem Keks. Mittlerweile ist Briefmarkensammeln,  was ich als ein beliebtes Hobby der Sechziger einordnen würde, eher out und unangesagt.  Das erklärt sich aus dem Umstand, dass SMS und MMS-NAchrichten, ja selbst Faxe und Anrufe erfahrungsgemäß kein vom Absender angespucktes Postwertzeichen benötigen und der Marktanteil der DEUTSCHEN POST seit damals gesunken ist. Philatelisten mit dicken Briefmarkenalben sind zwar durchaus in der Lage tausende von Briefen spontan zu schreiben und zu frankieren,  ohne dafür zum Postschalter zu müssen, aber sie bevorzugen es, voller Ehrfurcht und Ergriffenheit tränenden Auges auf ihr Regal mit den Alben zu starren und sich zu freuen.  Der MArktwert ihrer mehrzackigen Lieblinge steigt aus meiner Sicht nur in dem Maße, in dem die Portopreise bei der Post steigen. Eine wenig lohnende Investition also.

 

3.Insekten und Schmetterlinge aufspießen

Nur um in Ruhe bestimmen zu können, ob ein Schmetterling männlich, weiblich oder beides ist, sich gerade verpuppen will oder schwanger, verfressen und nicht bunt genug für seine Art ist, muss man ihn nicht töten, aufspießen, abheften und dafür sorgen, dass er in einem Glaskasten sehr viel langsamer verwest als die Natur das für ihn vorsah. Das ist unmenschlich und unnötig, da er uns Menschen nicht als Nahrungsquelle dient. ImZeitalter des Insekten(aus)sterbens ist es umso unnötiger, wenn es Bienen oder Hornissen betrifft. Bei Fliegen oder Mücken hingegen könnte ich da ein Auge zu drücken … wenn es nicht so klein wäre 🙂

2.extrem smartphoning

Dazu muss ich wohl nicht viel schreiben. Das wird mal Gegenstand einer eigenen Glosse zum Thema.

1.Rankinglisten wie diese aufzustellen

Ääh, ja. 😮

Diese Steckenpferde kann man stecken lassen (1)

10. Fernsehen

Man wagt es nicht, von der Glotze aufzustehen, weil man denkt, man könnte etwas verpassen, und so ziehen manche bierdurchfluteten Abende dahin. Oder man schaut gezielt einen Film oder eine Reportage an, ohne zu merken, dass man eigentlich Werbung guckt, die von kurzen Filmschnipseln unterbrochen wird, und nicht umgekehrt. Was bleibt, ist am Ende eine erhöhte Stromrechnung, eine Kuhle in der Sitzfläche des Sofas und Chipskrümel auf dem Tisch so wie die Erkenntnis, dass von dem Gesehenen kaum was im Gedächtnis hängen bleibt, weil es so banal war, dass man die schleichende Verblödung oft gar nicht bemerkt.

9. Arbeiten

Wer Arbeit Hobby nennt, dem ist nicht mehr zu helfen, oder es handelt sich um einen Ruheständler mit viel Zeit, einem Gärtchen und/oder  einer Art Heimwerkeritis.  Arbeit beschleunigt die körperliche Abnutzung, die Verbrennung von Kalorien und Eletkrolyten im Körper und bringt meistens nur steuerpflichtiges Geld ein, auch Lohn genannt. Wer einen Beruf ausübt, darf deswegen auch Steuern zahlen. Wer seine Arbeit zum Hobby macht, der hat in Wahrheit keins. Also kann er es auch genauso gut sein lassen.

8.Mit Pflanzen sprechen

Dabei geht es oft sehr einsilbig zu,  ich zumindest habe noch nie eine Pflanze erlebt, die mir bei derartigen Versuchen und Gesprächsangeboten geantwortet oder gar „Halts Maul!“ geschrien hätte.  Einzig der Umstand, dass diese Geschöpfe viel Durst haben, macht sie mir sympathisch. Aber mit ihnen zu quatschen ist ein Hobby, bei dem nicht viel herauskommt.

7. Fitness im Studio

Hohe Monatsbeiträge dafür zu zahlen, dass man sich dreimal im Monat nicht dazu  überwinden kann, auf einem Laufband in einem verschwitzten Raum mit Fremden um die Wette zu laufen, schießt für mich den Vogel ab. Oder man rudert auf der Stelle, fährt Rad ohne sich vom Fleck zu bewegen und dergleichen mehr. Diese Absurditäten strengen sehr an, weswegen man, um sich nicht zu  sehr zu verausgaben, mit dem Auto die acht Minuten hin und zurück zu dem Fitnessstudio fährt, wobei anzumerken ist, dass man 4 Minuten davon im Ampelstau steht.

6.Speed Dating

Längst sind die Zeiten, in denen Singlebörsen etwas mit kleinen Schallplatten zu tun hatten, vorbei. In unserer kurzlebigen Zeit müssen selbst erste Dates in wahnsinniger Eile abgehandelt werden, was Speed Dating heißt und eine umfangreiche Vorbereitungs- und Überwindungsstrategie erfordert, damit man dann maximal 3Minuten einem/ einer Fremden gegenüber zu sitzen vermag, ohne dass einem die Brosche von der Bluse springt vor Aufregung. Meistens steht am Ende die Erkenntnis, dass man nun einige Menschen mehr kennt, die man garantiert nicht anrufen möchte.

-ENDE Teil1 –

 

Urlaubsrückblick

Eine viel zu kurze Woche Freizeit, unter Arbeitenden und Angestellten als Urlaub bekannt, neigt sich dem Ende entgegen.  So groß vorher auch die Vorfreude und der Ehrgeiz sind, die Zeit maximalst zu nutzen – so spontan ergeben sich dann doch meistens Dinge, an die man im Voraus nicht gedacht haben konnte.  Fakt ist, dass aus meiner Sicht ein gewisser Erholungsfaktor das Hauptziel sein sollte, sowie eben gemeinsame Stunden mit Freunden und Familie. Ob sich das optimal realisieren ließ, wird sich erweisen.

Also Augen zu und hinein in den Tümpel Alltag, strampeln, strampeln, um durchzuhalten. Ein, zwei Minireisen, eine Tagestour nach Hamburg und etwas kreatives Schaffen sowie viel Schlaf liegen hinter mir. Manches habe ich nicht geschafft, andere Sachen sind verschoben worden und Arzt- sowie Behördentermine stehen auch noch aus – dafür ist der Urlaub einfach zu kostbar, wenn man nur den gesetzlich vorgeschriebenen Mindesturlaub bekommt.

Mal wieder eine MP3 aus eigenem Hause

Diesen Track habe ich wieder mit MAGIX editiert und arrangiert. Man könnte mit den Vocals noch etwas anstellen, sie mit Effekten versehen, usw. Ansonsten bin ich kein Befürworter des Schemas F, dass da lautet: Strofe, Refrain, Strofe, Refrain und nach 3 Minuten dreißig endet.  Dass dieser hier nach 3 Minuten endet, hat folgenden Grund: Meine längeren Tracks kann ich aus Platzgründen hier leider nicht hochladen.

Erste Kurz-Lesung als MP3 geplant

Zunächst wollte ich eine Umfrage starten und fragen, woraus ich lesen soll. Zur Wahl hätten folgende Werke gestanden:

  • Gedichte
  • Der Boshafte Verblichene
  • Bevor die Welle bricht (in Arbeit)
  • Gespenster sind nicht feige
  • Es begann mit einem Anruf (Neu überarbeitete Version von „Der Anrufer“)
Arbeitsversuch für ein zukünftiges Buchcover

Jaja, ich weiß, momentan macht eher der Autor (und nicht mal eines seiner Werke) einen überarbeiteten Eindruck. Welche Geschichte ich euch hier am Ende auftische – ich weiß es noch nicht. Ich werde mal den Link dieses Postings auf FB verbreiten und dann mal schauen, ob jemand eine Meinung dazu hat. Falls nicht, entscheidet eben das Los. Oder ich verschiebe die Produktion eigener kleiner Hörbücher auf später.  Obwohl: Ich kann es ja erstmal offline versuchen und die Nachfrage abwarten.

Lesetipp: Neurosen und andere Schnittblumen

An dieser Stelle weise ich nochmal daraufhin, dass es einen Auszug bissiger Blogbeiträge auch in Buchform gibt. Zusammen mit Signe Winter kommentiere ich da (zu der Zeit aktuelle) politische und kulturelle Ereignisse regionaler und internationaler Herkunft. Es geht u.a. um den Papstrücktritt, die alljährliche Rostocker Schiffsparade Hanse-Sail, Peer Steibrück und die Abschaffung der Mintzigarette.

 

„Shakespeare´s Enkel“ haben einen Buchladen

Dieser Buchladen für kleine und unabhängige Verlage,  der jüngst in Dresden eröffnete, und in dem VerlegerInnen selbst hinter der Ladentheke stehen, bietet bestimmt auch Chancen für talentierte Selfpublisher. Ich hoffe, dass dieser Beitrag, den ich vom Podcast der Webseite von DeutschlandfunkKultur habe, hier unter Nennung der Quelle urheberrechtlich veröffentlicht werden darf. (Schließlich ist er genauso auch auf der dortigen Seite hörbar)

Vom Luxus des Alltags

Unter dem Begriff „Alltag“ versteht man das stupide Aufeinanderfolgen der Wochentage, die sich so breit machen, dass sie die kleinen Wochenenden zu zerquetschen drohen und die Zeit (in meinem Fall, die gefühlt zu lange Arbeitszeit)  scheinbar bremsen.  Dennoch hält er ein paar Fragmente von verstecktem Luxus bereit, womit ich die wenige freie Zeit meine, die nicht dem Schlaf gewidmet wird.

Freizeit heißt auch Zeit fürs Hobby zu haben,

…sollte man meinen. Es sei denn, man macht notgedrungen Schlafen, Essen und Einkaufen zu seinem neuen Steckenpferd, damit man körperlich durchhält.

In meinem Fall hieß das bisher für mich nahezu Verzicht auf Schreiben, Bloggen, Lesen, Radfahren.  Deswegen  wird es von mir für mich nun eine Art Freizeitplan geben. Ich will das bisschen Luxus, dass mein Alltag bieten kann, dadurch auch wahrnehmen.

Lesen für die Seele – Fehlerexemplare sind mitunter gute Ware

Was habe ich schon für tolle Bücher zum Schnäppchenpreis erstanden. Wir haben in unserer kleinen Stadt einen Buchladen, der „Rückläufer“, also nicht verkaufte Exemplare aus den Buchhandlungen anbietet, und es gibt Aktionen diverser Discounter,wo als Fehlerexemplare titulierte und, wie mir scheint, mutwillig zerkratzte und eingeknickte Exemplare günstigst angeboten werden. Wie sonst ist es zu erklären, dass auf rund 40% der Fehlerexemplare ein und derselbe Kratzer auf der Rückseite auftaucht?

Man mag etwas gegen diese Verkaufstaktik haben, aber ich als davon profitierender Kunde schüttle meine Bedenken nach kurzem Überlegen ab und entscheide mich, das gutzufinden. Immerhin kaufe ich trotzdem Bücher zum regulären Preis, soweit sie mich interessieren und so weit es mein Budget hergibt. Die Tipps dazu hole ich mir oft von entsprechenden Sendungen aus dem Rundfunk und von Autoren, denen ich im sozialen Netzwerk folge. Ich weiß, ich könnte mehr dieser Lesetipps posten an dieser Stelle … Aber ich glaube, es interessiert niemanden wirklich, ob und was ich so lese. Es interessiert ja kaum jemanden, was ich so schreibe, wenn ich schreibe. Deswegen habe ich auch angefangen, „für die Schublade“ zu schreiben, wie man so sagt. Lesen hingegen tue ich nicht „für die Schublade“, sondern für meine Seele.

die erklärung manchen dinges aus sicht eines schreiberlinges